Neu West Berlin. Interview mit einem der Macher

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Wie lange gibt es NeuWestBerlin?

Das NeuWestBerlin gibt es schon seit 2006. Es lief alles immmer über die Zwischennutzung oder man könnte auch sagen Pop up. Zuerst waren wir in der Chauseestraße beheimat, direkt gegenüber der jetzigen BND Baustelle.

Wie lange werdet Ihr hier noch sein?

Ab Juni 2015 ist an diesem Standort Schlusss, aber wir haben schon etwas neues. Das wäre dann genau ein Jahr gewesen. Was mit dem Haus bald passiert, ist schon auf einer riesigen, die ganze Vorderfront bedeckenden, Werbeplane zu lesen. Es werden natürlich Eigentumswohnungen.

Aus welchen Umfeld kommt Ihr? Seit ihr ein Veranstalterkollektiv, oder gibt es andere Wurzeln?

Wir alle… Jan, Mattias und Patrice kommen aus der Operszene und waren vorher Bühnenbildner. Wir haben in den immer wieder wechselnden Locations großformatige Leinwände = Bühnenbilder ausgestellt. Die Musik und das Colosseum in der Koepenicker Straße sind ebenfalls Zeichen unserer Herkunft.

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Hinterm Haus shat sich in diesem Jahr viel verändert. Was hat es mit den Mauerstücken auf sich?

Das Areal hat sich seitdem sehr verändert. Auf dem vormals leeren Platz hinter dem Haus finden sich nun ca. 30 Mauerstelen und der alte Wachturm vom Potsdamer Platz. Wir kaufen die Mauerstücke weltweit auf, um sie zurück nach Berlin zu bringen.

Wie finanziert Ihr euch?

Das Haus kann als Event Location gemeitet werden. (Berlinale Off Party) und wir haben hier verschiedene Ateliers, sowie Tonstudios. Der Häuserblock, der früher die Stasi beherbergte, bietet jede Menge hochwertige Technik.

Was war die teuerste Anschaffung?

Unsere Kaffeemaschine :-)

Wie steht ihr zum Tacheles?

Die Parallelen sind natürlich da. Aber wir wollen nicht mit dem Tacheles verglichen werden. Wenn dan höchstens mit dem Tacheles zu seinenAnfängen in den 90ern. Es gibt auch keine politische Zugehörigkeit, der wir uns unterwerfen wollen. Es soll nur der „kulturelle Content nach außen getragen werden. Wir wollen den den Spirit des alten Westberlins aufgreifen, das Geschützte, das Freie der alten Mauerstadt vor 1989 und dazu animieren, dass das „neue Berlin seine Möglichkeiten auch nutzt“, was nicht immer heißen muss, in die Illegalität geheimer Clubs abzudriften. Auch legal kann man etwas in dieser Stadt schaffen. Und das elitäre Getue einer ausgrenzenden Tür Politik liegt uns fern.

Apropos Events und Feiern… Gibt in letzter Zeit vermehrt Partys?

Für Party Programm sind mehrere Leute an Board. Das Booking hat vor kurzem übrigens Mijk van Dijk übernommen, der auch im BLN.FM Team beheimat ist.

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