„So schön wie die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Operationstisch“. – Comte de Lautréamont


Das in Berlin ansässige Kollektiv La Tercera Mano wurde im Jahr 2013 gegründet. Ihre künstlerische Praxis umfasst verschiedene Medien wie Text, Kaltnadelradierung, Zeichnung, Ölmalerei, Collage, Installation, Live-Animation, analoge Fotografie und Film und widmet sich in erster Linie der (Wieder-)Belebung verschiedener archivarischer Materialien, Objekte und obsoleter Disziplinen, von anthropologischen Mythen über frühe Diskurse über Wahnsinn und Krankheit bis hin zu den psychoanalytischen Grundlagen der Bourgeoisie.

Inspiriert von historischen Wunderkammern, pataphysischen Entdeckungen, Blasphemie und christlicher Ikonographie, Relikten aus alten Zeiten und Objekten, alchemistischen Halluzinationen, der Schönheit der Anatomie, dem Surrealismus von Svankmajeresk und der Philosophie von Bataille, entführen ihre Kunst und Live-Animationen in das Zwielicht einer morbiden und grotesken, aber ästhetisch ansprechenden Welt.