Claims and Tales // Sophia Hirsch & Johannes Mundinger // 2. Mai ab 19 Uhr, in der Eichblatt Gallery

Bei ihrer letzten gemeinsamen Ausstellung ließen Sophia Hirsch und Johannes Mundinger Hamster in ihren Rädern Energie erzeugen, mit welcher ein Laufschriftdisplay betrieben wurde, das kapitalismuskritische Slogans zeigte. Damit gewannen sie den Förderpreis 2013 des Berliner Kunstvereins.

Mit ihrer nächsten Ausstellung konzentrieren sie sich auf das erzählerische Moment in der Malerei: Claims and Tales.

„Fantastische Fabelwesen, mimische Gesichter, Tiere, Monster, Knochenmänner, unterlegt z.T. durch lyrische Aphorismen, zeigen sich als Hauptakteure auf großformatigen Leinwänden und im urbanen Raum. Die jungen Künstler erschließen humoristisch einen imaginären Bereich mit den unterschiedlichsten Mitteln und laden den Betrachter ein, ihre farbige Welt zu betreten.

Sophia Hirsch, seit 2013 Absolventin der Berliner Kunsthochschule-Weißensee, setzt wie in einem Theaterstück, ihre formreduzierten Protagonisten bewusst in Szene, und offenbart in ihren expressionistisch farbigen Comic-Collagen eine komplexe Betrachtungsweise. Ihre märchenhaften Welten zeigen nicht nur eine Wahrheit. Es äußern sich fragmentarisch durch Überlagerung von Bildelementen, verschiedenste Erzählebenen in zahlreichen Texturen. Die Werke widerspiegeln den kreativen Prozess menschlicher Erinnerung und dessen Veränderung nach mehrmaligen Wiederholungen.

Johannes Mundinger, an der FH Münster und der Académie Beaux-Arts in Brüssel studiert, konfrontiert kontrastreich seine Kunst mit dem vorhandenen urbanen Umfeld, indem er fantastische Figuren und bizarr dreinblickende Gesichter an verlassene Orte und verfallene Häuserwände bringt. Ursprünglich aus der Graffiti Szene kommend, stellt er in seinen vielseitigen Kunstprojekten eine Kommunikation zwischen seiner Kunst, der Stadt und den Betrachtenden her.“

Eröffnung 2. Mai ab 19 Uhr
Ausstellung 3. Mai – 26. Juni 2014

Eichblatt Gallery
Hamburger Platz / Pistoriusstraße 100
Berlin Weißensee