Die Clubs findest du unter den Terminen.
Hamburg steht in puncto Clubs und Szene sicher an zweiter Stelle gleich nach Berlin. Schon in den 90ern gab es hier eine blühende Szene mit diversen Club. Etwa ein gutes Dutzend House & Techno Clubs ist in Hamburg für den geneigten Tanzbeinschwinger verfügbar. Manche Clubs wie das Front sind schon länger zu, andere wie die Prinzenbar haben mal eben 30 Jahre überlebt. Hamburg hat zudem in puncto Rock & Indie Livemusik eine Menge zu bieten. Diese Szene ist im Hamburg weitaus stärker verwurzelt als in Berlin. Außerdem hat Hamburg viele Indie-Helden hervorgebracht hat und sogar ein stadteigenes Genre: Die Hamburger Schule.

Uebel & Gefährlich
- Adresse: Feldstraße 66, 20359 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli (direkt im Bunker)
- U-Bahn: Feldstraße (U3)
- Telefon: 040-31793610
- Mail: info@uebelundgefaehrlich.com
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Indie-Konzerte, Techno, House, Hip-Hop & alles dazwischen
- Öffnungszeiten: Fr/Sa ab 23:59 Uhr (Partys), Konzerte oft ab 20:00 Uhr
Wer im Uebel & Gefährlich feiern will, muss erst mal den Aufstieg im massiven Betonklotz auf dem Heiligengeistfeld überleben. Der vierte Stock ist legendär, auch wenn der Weg dorthin im überfüllten Fahrstuhl oft an ein Experiment über menschliche Geduld erinnert. Aber sobald man oben ist, weiß man, warum dieser Laden regelmäßig zum besten Live-Club Deutschlands gewählt wird: Der Sound im Bunker ist knallhart, die Wände atmen Geschichte und die Dachterrasse bietet einen Ausblick über Hamburg, der selbst den zynischsten Hanseaten kurz verstummen lässt.
Musikalisch ist das Uebel & Gefährlich ein Chamäleon. Hier spielen internationale Indie-Größen und Hype-Bands ihre verschwitzten Konzerte, bevor die Halle um Mitternacht zur elektronischen Spielwiese für die Hamburger Techno-Elite wird. Von Paul Kalkbrenner bis hin zu experimentellen Nischen-Acts – wer hier auf der Bühne steht, hat es geschafft. Der Vibe ist eine Mischung aus rauer Beton-Ästhetik und einer Crowd, die wirklich wegen der Musik kommt und nicht nur, um auf der Reeperbahn gesehen zu werden. Ein absolutes Schwergewicht im Hamburger Nachtleben, das man mindestens einmal im Leben von innen (und von oben) gesehen haben muss.
–english version–
Uebel & Gefährlich is located in a massive World War II flak bunker on the Heiligengeistfeld. Reaching the fourth floor often involves a test of patience while waiting for the elevator, but once you arrive, the payoff is immense. This venue is regularly voted one of Germany’s best live clubs for a reason: the industrial concrete atmosphere, the pristine sound system, and a roof terrace that offers arguably the best view over St. Pauli and the rest of Hamburg.
The club is a musical chameleon. It hosts high-profile indie concerts and international acts during the early hours before transforming into a playground for the city’s electronic scene after midnight. From techno legends like Paul Kalkbrenner to the latest hype bands, the lineup is always top-tier. If you want to experience the raw, unpolished heart of Hamburg’s music scene away from the commercial traps of the Reeperbahn, this bunker is your destination.

Frau Holle
- Adresse: Friedrichstraße 9, 20359 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli (direkt im Kiez-Herz)
- Social: Instagram | Webseite
- Mail: info@clubfrauholle.com
- Sound: House, Deep House & Techno
- Öffnungszeiten: Do ab 22:00, Fr/Sa ab 22:00 bis tief in den Morgen, So ab 08:00 (Afterhour!)
Das Frau Holle ist der Beweis, dass man auf St. Pauli keinen riesigen Betonbunker braucht, um eine stabile Party abzuliefern. In den Räumlichkeiten des ehemaligen „Sound Pauli“ regiert heute ein elektronisches Wohnzimmer-Feeling, das wohltuend weit weg vom sterilen Schickimicki-Gedöns ist. Wer hier reinkommt, sucht keine VIP-Lounge, sondern ehrliche Beats und kalte Drinks in einer Atmosphäre, die sich eher nach einer privaten Kellerparty bei Freunden anfühlt als nach einem anonymen Großraumclub.
Musikalisch bewegt sich der Laden sicher zwischen treibendem House und technoiden Ausflügen. Der absolute USP (Unique Selling Point) sind jedoch die Sonntage: Wenn der Rest der Welt zum Brunch geht oder die letzte Bahn nach Hause nimmt, fängt es bei Frau Holle oft erst richtig an. Die Afterhour-Sessions ab 8 Uhr morgens sind legendär für alle, die das Wochenende bis zum bitteren Ende ausreizen wollen. Klein, fein und genau die richtige Dosis Eskalation für alle, die den Kiez ohne Ohrenbetäubung durch Schlagermusik überleben wollen.
–english version–
Frau Holle is the electronic living room of St. Pauli. Located in the premises of the former „Sound Pauli,“ this club offers an intimate atmosphere that feels more like a private basement party than a commercial venue. No VIP lounges, no nonsense—just solid house and techno beats and cold drinks.
The musical focus stays strictly electronic, ranging from deep house to driving techno. But the real standout feature is the Sunday morning schedule: while the rest of the world is heading to brunch, Frau Holle kicks off its legendary afterhour sessions at 8:00 AM. It’s the go-to spot for those who refuse to let the weekend end and want to keep dancing until well into Sunday afternoon. Small, cozy, and the perfect escape from the mainstream madness of the Reeperbahn.

Fundbureau
- Adresse: Altländer Straße 11, 20095 Hamburg
- Bezirk: Hammerbrook / Altstadt (in den Kasematten)
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Techno, Electro, Hip-Hop, FLINTA* Open Decks & Subkultur
- Öffnungszeiten: Fr/Sa ab 23:59 Uhr, Konzerte & Specials oft früher
Man kriegt das Fundbureau vielleicht von der Sternbrücke weg, aber man kriegt die Subkultur nicht aus dem Fundbureau. Nach dem erzwungenen Exil unter den ratternden Zügen hat der Laden in den Kasematten an der Altländer Straße 11 eine neue Heimat gefunden. Wer befürchtet hat, dass das Fundbureau jetzt zum sterilen Hochglanz-Schuppen mutiert, nur weil es näher an die Innenstadt gerückt ist, kann aufatmen: Der Vibe ist immer noch angenehm unpoliert, der Bass drückt genauso fies und die Crowd ist dieselbe bunte Mischung aus Techno-Heads, Bass-Liebhabern und Leuten, die einfach nur dem Einheitsbrei der Reeperbahn entfliehen wollen.
Das Programm bleibt eine Wundertüte: Von harten Clubnächten mit FLINTA*-Fokus über Hip-Hop-Sessions bis hin zu den legendären Flohmärkten wird hier alles durchgezogen, was Hamburgs alternative Seele am Atmen hält. Sicher, die romantische Industrieruine an der Brücke fehlt, aber dafür muss man sich jetzt keine Sorgen mehr machen, dass einem beim Tanzen der Betonstaub der Deutschen Bahn in den Drink rieselt. Das Fundbureau ist ein Überlebenskünstler – und im Jahr 2026 relevanter denn je.
–english version–
You can move the Fundbureau away from the Sternbrücke, but you can’t take the subculture out of it. After being forced out of its long-time home under the rattling train tracks, the club found sanctuary at Altländer Straße 11. For those who feared it would turn into a sterile, high-gloss venue just because it moved closer to the city center: breathe easy. The vibe is still refreshingly unpolished, the bass is just as heavy, and the crowd remains the same eclectic mix of techno heads, bass lovers, and people looking to escape the commercial traps of the Reeperbahn.
The lineup remains a lucky bag of subculture: from hard club nights with a FLINTA* focus to hip-hop sessions and legendary flea markets. Sure, the romantic industrial ruin of the bridge is gone, but at least you don’t have to worry about railway dust falling into your drink anymore. The Fundbureau is a survivor—and in 2026, it’s more vital than ever.


Baalsaal
- Adresse: Reeperbahn 25, 20359 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli (mitten im Wahnsinn)
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: TechHouse, Deep House & Underground Techno
- Öffnungszeiten: Freitag und Samstag ab 23:00 Uhr
Der Baalsaal ist die dunkle, gut sortierte Schatzkammer direkt an der Reeperbahn. Während draußen die Touristenmassen mit ihren Junggesellenabschieden um die Wette grölen, steigt man hier ein paar Stufen hinab in einen Keller, der sich ganz dem gepflegten Underground-Sound verschrieben hat. Bekannt geworden als Homebase des Labels „Jeudi“, steht der Club für einen TechHouse-Sound, der deutlich mehr Klasse hat als das übliche Kiez-Gestampfe. (Der Club hat mittlerweile sogar einen „Brudi“ in Lima (Peru) – falls man mal TechHouse mit Anden-Panorama statt Kiez-Muff braucht.)
Hier trifft sich eine Crowd, die sich zwischen Hipster-Attitüde und echtem Musik-Nerdtum bewegt. Ja, man sieht hier gelegentlich Leute, die ihr Outfit wichtiger finden als den Bass, aber sobald die Künstler (wie etwa Doctor Dru) an den Reglern drehen, rückt das Styling ohnehin in den Hintergrund. Der Vibe ist intim, schummrig und angenehm fokussiert. Wer auf der Suche nach elektronischer Musik mit Anspruch ist und dabei nicht den Kiez verlassen möchte, ist im Baalsaal genau richtig aufgehoben. Ein solider Fels in der Brandung des Amüsierviertels.
–english version–
Baalsaal is the dark, well-curated treasure chamber right on the Reeperbahn. While tourist crowds outside are busy screaming their heads off at stag parties, you descend a few steps into a basement dedicated entirely to sophisticated underground sounds. Famously known as the home base for the „Jeudi“ label, the club represents a TechHouse sound with significantly more class than your typical Kiez stomping.
The crowd here is a mix of hipster attitude and genuine music nerdery. Sure, you’ll occasionally spot people who value their outfit more than the bass, but once artists like Doctor Dru take over the decks, the styling becomes secondary anyway. The vibe is intimate, dimly lit, and pleasantly focused. If you’re looking for high-quality electronic music without leaving the Reeperbahn, Baalsaal is exactly where you belong. A solid anchor in the middle of the entertainment district.

Südpol
- Adresse: Süderstraße 112, 20537 Hamburg
- Bezirk: Hammerbrook (zwischen Baustellen und Kanälen)
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Techno (Unten), House & Downtempo (Oben), ab und zu Punk & Kino
- Öffnungszeiten: Fr/Sa ab Mitternacht bis Montagfrüh (wenn sie Bock haben)
Der Südpol ist im Grunde das, was passiert, wenn man eine Gruppe Idealisten, einen Haufen schwarzen Beton und eine ordentliche Portion Bass in einen alten Betriebshof der Wasserwerke steckt und hofft, dass die Stadtverwaltung wegsieht. Und die die letzte Bastion für alle, die das Zeitgefühl am Eingang abgeben wollen. Gelegen auf einem ehemaligen Betriebshof der Hamburger Wasserwerke in der Süderstraße, ist der Laden heute von Baustellen umzingelt. Das Gelände befindet sich im zukünftigen Park am Hochwasserbassin, es wird also drumherum ordentlich betoniert, während drinnen der Bass den Staub von den Wänden drückt. Betrieben wird das Ganze vom Verein „Kulturelles Neuland“, was schon andeutet, dass man hier mehr will als nur teure Drinks verkaufen.
Das Programm ist eine herrlich unangepasste Mischung: Von wöchentlichen Techno-Partys über Queer- und Downtempo-Events bis hin zu Punk-Konzerten und Kino ist alles dabei. Das Gebäude teilt sich in zwei Welten: „Unten“, ein dunkler, kompromissloser Hauptraum für Techno-Exzesse, und „Oben“ im Obergeschoss, wo es mit House und alternativer Elektronik etwas luftiger zugeht – auch wenn die Musikpolitik in beiden Räumen angenehm offen bleibt. Wenn du im Sommer kommst, bietet der offene Innenhof genug Platz, um die Sonne zu genießen, während du dich fragst, ob es wirklich schon Sonntagabend ist. Wer hier strandet, bleibt meistens länger als geplant. Die Partys dauern gerne mal bis zu 48 Stunden.
–english version–
Südpol is the ultimate destination for those looking to lose their sense of time. Located in a former waterworks depot on Süderstraße, the club is currently surrounded by construction as the area is being transformed into a future park. Run by the „Kulturelles Neuland“ association, the venue is a hub for subculture, offering everything from weekly techno nights and queer events to punk concerts and independent cinema.
The club features two distinct areas: „Unten“ (Downstairs), a dark main room dedicated to heavy techno, and „Oben“ (Upstairs), where you’ll find house and alternative electronic sounds—though both floors maintain a refreshingly open music policy. In the summer, the spacious courtyard is the perfect spot to soak up the sun during one of their legendary marathons. With parties lasting anywhere from 9 to 48 hours, Südpol is where you go when you’re not planning on coming home anytime soon.

PAL (Phase Alternating Lines)
- Adresse: Mineralienweg 4, 22525 Hamburg (Geplanter Standort)
- Bezirk: Eidelstedt / Stellingen
- Social: Instagram | Webseite
- Status: Opening kurzfristig untersagt (Stand: März 2026)
- Sound: Eigentlich Techno & House – aktuell nur das Rauschen der Aktenordner.
Das PAL liefert gerade die traurigste Performance der Hamburger Clubgeschichte ab – und das ohne eigenes Verschulden. Nachdem man den Fans zwei Jahre lang den Mund wässrig gemacht hat, wurde das Opening am neuen Standort im Mineralienweg am 16. März 2026 buchstäblich in letzter Minute abgesagt. Während die Community schon die Tanzschuhe poliert hatte, schoben die Behörden (Bezirksamt/Brandschutz) wohl den Riegel vor. Aktuell steht das PAL im digitalen und physischen Limbo. Niemand weiß, wann – oder ob – der Mineralienweg jemals die Türen öffnen darf. Wer jetzt hinfährt, findet nichts als eine verschlossene Werkshalle und die Trümmer einer großen Hoffnung. Die Hamburger Clubszene hat damit ein weiteres Mahnmal für die Unfähigkeit der Stadtverwaltung, Subkultur eine echte Heimat zu bieten. Das PAL bleibt ein Phantom – Phase Alternating Lines, bei denen die Farben gerade komplett schwarz-weiß sind.
OLD
„Liebe Gäste,
aus gegebenem Anlass möchten wir euch heute darüber in Kenntnis setzen, dass sich unsere Ursprungsidee eines idealen Clubs, aus verschiedenen Gründen am jetzigen Ort in Zukunft nicht mehr umsetzen lässt. Dieser Schritt bedeutet, dass das [PAL] am 01.01.2024 in der Karolinenstraße 45 für immer schließt und wir uns auf die Suche nach einem neuen Austragungsort machen. No worries, wir werden wie in den letzten 9 Jahren zuvor gemeinsam den Monat Dezember ausschweifend zelebrieren. [PAL] ends here – but not forever!„
Am Rand des Karoviertel beherbergt ein alter Backsteinbau das PAL. Events: Von Freitagnacht bis Sonntagabend auf zwei Floors. Kosten: Zwischen zehn und 15 Euro. Eröffnet hat das PAL 2014 im ehemaligen Umspannwerk Karoline. PAL steht übrigens für Phase Alternating Lines und ist ein Verfahren zur Farbübertragung beim analogen Fernsehen. Zusammen mit dem Pudel ist der Laden in den letzten Jahren ein Aushängeschild für elektronische Clubmusik. Und seit 2020 hat der PAL Club mit LAP Records sogar ein eigenes Label am Start.


MS Stubnitz
- Adresse: Baakenhöft / Kirchenpauerkai, 20457 Hamburg
- Bezirk: HafenCity
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Industrial, Experimental, Noise, Dark Techno & Bass Music.
- Vibe: 80 Meter rostiger Stahl, industrielle Kälte und die beste Akustik der Welt.
Die MS Stubnitz ist ein ehemaliges DDR-Kühlschiff und wahrscheinlich das massivste Stück Kultur, das Hamburg zu bieten hat. Festgemacht in der sterilen HafenCity, wirkt dieses rostige Ungetüm wie ein Alien aus einer besseren, lauteren Welt. Wer hier in den Bauch des Schiffes hinabsteigt, landet in einer Kathedrale aus Stahl.
Hier gibt es keinen Firlefanz. Wenn auf der Stubnitz ein Bass droppt, dann vibriert das Metall so hart, dass du dein Frühstück vom Vortag wieder spürst. Es ist kalt, es ist laut und es ist verdammt ehrlich. Die Stubnitz kämpft jedes Jahr ums Überleben und gegen den Rost, aber wer einmal ein Konzert in diesen Laderäumen erlebt hat, weiß, dass kein Betonbau der Welt diese Atmosphäre schlagen kann. Ein Industriedenkmal, das glücklicherweise noch immer Krach macht.
–english version–
The MS Stubnitz is an 80-meter-long former GDR refrigeration ship that serves as a floating industrial venue. Moored in the sleek HafenCity, this rusty behemoth is a sanctuary for experimental music, dark techno, and heavy bass. The acoustics inside the steel hulls are legendary, turning every beat into a physical experience. It’s raw, cold, and monumental—the ultimate antithesis to Hamburg’s polished waterfront developments.

Bahnhof Pauli / Club Tranzit
- Adresse: Spielbudenplatz 21-22, 20359 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli (unter dem leuchtenden Klubhaus)
- Social: Instagram (Bahnhof) | Instagram (Tranzit) | Webseite
- Sound: Techno, Tech-House (als Tranzit) / Indie, Rock & Konzerte (als Bahnhof)
- Kapazität: ca. 400 Personen
Der Bahnhof Pauli ist das Chamäleon am Spielbudenplatz. Das Klubhaus St. Pauli am Spielbudenplatz wurde 2015 zum Start des zehnten Reeperbahn Festivals eingeweiht. Der Laden sieht auf 350 Quadratmetern exakt so aus, wie ein Hamburger S-Bahnhof aussehen würde, wenn die Stadtreinigung dort seit drei Jahrzehnten nicht mehr feucht durchgewischt hätte: Kahler Beton, weiße Kacheln und offen liegende Rohre.
Damit die Techno-Crowd nicht denkt, sie müsste hier zwischen Indie-Konzerten und Firmenfeiern schunkeln, hat der Laden ein zweites Gesicht: Club Tranzit. Unter diesem Namen wird das „geheime Vergnügen“ mit „tiefen Beats“ vermarktet. Es ist ein klassischer Marketing-Trick für Leute, die einen Clubnamen brauchen, den sie ihren Eltern nicht erklären können. Wenn Tranzit draufsteht, wird der Fokus komplett auf den Underground-Vibe geschoben – weniger Licht, mehr Nebel, härterer Bass. Mit Platz für 400 Leute ist es die perfekte Endstation für alle, die auf dem Kiez den letzten Funken Niveau gegen ehrlichen Keller-Techno eintauschen wollen.
–english version–
Bahnhof Pauli is the Jekyll and Hyde of Spielbudenplatz. Opened in 2015 in the basement of the Klubhaus St. Pauli, the 350-square-meter space looks exactly like a Hamburg S-Bahn station would if the cleaning crew had gone on strike decades ago: bare concrete, white tiles, and exposed industrial pipes.
To ensure the techno crowd doesn’t feel like they’re accidentally attending an indie gig or a corporate mixer, the venue operates under a second identity: Club Tranzit. This is the „underground“ label used to market „deep beats and secret pleasures.“ It’s a clever branding move for those who want their clubbing to sound a bit more mysterious. When Tranzit takes over, the focus shifts entirely to the strobe lights and heavy bass. With a capacity of 400, it’s the perfect final stop for anyone on the Reeperbahn looking to swap their last shred of dignity for some raw basement techno.

BKI (Blankenese Kiezinternat)
- Adresse: Große Freiheit 10, 22767 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli (mitten im Neon-Dschungel)
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Techno, Minimal, Tech-House & vor allem: Psytrance / Goa
- Publikum: Goa-Heads, Bass-Junkies und Leute, die das „Kiezinternat“ ernst nehmen.
Das BKI ist ein Überlebenskünstler. Dass sich ein Club mit diesem speziellen Sound-Profil so lange auf der Großen Freiheit hält – einer Straße, die sonst eher für Junggesellenabschiede und schlechte Schlager-Cover bekannt ist – grenzt an ein Wunder. Der Laden ist klein, intim und oft so vernebelt, dass man die Hand vor Augen nicht sieht, was bei manchen Goa-Outfits vielleicht auch besser so ist.
Besonders am Freitag und Samstag wird hier scharf geschossen: Wer auf Psytrance und treibenden Techno steht, findet hier seine Zuflucht. Das Interieur ist funktional-düster, die Anlage drückt ordentlich und das Personal hat die nötige Kiez-Resilienz. Es ist einer der wenigen Orte auf St. Pauli, an dem die Musik noch wichtiger ist als die Farbe der LED-Leisten an der Fassade. Wer keine Angst vor Schweißperlen an der Decke und 145 BPM hat, ist im „Internat“ bestens aufgehoben.
–english version–
If the name „Blankenese Kiezinternat“ makes you think of posh villas and sailing shoes, you’ve clearly missed the joke. BKI is the exact opposite: a dark, gloriously gritty basement located right in the middle of the neon chaos of Große Freiheit. While tourists outside choke on overpriced drinks, the bass in here shakes the plaster off the ceiling.
BKI is a survivor. The fact that a venue dedicated to Psytrance and Techno has thrived for years on a street otherwise known for bachelor parties and bad Schlager music is nothing short of a miracle. It’s small, intimate, and often so foggy you can’t see your own hand—which, considering some of the neon Goa outfits, might be for the best. If you’re looking for high-energy beats and a raw underground vibe without the Reeperbahn fluff, the „boarding school“ is your place to be.

La Cova
- Adresse: Große Freiheit 27, 20359 Hamburg
- Bezirk: St. Pauli
- S-Bahn: Reeperbahn (S1 / S3 / S5)
- Social: Instagram
- Sound: Hard Techno, Industrial, Schranz & Peak Time
- Vibe: Dark, kinky, industrial. Ein Keller, der keine Gefangenen macht.
Das La Cova ist das beste Beispiel für die „Berlinerisierung“ des Hamburger Kiez-Nachtlebens. Der einstige Latin-Schuppen hat sich komplett gehäutet: Die Palmen-Deko ist im Schredder gelandet und wurde durch nackten Beton, Stroboskop-Gewitter und eine ordentliche Portion Fetisch-Ästhetik ersetzt. In diesem Keller regiert mittlerweile der harte, industrielle Sound, der deine inneren Organe neu sortiert, während du dich im Nebel verlierst.
Besonders spannend: Das La Cova hat sich als feste Adresse für die sex-positive und kinky Techno-Szene etabliert. Bei vielen Events gilt ein strenger Dresscode – wer in Blue Jeans und kariertem Hemd auftaucht, darf direkt wieder umdrehen. Hier sind Harnesses, Leder, Lack oder einfach „weniger ist mehr“ das Gebot der Stunde. „No Photo“-Policies und Awareness-Teams gehören zum Standard, um den Safe-Space-Charakter zu wahren. Es ist eng, es ist heiß und die Decke ist so niedrig, dass man den Schweiß der anderen förmlich spüren kann. Ein kompromissloser Bunker für alle, denen die Reeperbahn-Oberfläche zu glattgebügelt und zu touristisch geworden ist.
–english version–
La Cova has undergone a radical transformation, ditching its Latin roots for the dark, industrial depths of the techno scene. Located in a basement on Große Freiheit, this venue has evolved into a sanctuary for Hard Techno and kinky, sex-positive subcultures. The tropical decor is gone, replaced by raw concrete, intense strobes, and a „No Bullshit“ attitude.
Many events here feature a strict dress code—think leather, latex, harnesses, or just skin. If you show up in casual street wear, don’t expect to get past the door. With a strong focus on „No Photo“ policies and dedicated awareness teams, La Cova offers a safe space for the alternative scene away from the commercial madness of the Reeperbahn. It’s cramped, loud, and unapologetically intense. A true underground bunker for those who prefer their nights dark and heavy.

Edelfettwerk
- Adresse: Schnackenburgallee 202, 22525 Hamburg
- Bezirk: Eidelstedt (Sibirien für Kiez-Gänger)
- S-Bahn: Eidelstedt (S3 / S21 / S5)
- Telefon: 040-54752711
- Mail: info@edelfettwerk.de
- Social: Instagram | Webseite
- Sound: Techno, Goa, Progressive House & gelegentlich Melodic Death Metal
- Öffnungszeiten: Nur zu Events (Check die Webseite oder Insta)
Wer ins Edelfettwerk fährt, hat entweder eine sehr gute Ausrede oder ein sehr teures Taxi-Budget für den Rückweg. Weit draußen in Eidelstedt gelegen, beweist dieses ehemalige Werk für Gas und Raffinationsfett, dass echter Industrie-Charme nicht nur in Berlin-Friedrichshain wohnt. In den riesigen Hallen finden regelmäßig Techno-Gewitter und Goa-Partys statt, bei denen der Bass so heftig drückt, dass man das Fett der 50er Jahre noch aus den Wänden vibrieren hört.
Es ist groß, es ist weitläufig und es ist der perfekte Ort für Leute, denen der Kiez zu eng, zu touristisch und zu durchgestylt geworden ist. Hier gibt es keine VIP-Lounges mit Champagner-Zwang, sondern rohen Beton und genug Platz, um den Verstand (und sein Zeitgefühl) zu verlieren, ohne dass einem direkt ein besoffener Junggesellenabschied das Bier über das Shirt kippt. Wer hier feiert, meint es ernst mit dem Tanzen – oder hat schlichtweg die letzte S-Bahn zurück in die Zivilisation verpasst. Ein ehrliches Relikt der Hamburger Industriegeschichte, das glücklicherweise noch immer ordentlich Krach macht.
–english version–
Edelfettwerk is where industrial history meets modern club culture. Located on the outskirts in Eidelstedt, this former gas and grease factory is the ultimate sanctuary for those who find the city center too cramped and commercialized. The massive halls regularly host heavy-hitting techno nights and psytrance raves, where the bass shakes decades of industrial history right out of the concrete walls.
It’s spacious, raw, and unapologetically unpolished. If you’re partying here, you’re either a dedicated dancer or hopelessly lost on the suburban train lines. Either way, Edelfettwerk offers the kind of freedom you won’t find on the Reeperbahn anymore. There’s enough room to lose yourself in the music without bumping into bachelorette parties every five seconds. A true industrial relic that still knows how to roar.
CLOSED
Waagenbau
- Adresse: Max-Brauer-Allee 204, 22765 Hamburg
- Status: Dauerhaft geschlossen (2024)
- Ära: 2003 – 2024
- Grund: Der „große Wurf“ der Deutschen Bahn – Abriss der Sternbrücke
Über 20 Jahre lang war der Waagenbau das pulsierende, dunkle Herz unter der Hamburger Sternbrücke. Wer hier durch die Tür ging, ließ jeglichen Anspruch auf saubere Luft und trockene Kleidung an der Garderobe ab. Der Club war kein architektonisches Meisterwerk, sondern ein Überlebenskampf aus Backstein und Stahl. Wenn oben die Güterzüge Richtung Altona ratterten, bebte unten nicht nur der Bass, sondern das ganze Gebäude. Das war kein Lärm – das war der Herzschlag von St. Pauli und Altona.
Musikalisch war der Laden eine einzige Provokation für Genre-Puristen: Seit der Eröffnung 2003 weigerte sich der Waagenbau standhaft, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Während andere Clubs sich auf eine einzige Crowd spezialisierten, war hier alles willkommen, was ordentlich Druck im Tieftonbereich hatte.
- Techno & Tech House: Die dunklen Nächte, in denen man die Hand vor Augen nicht sah.
- Drum ’n‘ Bass & Jungle: Hier flogen die Haare und die Schweißperlen im Sekundentakt.
- Trap, Reggae & Hip-Hop: Legendäre Partyreihen wie „Crucial Vibes“ machten den Waagenbau zur Bastion für alle, die Gitarren für ein Gerücht hielten.
Das Ende einer Ära: 2024 war dann Schluss mit dem industriellen Idyll. Die Deutsche Bahn und die Stadt Hamburg haben entschieden, dass eine monströse neue Brücke wichtiger ist als zwanzig Jahre gewachsene Subkultur. Trotz massiver Proteste („Sternbrücke bleibt!“) rollte die Abrissbirne. Der Waagenbau ist heute ein Mahnmal für die verlogene Kulturpolitik einer Stadt, die sich gerne mit ihren Clubs schmückt, sie aber gnadenlos plattmacht, sobald ein neuer Betonpfeiler im Weg steht.
Ein herber Verlust für alle, die ehrlichen Dreck, faire Preise und ungeschönte Nächte mehr lieben als glattgeleckte Stadtentwicklung.
Klingel Drei (Reeperbahn) CLOSED
Friedrichstraße 36, 20359 Hamburg
In der Klingel 3 wird stramm zu elektronischer Kost getanzt wird. In der Friedrichstraße zwischen dem Hans-Albers-Platz und der Silbersackstraße gelegen weist ein leuchtend gelber Smiley von Weitem deutlich auf die Adresse hin. Also nichts mit geheimen Türcodes. Die Klingel is der „neue“ hippe Ort für die electro-liebenden Tanzhühnchen und man kann’s da echt prima aushalten und shoegazen.
Ego CLOSED seit Sommer 2014
Talstraße 9, St. Pauli
Im Ego kommen Freunde der elektronischen Musik voll auf ihre Kosten, denn das Booking kann was. Acts wie Nicolas Jaar und Anja Schneider sind im Club, der zu einem von Hamburgs Ausgeh-Lieblingen zählt, am Start. Vorteil des kleinen Clubs: Die Enge gibt das Gefühl einer Privat-Party. Im Mekka der Szenegänger wurde leider auch schon Scooter-Frontmann H.P. Baxxter gesichtet, aber was will man machen. Hier läuft House und Techno in allen Spielarten. Öffnungszeiten: Donnerstags bis sonnabends ab 24 Uhr. Eintritt: 8 bis 12 Euro
BaRRock CLOSED seit 2017
Überseering 5-7, 22279 Hamburg.Originell im Shabby-Wohnzimmerstil eingerichtete Institution für Livemusik, Open-Mic-Abende und Jamsessions. Rockliebhaber, die auf Live Musik stehen, kommen im BaRRock in Hamburg ganz auf ihre Kosten. Die Raucherkneipe am Stadtpark im Hamburger Norden hat sich auf Liveauftritte von wechselnden Bands spezialisiert. Doch auch das Mitmachen wird hier großgeschrieben. So steht einmal pro Woche eine Jamsession auf der Tagesordnung. Hier können musikbegeisterte Rockfans ihr Instrument mitbringen und zusammen mit anderen Rockbegeisterten Musik machen. Solokünstler oder Bands erhalten zudem in der Live Session die Möglichkeit, ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen. Dabei ist das Equipment, das für einen gelungenen Auftritt benötigt wird, vorhanden. Auch die open mic Sessions bauen auf dem Prinzip des Mitmachens auf. Diese finden zwei Mal pro Woche statt und bieten Sängerinnen und Sänger die Chance, das Publikum von ihrem Gesangstalent zu überzeugen. Bei stets freiem Eintritt lässt sich so ein Abend in Wohnzimmeratmosphäre und guter Rockmusik im BaRRock optimal ausklingen.
Cobra Bar CLOSED seit 2016
Friedrichstrasse 29, 20359 Hamburg. Die Cobra Bar im Hamburger Viertel St. Pauli bietet Partys und Konzerte für Freunde aller Varianten der Rockmusik. Von Punk, Metal und Indie bis zu Ska, Wave und Rock n Roll wird an mehreren Tagen in der Woche alles geboten. Häufig treten Livebands auf, darunter einige Geheimtipps der Szene. In der Kneipe, wie man sie sich auf dem Kiez vorstellt, herrscht trotz der härteren Musik eine entspannte Atmosphäre. Auf der eher kleinen Tanzfläche feiern unterschiedlichste Menschen zusammen, vom Metalanhänger bis zum Punk oder Indie-Girl. An der Bar werden die Getränke zu zivilen Preisen ausgeschenkt, eine besondere Empfehlung ist der hauseigene Mexikaner. Für alle, die sich am Tischkicker mit anderen messen möchten, werden regelmäßig Turniere veranstaltet. Aber auch an den übrigen Abenden wird man den Kickertisch selten verlassen vorfinden und kann die amtierenden Kickermeister herausfordern. Auf alten Kinosesseln lässt sich mit einem Getränk in der Hand der Abend auf dem Kiez wunderbar abschließen
NeidKlub
Am Anfang der Reeperbahn 25, Hamburg 20359 im Hamburger Stadtviertel St. Pauli befindet sich der Neidklub. Der Eingang ist etwas unscheinbar und versteckt, aber oft durch die lange Schlange vor der Tür zu finden. Der Innenraum ist eher dunkel gehalten, die LED-Anlage an den Wänden sorgt für imposante Lichteffekte und DJs sorgen für die passende musikalische Untermalung. Das Publikum ist jung und bunt gemischt. Im Club kann auf zwei großen Tanzflächen gefeiert werden. Freitags stehen Rap, Hip Hop und Black Music auf dem Programm; Samstagabend kommen alle Anhänger von House, Techno und Electro auf ihre Kosten. An den Plattentellern sind oft bekannte, internationale Größen zu finden. Ein besonderes Highlight ist der Außenbereich mit dem Balkon, von dem aus man die Reeperbahn und den Kiez überblicken kann. Der Name des Clubs ist Programm, denn neidisch werden die Menschen in der Schlange vor dem Club auf alle, die schon im Innenbereich und der Terrasse am Feiern sind.
The Rock Café
Das The Rock Café in der Silbersackstraße, 20359 Hamburg ist inzwischen ein Kultladen der besonderen Art. Mitten auf St. Pauli in der Silbersackgasse bietet dieser bekannte Raucher-Club von Alban Qoku am Wochenende Rockkonzerte und Partys. Die roten Wände und die Schädelskulpturen am Tresen geben genau das wieder, was der Club sein will und durchaus auch geschafft hat – the best in rock music since 1990! Gespielt werden Gigs von hart bis zart, Blues, sowie Rock und Metal. Jeden Freitag und Samstag wird hier gefeiert, gerockt und Spaß verbreitet. Die anderen Tage der Woche bleibt der Laden zu. Schließlich müssen sich alle mal erholen. 2015 hat The Rock Café in Hamburg den 5. Club Award in der Kategorie Bester neuer Club gewonnen. Und beim Zuschauervoting in der Kategorie „Euer Lieblings-Club“ gab es den zweiten Preis. Wenn das nichts ist! Der Kühlschrank ist voll, die Mucke läuft!
Tunnel Club
Ehemalige Adresse: Seilerstraße 48, 20359 Hamburg
Aktuelle Form: Wanderzirkus / Event-Reihe in den Docks & der Prinzenbar
Sound: Hardstyle, Hardcore, Hard Trance
Der Tunnel Club war über Jahrzehnte das gallische Dorf der Hardcore-Techno-Szene auf St. Pauli. Wer hier reinging, unterschrieb am Eingang eine Verzichtserklärung für sein Gehör und jeglichen musikalischen Anspruch jenseits der 150 BPM. Doch die bittere Realität von 2026 zeigt: Ein legendärer Name allein zahlt keine Miete und saniert keine baufälligen Bunker. Nachdem der Laden in der Seilerstraße im Mai 2023 aufgrund massiver Brandschutzmängel und baulicher Defizite den Stecker ziehen musste, ist der „Tunnel“ nur noch eine Marke ohne Mauern. Dass Resident Advisor den Laden bereits seit 2020 ignoriert, war das erste Anzeichen für den klinischen Tod. Während die Welt sich weitergedreht hat, blieb der Tunnel in einer Zeitschleife aus 90er-Jahre-Schranz und Tunnel-Bomberjacken hängen. Heute existiert das „Beben“ nur noch als monatliches Nostalgie-Event in den Docks. Es ist die Endstation für eine Marke, die den Absprung vom Underground ins Jetzt verpasst hat. Wer heute „Tunnel“ sucht, findet keine dunkle Höhle mehr, sondern nur noch eine Ü40-Party im kommerziellen Umfeld des Spielbudenplatzes. Der Bunker ist dicht, das Licht ist aus – der Tunnel ist Geschichte.
Volt
Adresse: Karolinenstraße 45, 20357 Hamburg
Dauerhaft geschlossen (seit Anfang 2024) Dass Volt war jahrelang die etwas „rohere“ Ergänzung zum PAL im selben Gebäude-Komplex. Während man nebenan oft den technoiden Perfektionismus zelebrierte, war das Volt der Ort für die dunkleren, ungeschliffenen Nächte. Mit dem Auszug des PAL am 01.01.2024 wurde auch für das Volt der Stecker gezogen. Das alte Umspannwerk Karoline hat damit seine Ära als elektronisches Epizentrum Hamburgs endgültig beendet.Bekannt für kompromisslosen Techno und eine düstere, industrielle Atmosphäre.Beherbergte regelmäßig lokale Kollektive und bot eine Plattform für den Hamburger Underground.Die Räumlichkeiten werden nun anderen Nutzungen zugeführt; eine Rückkehr des Konzepts an diesem Ort ist ausgeschlossen.
Headcrash
Adresse: Hamburger Berg 13, 22767 Hamburg
Status: Dauerhaft geschlossen (seit Dezember 2024)
Grund: Nicht verlängerter Mietvertrag / Kündigung durch den Vermieter.
Das Headcrash hat seinen letzten Drop hinter sich. Im Dezember 2024 wurde der Stecker in der Hardcore-Zentrale auf dem Hamburger Berg endgültig gezogen. Wo früher auf zwei Floors Metal, Punk-Rock und 90er-Crossover die Wände zum Schwitzen brachten, herrscht jetzt die kalte Stille der Immobilienverwertung. Trotz massiver Proteste und der Bedeutung für die alternative Szene gab es kein Pardon: Der Mietvertrag wurde nicht verlängert. Damit verliert St. Pauli nicht nur einen „kuschligen“ Konzertsaal, sondern ein Stück Identität. Wer heute am Hamburger Berg 13 vorbeiläuft, findet keine rot beleuchtete Bar mehr, sondern nur noch die Erinnerung an verschwitzte Nächte und pfeifende Ohren. Das Headcrash ist ein weiteres prominentes Opfer der Gentrifizierung, das zeigt, dass auf dem Kiez bald nur noch Platz für glattgebügelte Touristen-Konzepte ist.