Start BERLIN Sollte die Clubszene Förderung bekommen?

Sollte die Clubszene Förderung bekommen?

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… damit sie nicht aussterben oder sollte das Geld anders angelegt werden?

Tja, Hätte hätte Fahrradkette. Die Summen sind ja bereits ausbezahlt. Die Clubs haben Förderungbekommen und teilweise gar nicht mal so wenig. Erschreckend dabei ist, dass Läden wie das Pearl, diedefinitiv nicht die Bezeichnung Club verdienen, mit einer halben Mille bedacht wurden, während anderewie das About Blank mit weniger als 25.000 nach Hause gingen. Das mag sicher auch daran liegen, dass war hier wirklich nur auf die reinen Zahlen geschaut wurde, sprich die Miete und nicht, wie bei United we Stream, sogenannte weiche Faktoren mit in die Auszahlungssumme einflossen, die ich allerdings auch hinterfragenswert finde. Clubs müssen sich letztlich für nichts entschuldigen, außer
vielleicht schlechte Bookings, kaputte Klos, teures Bier, ätzende Barleute und schlechte Anlagen. Sie haben keinen verdammten Bildungsauftrag und sind in der Regel einfach kleine Unternehmen. Niemand hat einem Club Haltung abzufordern, das wäre zutiefst anmaßend.

Teilweise sind die Fördersummen erstaunlich. Wenn zum Beispiel das Mensch Meier mehr Förderung bekam als der Tresor oder die Else viermal mehr als das Suicide. Natürlich zeigt das nur, dass sie unterschiedlich hohe Betriebskosten angegeben wurden. Warum bereits geschlossene Clubs noch Förderung bekamen, erschließt sich mir allerdings gar nicht. Man könnte sich übrigens den Spaß machen, anhand der Fördersumme und des jeweiligen Eröffnungsjahres zu schauen, ob sich nicht daraus ein höherer Quadratmeter Preis aufgrund späterer Vermietung errechnen ließe.

Müssten Fördersummen nicht auch angepasst werden, für Clubs mit Outdoor Area und ohne, denn Erstere konnten diesen Sommer Gelder generieren, während der Rest nur einstauben und zusehen konnte.

Aber zurück zur Frage: Sollte die Clubszeneförderung bekommen? Ja verdammt noch mal. Aber geht’s nicht mehr darum, ob sie wirklich Kultur ist oder nicht, sondern darum einen Image und Wirtschaftsfaktor für Berlin zu retten. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass sich hier eine Sparte der Berliner Off Kultur zu sehr in den Vordergrund drängt. Was ist mit: gr_und project space, Loophole, An der Autobahn, Atelier Überall, Chausseestraße 131, Donau115, FitzRoy, Jacki O, Nirgendwo, Kleinod, Noize Fabrik, Omas Cafe, Panke, Sounds, Tatwerk, Unicorn Opium Loch, Schlagwerk, Little Stage, BLO-Ateliers oder Schrippe Hawaii?