Musik macht unser Leben bunt und spiegelt unsere Stimmung wider. Es ist das EINE Album im Auto, das du sooo laut aufdrehst, dass die Welt verschwindet und Tränen der Freude vom Wind weggefegt werden, weil es Sommer ist und du natürlich die Scheiben unten hast. Es ist der Track mit dem unglaublich genialen PIANO Lauf, der in total krassem Basseinsatz endet und jeden mit Hörvermögen die Arme auf dem Danecefloor hochreißen lässt. Es ist Claude Debussy, der im Film „Oceans Eleven“ vor dem Springbrunnen mit Claire de Lune die Filmszene zu etwas Epochalem macht.

Das sie den bösen Casino Boss noch zusätzlich übers Ohr gehauen haben, verblasst da schon fast. Apropos Casinos. Witzigerweise gibt es für fast alles im Leben sogenannte Top Songs. Obwohl ich solche Clickbait Artikel zutiefst uncool finde, wollte ich mal checken was es da so für Songs gibt. Und mit der Idee war ich nicht mal der erste… also hab ich mir das alles angeschaut. Und ja, Viva Las Vegas ist auf Platz 1, weil eine Liste ohne Elvis Presley einfach unvollständig wäre.

Nummer zwei auf der Liste ist aus James Bond Aber nicht der Titelsong „Casino Royale“ sondern Shirley Bassey mit „Goldfinger“, denn der ist nun mal um Längen besser.

FUN FACT: Studien zeigen, dass die Tonart C eine angenehme Umgebung schafft. An vielen Spielautomaten oder auch beim Online Casino wird deswegen dieser Soundeffekt eingesetzt. Die Anwendungen werden so programmiert, dass bei einem Knacken des Jackpots Musik ertönt. Ok, weiter geht ews. „Waking up in Vegas“ von Katy Perry sollte auch mit rein, wobei hier dann auch Stop sein müsste, es soll ja keine Las Vergas Liste werden.

Also holen wir ne andere Ikone raus und spielen die hohe Dame aus. Poker Face von Lady Gaga. Interessanterweise singt sie in diesem Hit neben Poker auch über zahlreiche andere Spiele wie Roulette, Spades und Blackjack. Aber seinen wir ehrlich. Roulette Face klingt auch eher nach einer Beleidigung. Wenn auch nach einer ziemlich Lustigen.

If you like to gamble, I tell you I’m your man
You win some, lose some, all the same to me
The pleasure is to play, makes no difference what you say
I don’t share your greed, the only card I need is the Ace of Spades
The Ace of Spades

Kennst du diese Zeilen nicht mein Freund, dann ist in deinem Leben etwas gewaltig schief gelaufen, denn dir fehlt musikalische Erziehung. Ace of Spades von Motörhead einhaltet lauter Poker-Hinweise und ist eines der besten Lieder, dass jemals einer Männerkehle entstieg.

ABBA – The winner takes it all. Passt definitiv und ist direkt nach Motörhead einfach der totale Culture Clash. Der Gedanke einer musikalischen Kooperation, so undenkbar sie auch ist, hätte in der Welt der Musikredakteure wohl für einige Herzinfarkte gesorgt.

Wesentlich familiärer wäre wohl die Kombi mit AC/DC gewesen. Ihr Song „Sin City“ der ganz nebenbei auch mein Lieblingscomic von Frank Miller ist, handelt von (räusper) Las Vegas. Wer hätte das gedacht.

Ich schiebe hier noch Lana Del Rey mit „Video Games“ rein. das tanzt zwar ein bisschen aus der Reihe, aber hilft die Melancholie des Verlustes auszugleichen.