Der Stuttgarter Produzent und DJ Jakob Mäder hat mit seinem Debütalbum „A Matter Of Time“ ein starkes Stück elektronischer Musik abgeliefert. Anstatt den schnellen Streaming-Erfolg zu suchen, entscheidet sich Mäder ganz bewusst für einen Vinyl-First-Release. Die Platte kann seit dem 6. März vorbestellt werden, während die digitalen Versionen erst im Herbst oder Winter folgen. Ein starkes Statement für alle, die das haptische Erlebnis, das Auflegen mit Vinyl und den unkomprimierten Sound schätzen.
Der Sound: Kompromisslos und direkt
Mäder bewegt sich stilsicher im Deep-House-Kosmos. Er selbst beschreibt sein Werk treffend mit den Attributen Rückbesinnung, persönlich, tanzbar.
Auch wenn das Album als zusammenhängende „Listening Journey“ konzipiert ist und hervorragend am Stück funktioniert, vergisst Mäder nie seine Wurzeln. Spätestens wenn der Beat einsetzt, dominiert ein satter, kompromissloser 4/4-Takt, der ohne Umwege direkt nach vorne treibt. Die Tracks liefern genau diesen ehrlichen, stumpfen Groove, den ein Floor braucht, um in Bewegung zu bleiben. Keine überladenen Spielereien, sondern effektive, tanzbare Clubmusik.
Die Essenz der Clubkultur
Seine Inspiration zieht Mäder direkt aus den intensiven Nächten der Szene – aus diesen speziellen Momenten, in denen im Club alles zusammenkommt, wildfremde Menschen zu einer Einheit verschmelzen und einfach den Vibe teilen. Das Album verarbeitet Themen wie Zeit und Endlichkeit, was sich in der atmosphärischen Dichte der Tracks widerspiegelt. Es ist der Versuch, genau diese flüchtigen, perfekten Club-Momente auf Vinyl zu pressen.
Fazit
„A Matter Of Time“ ist ein absolut solides Debüt, das sowohl als musikalisches Gesamtwerk für Zuhause als auch als treibendes Tool auf der Tanzfläche überzeugt. Wer echten Deep-House liebt und die Nadel gerne selbst in die Rille setzt, kommt an dieser Platte kaum vorbei.





