Der Magdalena Club und die Gewalt im Nachtleben

Die Berliner Clubszene darf sich zurecht als eine der friedlichsten überhaupt bezeichnen. Die von elektronischer Musik dominierten Clubs sind selten mal in den Medien in puncto Gewalt und man ist versucht, das durchaus auch wertend zu sehen.

Ärger und Krawall ist da eher bei Hip Hop und Charts angesiedelt. In Berlin werden eher die Türsteher kritisiert, meistens weil man (berechtigterweise) nicht rein gekommen ist, oder das Pech hatte in den Stressmacher Raster (also irgendwie türke/arabermäßig aussehend) zu fallen. Das fällt dann in die Kategorie teilweise berechtigt, aber trifft scheinbar immer mehr junge aufgeklärte Migranten, die überhaupt keinen Bock auf das, in den Medien hochstilisierte Siegel gewaltbereite Gangjungs haben, und schlicht und einfach in Richtung Hipster tendieren.

Manchen Türstehern wurde auch (teilweise berechtigt), das Verticken von Drogen nachgesagt, aber das gehört woanders hin. Das man im Nachtleben auch mal auf die Fresse bekommen kann, nun ja, das ist nichts neues und dem Verfasser auch schon passiert. Das es nun das Magdalena erwischt hat, ist mehr als traurig. Irgendeine Charts Disse im Westen, oder einer dieser Alptraumläden im östlichen Randbezirk wäre nicht weiter dramatisch, nur in der Innenstadt isses schlichtweg Scheiße. Man kann nur hoffen, dass diese Spackos irgendwo aus MeckPomm mal für ein Wochenende hierher verirrt hatten und nie wiederkommen.