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Wie haben Clubs & Künstler die schwere Zeit überstanden?

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Während der Pandemie mussten alle Clubs schließen und alle Konzerte und Veranstaltungen wurden abgesagt. Das bedeutete für die Clubs und Künstler, dass sie in dieser Zeit der Schließung einfach nichts verdienten. Die Künstler konnten in dieser Zeit nicht auftreten und konnten so auch nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen. 

Ein Klick auf die folgende Infografik zeigt in einem interessant aufbereiteten Überblick, wie sich die Künstler in dieser Zeit mit kreativen Lösungen über Wasser gehalten haben. Es blieb aber natürlich schwierig.

Infografik über Musik in der Corona-Krise

Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (Quelle: https://www.besteonlinecasinos.co/musik-und-corona/)

Fakt ist aber: Die Lage spitze sich in den bisherigen eineinhalb Jahren der Pandemie immer weiter zu, mit teils dramatischen Folgen. Denn nach der Pandemie werden viele Clubs ihre Türen wohl nicht wieder öffnen und viele Künstler werden auch nicht mehr auftreten, da sie sich in der Pandemie neue Jobs suchen mussten. 

 

Zwar gab es während der Pandemie bis heute alternative Möglichkeiten für die Künstler, um aufzutreten, doch diese Alternativen konnten die normalen Einkünfte nicht abdecken. Wie haben es die Künstler und Clubs geschafft diese schwere Zeit zu überstehen? Diese Frage wird in diesem Artikel beantwortet.

Online-Auftritte und Mini-Konzerte

Da die Clubs schließen mussten und die Künstler nicht mehr auftreten durften, suchten sich die betroffenen Personen alternative Wege, um trotzdem Konzerte zu spielen, Lesungen zu halten und die jeweiligen Künste vor Menschen aufzuführen. Diese alternativen Wege bestanden hauptsächlich in Online-Konzerten, die die Künstler gaben. Auch die Clubs konnten sich daran beteiligen, indem sie den Künstlern ihren Platz und ihre Bühnen zur Verfügung stellten, um dort aufzutreten.

 

Daraufhin wurden dann die Veranstaltungen gestreamt und so zu den Leuten nach Hause gebracht. Dass man damit aber nicht genug Geld verdient, war den Veranstaltern von Anfang an klar, jedoch bestand darin die einzige Möglichkeit überhaupt aufzutreten. Die Clubs waren in dieser Hinsicht von der schweren Zeit noch stärker betroffen, denn sie können nicht, wie die Künstler, ihre Performance den Menschen anbieten.

 

Eine andere Alternative war vor allem im Sommer in Form von Minikonzerten im Freien zu sehen und das mit nur sehr wenigen Zuschauer. Diese Konzerte fanden in vielen Städten in Parks und auf öffentlichen Plätzen statt. So war es den Menschen möglich trotz Krise ihre Lieblingskünstler anzuschauen und die Musik zu genießen. Aber auch mit dieser Form des Auftretens konnten die Künstler nur sehr wenig Geld verdienen, denn die begrenzte Anzahl an Zuschauern machte es kaum rentabel die Tickets zu verkaufen.

Corona-Hilfen vom Staat

Viele der Clubs und der Künstler sind jetzt noch da und werden wieder auftreten, weil sie vom Staat die sogenannten Coronahilfen bekamen. Diese Hilfen sind Beträge, die teilweise überhaupt nicht zurückbezahlt werden müssen und so dem Empfänger frei zur Verfügung stehen. Diese Möglichkeit wurde von sehr vielen Künstlern genutzt, um irgendwie an Geld zu kommen während der schweren Zeit.

 

Aber auch in dieser Hinsicht gab es sehr viele Probleme, wie zum Beispiel die viel zu spät ausbezahlten Novemberhilfen. Diese Hilfe in monetärer Form waren vor allem für die Gaststätten und so auch die Clubs gedacht. Leider wurden die Hilfen jedoch erst im März ausgezahlt, als es für viele Clubs schon zu spät war. 

 

Die eher pessimistisch denkenden Menschen gehen außerdem davon aus, dass sehr viele Clubs nie wieder aufmachen werden, da sie in der Krise pleite gegangen sind und ihr letztes gespartes Geld aufgebraucht haben. Des Weiteren gab es Hilfen, die den Gaststätten zu denen auch manche Clubs zählen, 70 Prozent eines Monatseinkommens des letzten Jahres bezahlten, sodass diese sogar überleben konnten. 

 

Alles in allem gab es viele Hilfen von staatlicher Seite, jedoch in vielen Fällen kamen diese zu spät oder waren vom Betrag zu niedrig, um wirklich zu helfen. Es wird spannend zu sehen sein, wie viele Clubs nach der Pandemie wieder öffnen werden und wie viele Künstler noch auftreten werden, denn die entstandenen Schäden sind immens.

 

Der Grund ist, dass sich viele der Künstler in dieser schweren Zeit neue Jobs gesucht haben, da sie erkannten, dass die Coronakrise nicht von heute auf morgen zu Ende sein wird. Ob diese Künstler wieder in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren ist derzeit sehr fraglich und wird sich endgültig wohl erst nach der Pandemie beantworten lassen.

Solidarität ist jetzt entscheidend

Solidarität ist ein Stichwort, das sehr vielen Clubs und Künstler dabei half, die Pandemie zu überstehen. Nachdem klar war, dass so schnell kein Club mehr öffnen und kein Künstler mehr auftreten wird, entstand eine riesige Welle der Solidarität. 

 

Dies geschah in Form von Spendenaufrufen sehr berühmter Künstler, die die Menschen aufforderten ihre Lieblingsmusiker oder ähnliche zu unterstützen. Genauso gab es diese Spendenaufrufe für Club, die ebenfalls ums Überleben kämpfen. Viele Clubs vermieteten ihre großen Flächen an Testzentren und verdienten sich so ein wenig Geld hinzu, was jedoch nicht an die normalen Einkünfte herankommt. 

 

Daraufhin spendeten viele Menschen Geld an ihre Lieblingsband oder ihren favorisierten Club in der Hoffnung dieser mache nach der Krise wieder auf. Ob sich die vielen Spenden gelohnt haben wird sich auch erst nach der Krise zeigen, aber die entstandene große Solidarität ist durchaus bemerkenswert und sollte auch in Zukunft nicht verloren gehen.

Neue Wege für die nächste Krise vorbereiten

Die anhaltende Coronakrise wird sicher nicht die letzte Krise in der Geschichte der Menschheit gewesen sein. Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, sich neue Alternativen zu überlegen, die den Künstlern und Clubs in der nächsten Krise auch ein Einkommen verschafft. 

 

Denkbar wäre zum Beispiel das bedingungslose Grundeinkommen von 1.000 €, das von einigen Politikern gefordert wird. Aber auch die Übertragungen ins Internet müssen in der nächsten Krise viel besser organisiert werden und es muss ein guter Weg gefunden werden, um  diese Online Konzerte auch zu monetarisieren. 

 

Dabei ist es auch wichtig, dass sich die große Solidarität ihren Platz in der Gesellschaft sichert und nicht nach der Krise wieder vergessen wird. Die Menschen müssen in diesen Zeiten schon einiges aushalten und dann noch keine Einkünfte zu haben, ist doppelt so hart. Es bleibt zu hoffen, dass es keine zukünftige Pandemie oder ähnliches mehr geben wird, aber darauf kann sich eben niemand verlassen.

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Born 1972 DJ since 1992 Owner of THE CLUBMAP Part of Zug der Liebe & OpenAir to go