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Artist Interview: Cecilia Tosh

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Facebook | Release | Soundcloud

Foto: Veronika Hubert Natter

Wie handhabst du Musikwünsche?

Kommt ganz drauf an, auf die Crowd, auf die fragende Person, auf meinen Mood.
Tatsächlich kam auch schon ein(!) passender Wunsch, auf den ich dann auch eingegangen bin. Aber tendenziell: eher nervig! :D

Was tun, wenn dein Equipment streikt?

Einmal alles selber checken, wenn nicht erfolgreich schnell den Techniker holen lassen und weiter gehts! Definitiv schon vorgekommen. Manchmal fällt es nicht auf, wenn doch gibt’s ein „SORRY“ von mir, das wird auch meistens mit einem Lachen angenommen! :)

Was sind deine musikalischen Einflüsse aus der Kindheit?

Puh. Bei mir gabs viel Reggae und Sade. Und Reggae…und Sade! Dann also wahrscheinlich noch am ehesten mein Künstlername Tosh! ;)

Lässt sich über Musikgeschmack überhaupt streiten?

Nein. Qualität der Produktion schon. Und rassistische, sexistische und andere dumme Inhalte – über die auf jeden Fall. Aber Geschmäcker….nenene, das bleibt subjektiv, zum Glück!

Welcher Track würde bei deinem Einzug in dein Box Match laufen?

Ganz ehrlich, ich habe mir in meinem ganzen Leben noch keinen Kampf angeschaut.
Aber ich hab letztens erst Karate Kid geschaut und gelernt: Hauptsache man bleibt achtsam und behält die Balance!!! Also, vielleicht doch eher Irrblos von Dorisburg?!!

Welches war der schlimmste Job den du jemals hattest?

Definitiv die vier Jahre hinter einander auf dem Oktoberfest. Zeltleitung vom Schottenhammelzelt, im Souvenirverkauf. Habe mich gefühlt wie die Puffmama, weil ich 40 Verkäuferinnen koordinieren und bei Laune halten musste, obwohl ich mir im Klaren darüber war, in was für eine Meute ich die Mädchen jedes Mal erneut schickte!

Beschreibt deinen Sound jemanden, der dich noch nie gehört hat.

Punchy, energetisch, mitreißend. Auch mal verträumt. Flache Pads. Mal mehr, mal weniger present und dramatisch. Irgendwo zwischen Minimal, Ambient und Techno. Was es aber tatsächlich immer gibt ist ein gewisser Vibe, wurde mir des öfteren gesagt. Außerdem gibt’s bei mir immer begleitende Elemente, die sich durch den ganzen Track ziehen. Wie Tapseln, flüstern, oder leicht weirde Propellergeräusche – subtil im Hintergrund. Das sind die Elemente, die mir besonders viel Spaß machen, weil sie auch ganz unterschiedlich entstehen. Von analogen Beats hin zu atmosphärischem Fieldrecording. Eine ganze Masse live zu erreichen ist doch magisch!

Was würdest du machen, wenn du kein Musiker wärst?

Ich habe Produktdesign studiert. Die Materie taugt mir. Wahrscheinlich würde ich jetzt als Produktdesignerin in einem Studio arbeiten. Oder mich in plastischer Kunst ausprobieren.
Oooder aber auf irgendeiner Insel hocken, die Sonne und das gute Essen feiern. Und mir Gedanken machen, was ich noch so in meinem Leben machen möchte.

Was ist die wichtigste Musikequipment-Erfindung aller Zeiten – und warum?

Die Anlage an sich! Eine ganze Masse live zu erreichen ist doch magisch!

Was würdest du raten, um sich als Profi durchzusetzen ?

Vertrau in dich und deinen Stil. Habe Geduld! Warte nicht, dass die Anfragen eintrudeln. Sei pro-aktiv und gehe auf die Menschen zu, von denen du etwas willst. Halte dein Wort, sei loyal.

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Born 1972 DJ since 1992 Owner of THE CLUBMAP Part of Zug der Liebe & OpenAir to go