Vom 12. bis 14. November 2026 bringt die neunte Ausgabe der Nachtleben-Konferenz Stadt Nach Acht unter dem Motto „Safe.Night.Live.“ erstmals nationale und internationale Akteur:innen aus Clubkultur, Politik, Verwaltung und Wissenschaft in Leipzig zusammen. In über 40 Programmpunkten und fünf Locations diskutieren 150 Speaker:innen aus über 10 Ländern und rund 600 erwartete Teilnehmende über Livekultur, Gesundheit und Sicherheit, Nachtökonomie und Stadtentwicklung.

Trägerin der Stadt Nach Acht ist die Bundesstiftung LiveKultur. Die Konferenz wird von der Stadt Leipzig sowie der Initiative Musik aus Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
An der Gestaltung und Umsetzung der Konferenz wirken zahlreiche weitere Partner:innen mit, darunter BPM Sachsen, Drug Scouts, Leipziger Gruppe, LiveKommbinat Leipzig, LiveMusikKommission, MiNa – Mitteldeutsche Nachtkulturkonferenz, Nacht Konsil, NachtRat Leipzig und KREATIVES SACHSEN.

Das Motto der diesjährigen Ausgabe verbindet drei Perspektiven: SAFE richtet den Blick auf Sicherheit, Awareness, Prävention und Harm Reduction. NIGHT thematisiert die Nachtkultur im Wandel: von veränderten Ausgeh-Gewohnheiten und steigenden Kosten bis zu neuen Nutzungskonzepten für Clubs, Festivals, Open-Airs und Kulturorte. LIVE fragt nach der gesellschaftlichen Bedeutung von Livekultur und zukunftsfähigen Rahmenbedingungen für ihre Orte und Akteur:innen. Marc Wohlrabe, Co-Gründer und Programmdirektor der Stadt Nach Acht fasst zusammen: „Nachtleben ist vieles: ein Spiegel des Zeitgeists, eine Bühne für gesellschaftliche Entwicklungen und Innovation, auch für schräge Experimente; und gemeinsam Feiern baut Brücken und macht Spaß.”

Deutschlands größte Nachtleben-Konferenz Stadt Nach Acht kooperiert mit der Initiative Musik

Die Initiative Musik unterstützt die Stadt Nach Acht 2026 im Rahmen ihrer Strukturförderung als Kooperationsprojekt und setzt eigene inhaltliche Akzente im Konferenzprogramm. Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik, sagt: „Clubkultur und Nachtleben stehen in Deutschland vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen – von Schallschutzkonflikten und Verdrängungsdruck in Ballungsgebieten über veränderte Ausgeh- und Freizeitgewohnheiten, insbesondere bei jüngeren Menschen, bis hin zu steigenden Kosten für Veranstaltende und Publikum, fehlender Infrastruktur und einem vielerorts spürbaren Rechtsruck, gerade in ländlichen Regionen. Gleichzeitig entstehen überall Begegnungsorte, neue Formate und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Stadt Nach Acht bringt diese unterschiedlichen Perspektiven seit Jahren bundesweit zusammen. Ich freue mich sehr, dass wir diese Vernetzung in diesem Jahr als Kooperationsprojekt der Strukturförderung unterstützen können.“

Mit einem Roundtable zur ökonomischen Realität in der Clubkultur und einem Panel zum Bundesschallschutzprogramm setzt die Initiative Musik am 13. November 2026 zwei Schwerpunkte im Konferenzprogramm.

Von Clubökonomie bis Nachtmobilität: Die Zukunft der Nacht in über 40 Programmpunkten

Das Konferenzprogramm beleuchtet die Schnittstellen von Kultur, Stadtentwicklung, Wirtschaft, Gesundheit und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen unter anderem evidenzbasierte Nachtkulturpolitik, neue Finanzierungsmodelle für Nachtleben und Livekultur, Awareness, Prävention, Nachtmobilität, Schallschutz sowie die Zukunft von Clubs und Livemusikspielstätten. Die Programmpunkte finden im UT Connewitz, in der Distillery, im Kohlrabizirkus, im elipamanoke und in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Die Orte stehen exemplarisch für die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur, die es langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln gilt.

„Leipzigs Nachtleben ist durch seine Vielfalt, das ständige Hintergrundrauschen, die große Subkultur und selbstbewusste DIY-Szene geprägt. Die Nachtkultur trägt ihren Teil zur Musikstadt Leipzig bei. Dadurch ist Leipzig für Touristinnen und Touristen sowie als Wirtschaftsstandort attraktiv. Die Nachtkultur ist ein Faktor für die hohe Lebensqualität in Leipzig, steht jedoch bundesweit unter Druck. Ich wünsche mir, dass wir mit der Stadt Nach Acht gemeinsam Wege für Verwaltung, Politik und Betreibende zum Erhalt eines vitalen Nachtlebens aufzeigen können”, betont Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig und Vorsitzende des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags.

Dank der Unterstützung der Leipziger Gruppe können Teilnehmende mit ihrem Konferenzbadge während der Stadt Nach Acht kostenfrei den gesamten öffentlichen Nahverkehr in Leipzig nutzen.

Von Leipzig in die sächsischen Regionen und zurück: Erstmals Satelliten-Veranstaltungen zur Konferenz

2026 ergänzt die Stadt Nach Acht ihre Hauptkonferenz erstmals um Satelliten-Veranstaltungen in Döbeln, Zittau und Chemnitz. Gemeinsam mit dem Büro für Popkultur und Musik Sachsen (BPM Sachsen) bringt die Bundesstiftung LiveKultur somit zentrale Konferenzthemen gezielt auch in kleinstädtische und regionale Räume.
Die Erfahrungen vor Ort fließen in das Leipziger Panel „Kultur außerhalb der großen Städte“ am 13. November 2026 ein.

Bernd Strieder, Vorstandsmitglied der Bundesstiftung LiveKultur, unterstreicht die Bedeutung dieser regionalen Perspektiven: „Nachtkultur entfaltet ihre Kraft weit über Großstadtgrenzen hinaus. Mit den Satelliten-Veranstaltungen schlagen wir die Brücke von der Region zur Hauptkonferenz nach Leipzig. Es geht darum, Freiräume im ländlichen Raum zu sichern, lokalen Akteur:innen Gehör zu verschaffen und gemeinsam tragfähige Zukunftskonzepte für die Musikkultur in ganz Sachsen zu entwickeln.“