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Die Scheibe hab ich vor ner Woche schon mal als Tipp auf Facebook gepostet. Fetter Wonky-House-Primetime-Hammer vom italienischen Ausnahmeproduzenten Kian T aka Andrea Pedra. Mit seinen Space Tapes bringt er saftige, toskanische Hausmannskost in drei Gängen auf den Plattenteller.

Tja, ich hab mal nachgefragt und kann ne Platte verlosen. Was ihr dafür tun müsst: Wer steckt hinter Paperclip People? Antwort wie immer an: jens@theclubmap.com und im Betreff bitte: „Space is the Place Baby!“

Mit “Space Tapes”schlägt Kian T ein völlig neues Kapitel in seiner Produzentenkarriere auf. Nach zwei Remixen auf Toytronics kommt mit Space Tapes die erste Soloplatte die vollkommen von seinem neuen Sound geprägt ist. Die drei Tracks sind fast schon beispielhaft für das, was in letzter Zeit gerne “Wonky House” genannt wird: Staubige, wobblige, wabernde, völlig unterquantisierte und überkomprimierte GrooveAusfüge durch die blauen Weiten des Vintage Analogsoundhimmels. Unmissverständlich und durchaus gewollt ist dabei die Nähe zum Sound von Labels wie “Box aus Holz”, “Money $ex” oder “Torben”. Sampling and Synthese in perfekter Harmonie…

Kian T (aka Andrea Pedra, Army of Me)lebt und arbeitet in der malerischen ChiantiHügel Mittelitaliens. Der Musikproduzent geht gerne Fische und Snowboarden, begeistert sich für Astrophysik, Raumfahrt, Science Fiction und ist zudem ein leidenschaftlicher Weintrinker und Hobbykoch. Seine musikalische Karriere begannKian Tmit Djing im zarten Alter von 14, ging dann über zu elektronischen Live Acts in den 00er Jahren und landete schliesslich 2008 bei der Studiomusik…Seitdem mutierte er mehr und mehr zum Fanatiker in sachen Vintage Analogequipement, baut Oszilloskope und lötet Platinen um seinem Ziel vom perfekten Sound stück für Stück näher zu kommen. Kian TLässt sich viel Zeit dabei, seine Tracks auszufeilen. Sein Weg Musik zu produzieren ist der der Schnecke, nicht der des Pferdes. In diversen Destillationsschritten raffniert er die Einzelspuren, schleift sie durch seine beiden Boss KM 60 Mischer in Highend Maschinen wie den “Culture Vulture” oder den “Distressor” und wieder zurück in den Rechner. Schmutzige Perfektion ist vielleicht das beste Attribut, mit dem man seinen Sound beschreiben kann.

Kleine Anekdote am Rande: Nachdem wir die Tracks zum Mastering geschickt hatten kam am nächsten Tag eine Mail mit der Antwort : „…die sind doch schon perfekt gemastert, was sollen wir da noch dran machen?“