Ab dem 1. April macht FOREST SEASONS in der TRANSFORMATORKunsthalle den Wald als begehbaren Sehnsuchtsort im Wandel der
Jahreszeiten erfahrbar. Die raumgreifende Installation von Licht- und Medienkünstler Christopher Bauder entsteht aus dem Zusammenspiel von mNaturmotiven, industrieller Architektur und kinetischer Lichtkunst. Historisch galt der Wald lange als Ort von Gefahren und Unbekanntem. Erst ab der Romantik und mit fortschreitender Industrialisierung wandelte sich dieser Blick: Der Wald wurde zum Sehnsuchts- und Rückzugsort, als Gegenpol zur industriell urbanen Welt, und avancierte in der Kunst zur Projektionsfläche für Mythen und Erzählungen. Davon inspiriert entfaltet FOREST SEASONS alle 45 Minuten einen dynamischen Jahreskreis, der Frühling, Sommer, Herbst und Winter immer wieder neu erzählt. Licht, Farbe und Bewegung spiegeln Neubeginn, Wachstum, Abschied und Ruhe. Natur als Resonanzraum menschlicher Empfindungen.

Technisch basiert die Arbeit auf einer choreografierten Verschränkung von Laserlicht, Projektionen, Kinetik und musikalischer Atmosphärik. Im Raum wachsen Bäume mit Kronen aus Lichtzeichnungen, bewegte Videoprojektoren erzeugen dynamische Bildwelten, und fallende Blätter sowie künstliche Sonnen setzen kinetische Akzente. Die visuelle Partitur ruht dabei auf dem fein ausbalancierten Soundtrack des
niederländischen Musikers Chris Kuijten. Seine Komposition spannt ein Klanggeäst aus sorgfältig gesetzten musikalischen Impulsen zwischen abstraktem Sounddesign und greifbaren Melodiefäden.

FOREST SEASONS lädt dazu ein, sich im Zyklus der Jahreszeiten zu verlieren und im Wechsel von Schönheit und Vergänglichkeit eine persönliche Reise nach innen anzutreten.

Laufzeit: April bis Oktober 2026 / Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag

Fotos: WHITEvoid / DARK MATTER