İÇ İÇE verbindet zeitgenössische anatolische Musik mit postmigrantischen Realitäten – laut, vielfältig und ohne Kompromisse.

Berlin und weitere Städte | März bis November 2026

İÇ İÇE kehrt 2026 gestärkt zurück: Mit neuer Förderung und erweitertem Konzept. Aus dem Festival wird eine bundesweit aktive Plattform, die über das Jahr hinweg an verschiedenen Orten neue anatolische Musik, Performance und Community-Praxis in neue kulturelle Kontexte bringt.
Seit seiner Gründung 2020 steht İÇ İÇE nicht für ein Line-up oder einen festen Ort, sondern für eine Haltung. Das Festival versteht Kultur als kollektiven Prozess und schafft einen zentralen Treffpunkt für (post-)migrantische und queere Perspektiven. Zeitgenössische Formen anatolischer Musik treffen hier auf Diskurs, Performance und kollektive Erfahrung. Sie entstehen aus den sozialen und politischen Realitäten, in denen die beteiligten Künstler*innen leben und arbeiten.


2026 markiert einen entscheidenden Entwicklungsschritt. İÇ İÇE wächst zu einer kontinuierlichen Präsenz, die deutschlandweit Communities zusammenbringt, Räume des Miteinanders schafft und den Diskurs zwischen Pop- und Hochkultur nachhaltig erweitert. Dort, wo kulturelle und soziale Grenzen verlaufen, entstehen neue Allianzen zwischen Community, Szene und etablierten Kulturinstitutionen.

“İÇ İÇE ist aus dem Bedürfnis entstanden, unsere eigene Gegenwart sichtbar und hörbar zu machen. Zeitgenössische anatolische Musik begreifen wir dabei nicht als Herkunftssymbol, sondern als lebendige Praxis, die von Mi ische anatolische Musik begreifen wir dabei nicht als Herkunftssymbol, sondern als lebendige Praxis, die von Migration, Queerness und Alltagserfahrungen getragen und ständig neu geprägt wird. Die kuratorische Arbeit und die Weiterentwicklung zu einer bundesweit agierenden Plattform sind für mich vor allem Beziehungsarbeit – zwischen Künstler*innen, Institutionen und Communities”, erklärt Melissa Kolukisagil, Festivalgründerin und Künstlerische Leitung von İÇ İÇE.

Programm & Tour 2026

  • 25.03.2026 | İÇ İÇE presents: AySay – Gretchen, Berlin
  • 19.04.2026 | İÇ İÇE x ADIRA: Next LVL – LVL, Berlin
  • 19.06.2026 | BİZ BİZE 2026 – Gropius Bau, Berlin
  • 20.06.2026 | İÇ İÇE 2026 – Festsaal Kreuzberg, Berlin
  • 24.-25.07.2026 | IÇ IÇE – Münchner Kammerspiele, München
  • 22.08.2026 | IÇ IÇE x ELSE – ELSE, Berlin
  • 05.12.2026 | IÇ IÇE – Karlstorbahnhof, Heidelberg

İÇ İÇE gibt Künstler*innen eine Bühne, deren Biografien, Sprachen und Ästhetiken die postmigrantische Gesellschaft prägen, im etablierten Kulturbetrieb aber oft unterrepräsentiert sind. Die Plattform macht ihre Perspektiven sichtbar und verbindet musikalische Praxis mit politischen und sozialen Fragen der Gegenwart.

In einem gesellschaftlichen Klima, in dem kulturelle Räume unter Druck stehen, politische Debatten die freie kulturelle Produktion beeinflussen und neue Formen der Verständigung dringend notwendig sind, zeigt sich die besondere Relevanz von İÇ İÇE. Die Plattform schafft Räume, in denen künstlerische Positionen, politische Haltungen und kollektive Erfahrungen verhandelt und gemeinsam gefeiert werden.

Luna Ersahin, Sängerin der dänisch-kurdischen Band AySay, äußert sich über die Bedeutung des Festivals: “Als in Dänemark geborene Person und Teil der kurdischen Diaspora wird mir erst richtig bewusst, wie klein sich meine Subkultur anfühlt, wenn ich nach Berlin komme. İÇ İÇE war meine erste Begegnung mit einer großen Vielfalt Menschen, die meinen Hintergrund und meine Geschichte teilen. İÇ İÇE gibt mir das Gefühl, Teil einer größeren kulturellen Bewegung zu sein, die Vorurteile abbauen und zeigen möchte, was es heute bedeutet, Wurzeln in Anatolien zu haben.

Über İÇ İÇE

İÇ İÇE (türkisch für „ineinander verschränkt“ oder „miteinander verwoben“) ist Deutschlands erstes divers positioniertes Festival für neue anatolische Musik. Es steht für hybride Identitäten, die Anerkennung von Mehrfachzugehörigkeiten und das Leben in einer postmigrantischen Gesellschaft. Seit 2020 bringt İÇ İÇE Künstler*innen und Communities zusammen und schafft Räume für Austausch, Sichtbarkeit und Empowerment.