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8 Jahre SUICIDE CIRCUS
09.06. -12.06.2017

Wieder hat sich ein Jahresring im Holz verewigt. 8 Jahre SUICIDE an der Warschauer Strasse werden an diesem Weekend gefeiert. Im Grunde stimmt die Jahreszahl „8“ aber nicht so ganz, denn die bewegte Vergangenheit des Clubs in den 90er Jahren bleibt bei der Rechnung außen vor.

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Der SUICIDE CLUB eröffnete nämlich bereits im jungfräulichen Technozeiten, konkret 1994 und in der Dircksenstrasse. SUICIDE CIRCUS 1.0. Die Clublandschaft war in jenen Tagen extrem spannend, der Osten Berlins bot die vielseitigsten Gebäude für den jungen Sound. Das E-Werk hatte 1993 eröffnet, der Tresor war seit 1991 am Start, der Bunker und natürlich das WMF für die Housefraktion. Der Begriff Techno-City war geboren.

Der Name SUICIDE geht auf die Band „Suicide“ von Alan Vega und Martin Rev zurück.
Diese hatten in bereits in den 70-er Jahren, mit ihrer auf Synthesizer und Drumcomputer reduzierten Musik, die Ursuppe von Minimal Techno angerührt und die Möglichkeiten für die Zukunft aufgezeigt. Residents und regelmäßige Gäste waren derzeit DJ Hell, Rok, Jonzon, Ellen Allien, Rush, Steve Bug, Electric Indigo, Clé, Tanith, Wolle XDP

Das SUICIDE musste im Jahr 1999 schließen; die Gegend um den Hackeschen Markt wurde fein gemacht, das Geld der Investoren hielt Einzug. Die fanden den Underground und die Subkultur ganz klasse, aber bitte mit ordentlicher Rendite. Erst großes Schulterklopfen mit den Betreibern und dann kam die Kündigung des Mietvertrages.

Das SUICIDE schloß, das CASINO kam. Bereits während der Zeit in der Dircksenstrasse, fanden größere Raves unter dem Namen CASINO statt, da das SUICIDE dafür zu klein war. Unter dem Brand CASINO wurden 3 Locations bespielt. Zuletzt am Ostbahnhof neben dem später eröffnenden OSTGUT auf dem Gelände der heutigen Mercedes-Mehrzweckhalle.

Nach dem Aus auf diesem Gelände eröffnete das OSTGUT das BERGHAIN. Die Doppelspitze des CASINO, Ralf vom SUICIDE und sein Partner gingen getrennte Wege. Ralf Brendeler wollte seinen ursprünglichen Club wiederbeleben und nahm sich Zeit, um den perfekten Ort zu finden.

2009 war es dann endlich soweit. Auf dem RAW-Gelände eröffnete SUICUDE CIRCUS 2.0! Diese 8 Jahre werden nun feierlich mit einem fetten Programm begangen! Das heutige SUICIDE hat es geschafft, sich selbst auf dem RAW-Gelände zu individualisieren. Über eine Treppe gelangt der Gast direkt von der Warschauer Strasse in den Club. Nach wie vor ist der SUICIDE CIRCUS somit ein Berliner Club mit einer strengen Türpolitik. 3 lange Tage wird jetzt gefeiert und das Programm wird dem Anlass mehr als gerecht.

 

+++DJ RUSH+++
Rush kommt zum Jubiläum! Die Freude ist groß. Der große scharze Mann mit den feinen Manieren und dem hartem Sound ist einfach der Wunsch-DJ für das Jubiläum gewesen. Er machte es möglich und sein Publikum weiß, dass RUSH immer alles gibt. Isiah Major aus Chicago is in the house! Er selbst nennt seinen Style „Hard Energy“.

+++Aril Brikha+++
Endlich mal Erfreuliches zum Thema Integration. Aril Brikha stammt aus dem Iran und ist in Skandinavien aufgewachsen. Nachdem Derrick May, einer seiner Helden, seinen eigen Track „Groove La Chord“ in Arils Beisein in Chicago auflegte, fasste er sich ein Herz und schickte seine Demos an May’s Label „Transmat“. Auf „Transmat“ erschien 1999 sein Debütalbum „Deeparture In Time“. Seine Remixe für Adam Beyer, Joel Mull und Octave One ehren ihn als international gefeierten Produzenten und DJ.

+++Electric Indigo+++
Susanne kommt auch! Electric Indigo steht seit 30 Jahren an den Decks. Sie ist mittlerweile eine Ikone und hat außerdem „female pressure“ gegründet, um den Girls im Tech-Biz eine lautere Stimme zu geben, die die Damen mehr als verdient haben. Susanne Kirchmayr schaut immer nach vorn und deshalb legt sie das Beste des aktuellen Outputs auf. Die Klassiker bleiben im Regal. Konsequent!

+++Aérea Negrot+++
Andrew Butler und sein queeres Künstlerkollektiv „Hercules And Love Affair“ haben die Housemusic einst wieder einmal neu belebt und mit Electro und Disco angereichert. Ästhetisch inspieriert von der griechischen Mythologie wurde der Überhit „Blind“ ,intoniert von Anthony ( jetzt Anohni), auf jeder Tanzfläche abgefeiert. Aérea Negrot stammt aus Venezuela und strandete über die Stationen Porto, Amsterdam und London in Berlin. Hier stieß sie zu „Hercules & Love Affair“ und bereicherte die Band mit einer expoliven Mischung aus Performane, Sex und Gesang. Durch die Möglichkeit auf Ellen Alliens Bpitch Label eigene Tracks zu veröffentlichen, verließ sie die Band und veröffentlichte 2011 ihr erstes eigenes Album „Arabxilla“. Dieses enthält experimentelle elektronische und abwechslungsreiche abwechslungsreiche Poptracks, verziert mit ihrem facettenreichen Gesang. Hier entwickelt sich eine Diva und ihr Auftritt wird eines der Highlights des Geburtstagsprogramms sein!

+++Jerome Hill+++
Jerome Hill ist ein britischer DJ der ersten Techno-Generation. Bereits seit 1990 steht Jerome an seinen MKII und gilt als Legende der englischen Technoszene. Er gündete diverse Label u.a. Don’t Records, Super Rhythm Trax & Fat Hop. Jerome war bis 2004 immer auch der Plattendealer des Vertrauens für die Szene mit seinen Recordstores Dragon Disc & Trackheads in London. Außerdem hatte er eine wöchentliche Radioshow auf Kool FM. Somit kennt Jerome die DJs aus aller Welt, hat mit allen gespielt und wird im SUICIDE die Kuh durchs Dorf treiben. Funky Tech-Rhythms!

+++Yan Cook+++
Immer wieder Osteuropa. Da werden die Teller vehement gedreht und reichlich Platten produziert. Ein unglaublicher Hunger auf elektronische Musik herrscht dort vor. Das ist leicht verständlich. Yan Cook stammt aus dem Kiew der „Orangen Revolution“, aus der Ukraine. Cook releast und spielt Techno-Tools zwischen Dub und Industrial. Noch in der Entwicklung, ist sein Potential enorm und unverkennbar. Aus der ehemaligen russischen Föderation kommen derzeit ja so einige Talente. Viel Spaß mit Yan Cook.

+++Tanith & Wolle xdp+++
Sie sind die Urgesteine des SUICIDE. Dazu braucht es keine weiteren Erklärungen. Tanithstand schon immer an den Decks, hat nebenbei den Camouflage-Look erfunden und war in den frühen 90-ern neben Sven Väth und Westbam der angesagteste DJ in Germany. Wolle Neugebauer hat mit seinen „Tekknozid“-Parties, den Rave nach Berlin gebracht. Gemeinsam mit Ralf Brendeler betrieb er den „Discount Club“.

DJ Rush (kne’deep, us)
Aril Brikha (art of venegeance)
Yan Cook (live)* (delsin, silent steps, planet rhythm)
Electric Indigo (female:pressure, wien)
Aérea Negrot (live)* (bpitch control)
Stefan Goldmann (macro, perlon, ovum)
Tyree Cooper (jack the box, chicago vinyl, dancemania, chicago, us)
Jerome Hill (don’t, super rhythm trax, kool fm)
d_func. (damage music)
Gebrüder Teichmann (festplatten, noland)
DJ Tanith (suicide)
Wolle XDP (tekknozid, suicide)
Dj Jauche (sonar kollektiv, flaneur, suicide)
Mike Wall (Official Page) (walls, suicide)
SDX (diffuse reality, suicide)
Axiom (crazy language, skizze)
Balas (rituals, werk)
Christian Rütz (remote encolure audio)
Adlas & DJ Ion (krach)
Michael Witte (krach)
Michael Placke (exquisite-berlin, shitlabel)
Lilly Deupré (encore.une.fois / shitlabel)
Cynthia Stern (flexiwave)
Eskubano (your house)
Haito (spagat music)
Jacob Richter (spagat music, suicide)
Mitch (melting point)
Armin (melting point)
Mike Vamp (maertini broes)
Hawkinson (phunkti, wall music, suicide)
DJ MORI (suicide)
J.Fernandes (kne’deep)
Benno Blome (Sender Records , Bar 25 Music)
Empro (Sisyphoss, betriebsfeier)
DJokerDaan (BPitch Berlin, Sommersafari)
SQIM (Play It Down, Arms & Legs)
Dennis Reich (You’re so sweet)
Kevin Bayer (Freudentaumel)
Adonis Wolf ( Bossy Wax – Bossy Records)
ZeitlupenUwe (OpenAir to go)
Robert Deckstar (SC-Friends)