Wer an einem Montagabend die Willdenowstraße im Wedding entlanggeht, hört schon von weitem Gelächter aus einem alten Ladenlokal. Hinter der Tür verbirgt sich die BESTE Bar, die gerade ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat. Zwischen Leopoldplatz und der S- und U-Bahn-Station Wedding gelegen, hat sich der Ort längst zu einer festen Größe im Kiez entwickelt.
Die Einrichtung wirkt wie eine Zeitreise. Alte Lampen werfen warmes Licht auf gemütliche Möbel, jeder Tisch und vor allem jeder der berüchtigt schweren Fliesentische scheint eine Geschichte zu erzählen. Viele Gäste beschreiben die Atmosphäre wie ein Wohnzimmer aus Kindheitstagen – ein Raum, in dem man sich sofort zuhause fühlt.
Barinhaber Christoph Krachten spricht immer von “Berlin in a nutshell.” Doch nicht nur die liebevoll gestaltete Einrichtung macht die Bar besonders. Mit richtig guten Drinks zu günstigen Preisen hebt sie sich von vielen anderen Orten im Wedding ab. Hinzu kommt ein abwechslungsreiches Kulturprogramm: Montags gibt es „BESTE Comedy“ auf deutsch, Dienstags auf englisch und immer wieder legen wechselnde DJs in der Bar auf, am letzten Mittwoch des Monats lockt ein Kneipenquiz. Alle sechs Wochen werden zudem Ausstellungen eröffnet, die aufstrebenden Künstler*innen aus Berlin eine Bühne bieten. Damit versteht sich die Bar auch als kultureller Treffpunkt jenseits der gängigen Formate.
Auch das Publikum ist vielfältiger geworden. Während in den Anfangsjahren vor allem Studierende und junge Gäste zwischen 18 und 25 Jahren die Räume füllten, zieht die BESTE Bar heute ein breiteres Publikum an. Neue Getränke – vom gezapften Bier bis zum Espresso Martini – sprechen auch die ältere Generation an. Das Ergebnis ist eine bunte Mischung, die einem lebendigen Vibe zugutekommt.
Und die Drinks überraschen mit Qualität und Kreativität. Neben Klassikern wie dem Moscow Mule ist es vor allem der „Apfelkuchen“, der immer wieder für staunende Gesichter sorgt. Der Longdrink aus Bisongraswodka, Zimt und Apfelsaft schmeckt erstaunlich nah an seinem namensgebenden Kuchen und gilt als Geheimtipp der Karte. Und immer wieder gibt es Tage mit extrem günstigen Angeboten, wie dem Daiquiri-Dienstag oder dem Apfelkuchen-Mittwoch, der sich mit dem Kippwoch mit Bier zu Spätipreisen paart.
Für den passenden Soundtrack sorgt eine Mischung aus modernem Hip-Hop, Indie und Funkklassikern. Zwischen Tame Impala, Little Simz und den Grooves der Siebziger entsteht eine Atmosphäre, die ebenso entspannt wie energetisch ist.
So vereint die BESTE Bar seit einem Jahrzehnt einen unvergleichlich entspannten Vibe, Kultur und gute Drinks – und bleibt damit ein Ort, der den Wedding nicht nur bereichert, sondern auch prägt.




