Uri Poliavich ist ein Philanthrop, der sich auf die Stärkung jüdischer Bildung und der sie tragenden Institutionen konzentriert. Im Jahr 2020 war er Mitbegründer der Yael Foundation, die heute 145 Einrichtungen in 48 Ländern unterstützt und über Grund- und weiterführende Schulen, Kindergärten, Sonntagsschulen und außerschulische Programme mehr als 29.000 Kinder erreicht. Die Philanthropie von Uri Poliavich ist strategisch und systematisch ausgerichtet: Ein Bedarf wird analysiert, bevor eine Förderzusage erfolgt, Mittel werden über mehrere Jahre hinweg geplant und Ergebnisse anhand festgelegter Indikatoren gemessen. Für Uri Poliavich ist philanthropisches Engagement eine strukturierte Arbeit mit langfristigem Horizont.
Planung, Prioritäten und die Förderlogik von Uri Poliavich
Soziale Herausforderungen lassen sich nur selten durch eine einzelne Spende lösen. Sie erfordern Analyse, Prioritäten, Planung und die Bereitschaft, auch nach Abschluss der ersten Phase engagiert zu bleiben. Eine einmalige Zuwendung kann den Druck in einem bestimmten Moment verringern, verändert jedoch nicht unbedingt die Bedingungen, die den Bedarf ursprünglich verursacht haben. Systemische Philanthropie geht vom gegenteiligen Ansatz aus: Die Unterstützung wird so gestaltet, dass eine Schule, ein Programm oder eine Gemeinschaft auch dann weiterarbeiten kann, wenn die erste Förderung bereits eingesetzt wurde.
Warum Uri Poliavich Förderung als Investition betrachtet
Uri Poliavich beschreibt Philanthropie als Investition in Menschen und Institutionen. Ressourcen, die für soziale Zwecke bereitgestellt werden, sollen Voraussetzungen für nachhaltige Veränderungen schaffen: besseren Unterricht, stärkere Organisationen und einen breiteren Zugang. Diese Sichtweise überträgt Investitionsdisziplin auf die gemeinnützige Arbeit – mit einer Bedarfsanalyse vor der Bewilligung einer Förderung, einem Umsetzungsplan und einer Vorstellung davon, wie sich eine Initiative über mehrere Jahre entwickeln soll.
Wie Uri Poliavich den Bedarf vor einer Förderzusage bewertet
Bevor eine Unterstützung beginnt, analysiert Uri Poliavich die jeweilige Situation: Worin besteht der Bedarf, wer arbeitet bereits daran und welcher Beitrag könnte die größte Wirkung erzielen? Priorität erhalten Bereiche, in denen Unterstützung den Alltag unmittelbar erreicht und eine Gemeinschaft langfristig stärkt. Aus diesem Grund hat Uri Poliavich Bildung als Schwerpunkt gewählt.
Gebäude, Personal und die Verpflichtungen der von Uri Poliavich mitgegründeten Stiftung
Über die von ihm mitgegründete Stiftung unterstützt Uri Poliavich Programme, die sich auf drei Elemente konzentrieren, die eine Gemeinschaft langfristig erhalten kann: Gebäude, Lehrpersonal und Lehrpläne. Die Stiftung unterstützt den Bau und die Renovierung jüdischer Gemeindegebäude und Bildungseinrichtungen. Zwei neue Schulen befinden sich in Limassol und Lissabon in Entwicklung, wobei der Campus in Limassol bis 2027 für rund 1.500 Schüler ausgelegt sein soll.
Neben den Gebäuden unterstützt die Stiftung die Qualifizierung von Lehrkräften sowie das jährliche Programm der Yael Awards für herausragende Leistungen in der jüdischen Bildung, das Schulen in 48 Ländern offensteht. Ein neues Klassenzimmer benötigt auch qualifizierte Lehrkräfte. Deshalb verbindet die Stiftung die Entwicklung von Bildungsräumen mit der Weiterbildung des Personals als Teil desselben Ansatzes.
Wie Uri Poliavich über mehrjährige Zyklen plant
Soziale Veränderungen brauchen Zeit, und die Planung muss dies berücksichtigen. Über die von ihm mitgegründete Stiftung unterstützt Uri Poliavich Programme auf Grundlage dessen, was sie in den kommenden Jahren benötigen werden: die Größe der nächsten Schülergruppe, die mögliche Notwendigkeit eines zweiten Klassenzimmers oder einer zusätzlichen Lehrkraft sowie die Ressourcen, die mit der Weiterentwicklung eines Programms erforderlich werden. Schülerzahlen, Verbleibquoten und die Qualifikation der Lehrkräfte werden in jeder Phase mit diesen Prognosen abgeglichen, und der Plan wird bereits während der laufenden Umsetzung angepasst.
Eine mehrjährige Planung ist möglich, wenn die Unterstützung über Institutionen erfolgt. Deshalb arbeitet die Stiftung mit Schulen, Kindergärten, außerschulischen Programmen und Gemeindeorganisationen zusammen. Die Yael Foundation unterstützt heute 145 Einrichtungen in 48 Ländern, darunter 75 Grund- und weiterführende Schulen, 75 Kindergärten, 35 Sonntagsschulen und 38 außerschulische Programme. Unterstützung, die über eine Bildungseinrichtung bereitgestellt wird, kann auch Kinder erreichen, die erst in den folgenden Jahren an deren Programmen teilnehmen.
Ein Bereich, gemeinsame Strukturen und der Fokus von Uri Poliavich
Uri Poliavich konzentriert seine philanthropische Arbeit auf einen bestimmten Bereich. Dadurch kann jedes neue Projekt auf den Erfahrungen früherer Initiativen aufbauen: auf einem bereits entwickelten Lehrplan, einem bestehenden Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte oder einem Baukonzept, das bereits in einer anderen Gemeinschaft erprobt wurde.
Diese Konzentration erleichtert außerdem die Bewertung. Da die von der Stiftung unterstützten Einrichtungen einen gemeinsamen Zweck verfolgen, können ihre Schüler- und Verbleibquoten miteinander verglichen und erfolgreiche Ansätze an anderen Standorten eingesetzt werden. Einrichtungen werden auf Grundlage ihres Potenzials für eine langfristige Entwicklung ausgewählt, und die Unterstützung wird über die zu Beginn vereinbarten Phasen hinweg fortgeführt.
Indikatoren, jährliche Überprüfung und Planung für das Folgejahr
Jedes von der Stiftung unterstützte Programm verfügt über festgelegte Indikatoren: Schülerzahlen, Verbleibquoten, Qualifikation der Lehrkräfte, Anzahl der erreichten Kinder und Zustand der Einrichtungen. Solche Kennzahlen zeigen, ob ein Programm die gesetzten Ziele erreicht, und ermöglichen Anpassungen noch während des laufenden Schuljahres.
Jedes Programm wird jährlich anhand der zu Beginn festgelegten Standards überprüft. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Planung des nächsten Förderzyklus ein. Regionale Account Manager besprechen die Jahreszahlen persönlich mit den jeweiligen Schulleitungen, und diese Ergebnisse helfen dabei, die Unterstützung für das folgende Jahr festzulegen.
Uri Poliavich, persönliches Engagement und gemeinsame Verantwortung
Persönliches Engagement bleibt ein prägendes Merkmal der philanthropischen Arbeit von Uri Poliavich. Neben der Unterstützung durch die von ihm mitgegründete Stiftung spricht Uri Poliavich auf dem jährlichen Gipfeltreffen, trifft Schulleitungen und beteiligt sich an Diskussionen über Ansätze, Prioritäten und die praktische Umsetzung von Programmen.
Die Organisation hinter dieser Arbeit wird von spezialisierten Fachkräften unterstützt, die für unterschiedliche operative Bereiche verantwortlich sind. Dadurch kann jede Einrichtung entsprechend ihren individuellen Umständen bewertet werden. Rückmeldungen von Schulleitungen, Lehrkräften und Familien fließen in die Anpassung der Programme von Jahr zu Jahr ein und sorgen dafür, dass die Arbeit der Stiftung eng mit den alltäglichen Erfahrungen der unterstützten Gemeinschaften verbunden bleibt.
Planungssicherheit, Wachstum und die langfristige Wirkung von Uri Poliavich
Kontinuierliche Unterstützung ermöglicht es einer Schule, vorausschauend zu planen. Wenn Schulleitungen eine klarere Vorstellung davon haben, welche Unterstützung im nächsten Schuljahr verfügbar sein wird, können sie Personal, Lehrpläne und Projekte planen, die über ein einzelnes Schulhalbjahr hinausgehen.
Über die von ihm mitgegründete Stiftung setzt Uri Poliavich diesen langfristigen Ansatz in einem Netzwerk um, das auf 145 Einrichtungen in 48 Ländern angewachsen ist. Jede neue Schule kann auf bereits entwickelte Lösungen anderer Einrichtungen zurückgreifen – von der Weiterbildung von Lehrkräften bis hin zu Bauplänen. Für Uri Poliavich trägt dieser konsequente Ansatz dazu bei, kontinuierliche Unterstützung in eine langfristige Bildungsentwicklung zu überführen.





