Der Film startet am 31. Juli als Auftakt des ARD-Themenschwerpunkts Clubkultur. 15 Tage später findet in Berlin die fünfte Rave The Planet Parade unter dem Motto „IMAGINE LOVE“ statt.
Berlin, 21. Juli 2026 – In zehn Tagen, am Freitag, 31. Juli 2026, erscheint die Dokumentation „Love is Stronger. Von Loveparade zu Rave The Planet“ in der ARD Mediathek. Der Film von ARD Kultur, WDR, rbb und SWR begleitet Ellen Dosch-Roeingh und Dr. Motte über mehrere Jahre bei der Entstehung der von der gemeinnützigen rave the planet gGmbH getragenen Parade.
Der Film erzählt die Geschichte der Loveparade von ihren Anfängen in Berlin über ihre internationale Bedeutung und zunehmende Kommerzialisierung bis zu ihrem Ende. Gleichzeitig zeigt er, wie wir das kulturelle Erbe der Bewegung unter veränderten gesellschaftlichen und organisatorischen Bedingungen weiterentwickeln. Bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und persönliche Perspektiven geben Einblick in interne Diskussionen, praktische Herausforderungen und Entscheidungen auf dem Weg zur ersten Rave The Planet Parade.
Am 12. August ist „Love is Stronger. Von Loveparade zu Rave The Planet“ um 22:15 Uhr auch im rbb Fernsehen zu sehen.
2026 – Ein besonderes Jahr
Die Veröffentlichung fällt in ein besonderes Jahr: 2026 liegt die letzte Loveparade in Berlin genau 20 Jahre zurück. Am 15. August wird die Rave The Planet Parade zum fünften Mal veranstaltet. Unter dem Motto „IMAGINE LOVE“ wird auf der Straße des 17. Juni für Frieden, Vielfalt, Menschlichkeit und die Anerkennung der kulturellen und gesellschaftlichen Leistungen elektronischer Musikkultur demonstriert.
Für das Team von Rave The Planet ist die Dokumentation weit mehr als ein Rückblick: Sie zeigt den Übergang von einer historischen Kulturbewegung zu einer heutigen gemeinnützigen Organisation und kulturpolitischen Demonstration.
Zugleich dokumentiert der Film einen fortlaufenden Prozess, der 15 Tage nach der Veröffentlichung erneut im Berliner Stadtraum sichtbar wird, wenn am 15. August 2026 die Rave The Planet Parade zum fünften Mal auf der Straße des 17. Juni stattfindet. Technokultur steht dabei klar im Mittelpunkt und zeigt ihre volle Wirkmacht als Mittel der Verständigung: Sie schafft Räume für Begegnung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
LIVE-Übertragung der Parade
Der rbb begleitet die Parade am 15. August live in der ARD Mediathek und im rbb Fernsehen. Darüber hinaus produziert Rave The Planet erstmals ein eigenes Worldfeed, also ein durchgängiges, zentral erstelltes Live-Signal der gesamten Demonstration. Damit wird die Parade von 14:00 bis 22:00 Uhr auch auf den eigenen Kanälen der gemeinnützigen Organisation vollständig übertragen.
„IMAGINE LOVE“: Hymne und Remixe von Juliet Fox, Mark Reeder & Micha Adam und Pan-Pot
Die Hymne der Parade, „IMAGINE LOVE“ von Dr. Motte und Tommahawk, ist am 10. Juli 2026 einschließlich Musikvideo erschienen. Dr. Motte, Ideengeber und „Vater der Loveparade“, und Tommahawk haben damrin das diesjährige Motto gemeinsam zu einem eigenständigen musikalischen Statement für die Parade 2026 entwickelt.
Am 7. August erscheinen die ersten beiden Remixes der Hymne von Juliet Fox sowie Mark Reeder & Micha Adam. Am 28. August folgt eine weitere Version vom Berliner Küntlerduo Pan-Pot.
Der Rave nach der Parade: Offizielle Afterparty
Im Anschluss an die Parade veranstaltet Rave The Planet gemeinsam mit LOFT Concerts erstmals eine eigene Afterparty. Der Rave beginnt am 15. August um 23:00 Uhr in der Columbiahalle und bildet den feierlichen Abschluss der fünften Parade.
Das Line-up vereint internationale Artists, die die Technokultur seit Jahrzehnten prägen und heute auf den großen Festivals und in den Clubs weltweit zu Hause sind: DJ Rush, Dr. Motte, Nakadia, Teenage Mutants und Tommahawk, Co-Artist der diesjährigen Paradehymne „IMAGINE LOVE“. Den Auftakt des Abends übernimmt Kay Barton.
Mit der Official RAVE THE PLANET Afterparty setzt Rave The Planet die Idee der Parade erstmals konsequent bis in die Nacht fort. Nach dem Ende auf der Straße des 17. Juni wird die Columbiahalle zum zentralen Treffpunkt der Technoszene. Für die Jubiläumsausgabe entsteht dort ein eigens entwickeltes Licht- und Produktionskonzept sowie ein speziell auf die Location abgestimmtes Soundsystem. Der Rave beginnt um 23:00 Uhr und endet um 5:00 Uhr.
Eine Anmerkung :-)
Die Pressemitteilung spricht von „20 Jahren nach der letzten Berliner Loveparade“ und stellt Rave The Planet als die Weiterentwicklung dieses Erbes dar. Zwischen 2006 (letzte Loveparade in Berlin) und 2022 (erste Rave The Planet Parade) sollte auch der ab 2015 stattfindende Zug der Liebe erwähnt werden, der das Format der elektronischen Musikdemonstration auf den Berliner Straßen am Leben hielt. Die in der Pressemitteilung genannten Ziele – Frieden, Vielfalt, Menschlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – sind exakt die Kernanliegen, für die der Zug der Liebe jahrelang Pionierarbeit geleistet und den Fokus wieder weg vom Kommerz und hin zum politischen Protest gelenkt hat. Nach der Tragödie in Duisburg war es gesellschaftlich und politisch enorm schwer, Techno-Demonstrationen zu organisieren. Der Zug der Liebe hat bewiesen, dass sichere, dezentrale und NGO-getriebene Demonstrationen in Berlin machbar sind. Liebe :-)




