Es gibt Nachrichten, die tun weh, aber hier können wir direkt helfen. Durch die unerwartete Insolvenz der Konzertkasse KoKa36 sind dem legendären SO36 rund 40.000 Euro an Einnahmen weggebrochen. Wichtig vorab: Die Existenz des Clubs ist nicht bedroht, alle Konzerte finden statt und Gagen werden gezahlt.
Aber das finanzielle Loch trifft ein Projekt, das uns alle angeht: die neue Klimaanlage. Das Geld dafür ist nun weg. Wer schon mal bei einer ausverkauften Show im SO36 war, weiß, dass „Schweiß von der Decke“ dort wörtlich zu nehmen ist. Damit das Team und wir auch im Hochsommer nicht kollabieren, hat der Club ein Crowdfunding auf Startnext gestartet.
Der Tipp: Sichert euch ein Dankeschön und sorgt dafür, dass Kreuzberg cool bleibt – im wahrsten Sinne des Wortes.
👉 Zur Kampagne: startnext.com/so36-cool
Warum ist das passiert?
Der Auslöser war der unerwartete Tod von Christian Raschke, dem Gründer und Inhaber von KoKa36 (Konzertkasse 36). Christian Raschke war eine absolute Institution in Kreuzberg. Er hat den Laden über 30 Jahre lang geführt und war extrem eng mit der Berliner Kultur- und Clubszene vernetzt. Naja und oft sind solche kleinen, inhabergeführten Unternehmen stark von einer einzigen Person abhängig. Wenn diese Person plötzlich wegfällt, kann das Chaos auslösen (z. B. Zugriff auf Konten, laufende Verträge, fehlende Nachfolge). Offenbar gab es keine Möglichkeit, das Geschäft ohne ihn weiterzuführen, was letztlich zur Insolvenzanmeldung am 11. Februar führte.
Wie hängen KoKa36 und das SO36 zusammen?
Die Verbindung ist eine klassische Geschäftsbeziehung zwischen Veranstalter (SO36) und Vorverkaufsstelle (KoKa36), die hier aber besonders eng und freundschaftlich war.
Wenn du ein Ticket bei KoKa36 für ein Konzert im SO36 kaufst, zahlst du das Geld erst einmal an KoKa36. Die Vorverkaufsstelle behält das Geld treuhänderisch und überweist es erst später (oft nach der Veranstaltung oder in regelmäßigen Abrechnungen) an den Club (SO36). Durch die Insolvenz ist das Geld, das KoKa36 bereits eingenommen hat (die erwähnten 40.000 €), Teil der sogenannten „Insolvenzmasse“ geworden. Der Insolvenzverwalter friert alle Gelder ein, um sie später gerecht unter allen Gläubigern aufzuteilen. Das SO36 kommt an dieses Geld aktuell nicht ran (und wird wahrscheinlich nur einen Bruchteil davon irgendwann wiedersehen). Trotzdem müssen sie die Konzerte durchführen, Technik bezahlen und die Gagen an die Bands auszahlen, obwohl die Einnahmen dafür fehlen.
Kurz gesagt: KoKa36 war der „Geldtresor“ für die Ticketverkäufe, und dieser Tresor ist jetzt rechtlich versiegelt, weil der Schlüsselinhaber verstorben ist und die Firma abgewickelt wird.





