Wir fordern Freiflächen für Musik

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DIE INITIATIVE FÜR ERHALT UND SCHAFFUNG KREATIVER FREIRÄUME IN BERLIN UND UMLAND!

Mehr Freiräume für Subkultur

– Zwischennutzung der Immobilien
– Zwischennutzung der Areale
– Aktiver Dialog und Langfristige Integration der Subkultur / der Kreativen in die Entwicklungsgebiete

Trotz fortschreitenden Reurbanisierung/ Modernisierung / Entwicklung zur Business Metropole verfügt Berlin immernoch über zahlreiches Potenziall an ungenutzten Flächen. Vom alten Haus zur kleinen Wiese zum abgesperrten Industriegelände oder einer Fläche die in der Zukunft als Loft darstehen soll. Fakt ist in diesem Zustand bringt es keinem was!!! Die gemeinsame Kooperation und daraus folgende Zwischennutzung der Areale während des Prozesses ihrere Aufwertung stellt eine sowohl für die Inhaber/Immobilienwirtschaft aber vor allem auch für die Kultur deutliche Win-Win-Situation dar. Langfristige Integration der kulturellen Projekte wirkt fördernd auf die Erhaltung von Subkulturen und Einbindung statt dem Auschhluss Kreativer aus den Entwicklungsgebieten.

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Es ist keine neue Erkenntnis, dass Aufwertungsprozesse vor allem innerstädtischer Wohnquartiere oft kulturellen Nutzungen nachfolgen. Denn Kulturprojekte machen viele Gebiete erst interessant für Mittelschichten – und schaffen damit die notwendige Nachfrage für Modernisierungen.
Neu hingegen ist es, dass kulturelle Projekte aktiv in die Entwicklungsstrategien von einzel-nen Immobilien und auch ganzen Gebieten integriert werden. Die Zwischennutzung von Immobilien während des Prozesses ihrer Aufwertung soll aus der Immobilie oder dem Entwicklungsgebiet eine Marke machen; dies wird als „Branding“ bezeichnet. In der öffentlichen Debatte wird diese ‚Zusammenarbeit‘ zwischen Kultur und Immobilienwirtschaft im Allgemeinen als Win-Win-Situation dargestellt, d.h. dass beide Seiten davon profitieren. Systematisch ausgeblendet wird jedoch eine fehlende langfristige Perspektive für die sog. Kreativen und die Auswirkungen auf das Wohnumfeld.

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Berlin verfügt über viele aktuell nicht genutzte Areale. Von der Wiese bis hin zum ausgedienten Industrie-Standort. Sicherlich ist nicht jedes Areal für eine Party, einen Kunst-Kultur-Treffpunkt oder einen Club geeignet. Was spricht denn bitteschön gegen eine grundsätzlich positivere Einstellung der Behörden und/oder Eigentümer gegenüber Aufgeschlossenheit, Kreativität und innovativen kulturschaffenden Menschen, Kollektiven oder Vereinen? Hier verhindert bereits im Vorfeld der bürokratische Akt und konservatives Schubladendenken den Erhalt und die Entwicklung.

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Gegen Ausverkauf, Verdrängung/ Vertreibung von subkultureller Szene

– Problematik der politisch geförderten Gentrifizierung
– Fördert Segregation, Isolation statt Integration
– Und droht die herkömmliche Stadtgesellschaft mit ihren über Jahrzehnte entstehenden subkulutrellen Entwicklung zu sprengen
– Förderung der Spaltung zwischen Reich und Arm

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Die u.a. politisch geförderte Gentrifizierung!!! Jetzt stimmt auch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) Berlin in die Klagemelodie ein. Denn eine letzte, fundamentale Untersuchung des jüngst verstorbenen prominenten Stadtforschers Hartmut Häußermann weist nach, dass „Segregation, Konzentration, Polarisierung“ (so der Titel des zusammen mit den Autoren Jan Dohnke und Antje Seidel-Schulze publizierten Bandes) die herkömmliche Stadtgesellschaft zu sprengen drohen. Danach ist zwar die Arbeitslosigkeit in deutschen Städten insgesamt rückläufig, doch die sozialräumliche Spaltung zwischen Arm und Reich (Segregation) nimmt zu. Schlimme Folge: Insbesondere die Kinderarmut konzentriert sich zunehmend in bestimmten Stadtteilen, nämlich in den Großwohnsiedlungen am Stadtrand. Die Armen, Alten und Ausländer (stadtsoziologisch die drei „A“) werden dorthin vertrieben und ausgelagert, wo die Sozialreformer fälschlich die Zukunft städtischen Wohnens gesehen hatten: in die Großwohnsiedlungen der Fünfziger-/Sechzigerjahre.

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Vielmehr wird von offizieller Seite durch regelrechte Gentrifizierung in alteingesessen Kulturbezirken die Verdrängung der nicht unwichtigen Berliner subkulturellen Szene gefördert. Unabhängig von der traurigen Tatsache der immer weiter auseinanderklappenden Schere zwischen arm und reich müssen sich viele Berliner in den weniger schicken Vierteln der Stadt vom Existenzminimum und weniger finanzieren, kommen so gerade mal über die Runden und sind auf günstige kulturelle Angebote förmlich angewiesen.

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Für Zwischennutzung von öffentlichem Raum

Kultureller Stagnation und Rückentwicklung kann durch die vorübergehende Nutzung von leerstehenden Gebäuden vorgebeugt werden. Durch Zwischennutzung kann dem Verfall der Bausubstanz entgegengewirkt werden. Alles was mit Farbe, Putz und Mörtel später wieder instandgesetzt werden kann muss doch nicht gleichbedeutend mit Zerstörung bzw. wirtschaftlichem Totalschaden sein. Leerstand ist Rückentwicklung und kann nicht im Sinne einer gesunden Stadtpolitik sein. Letzlich entscheiden Wenige über den Einfluss auf Viele. Diese Verantwortung bindet an grundsätzliche Aufgeschlossenheit gegenüber subkulterellen Projekten und deren Initiatoren.

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Gegen Kommerzialisierung von Technokultur

In der Vergangenheit zeigen leider zuviele Beispiele, daß es auch in der subkulturellen Szene selbst einen nicht zu unterschätzenden Erfolgsdruck gibt, der im Allgemeinen durch den wirtschaftlichen Erfolg genährt wird. Ürsprünglich unkommerzlelle Projekte verkommen bei größerem Zulauf zur Geldmachmaschine und deren Kollektive mutieren von kunstlerisch agierenden Interessengemeinschaften zu rein wirtschaftlich konkurrierenden Unternehmen. Zweifelhafte Methoden, nicht nur dem Selbsterhalt sondern auch der Geldvermehrung dienend sind grundsätzlich verachtenswert und könnten in Zukunft durch vemehrte staatliche Zuwendung ganz oder zumindest teilweise verhindert werden.

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