Rock & Indie Clubs Berlin

Indieclubs in Berlin – Die letzten ihrer Art?

Das Lido ist – neben dem Astra – eine der letzten echten Hochburgen für Newcomerbands und Indiekonzerte. Beide gehören übrigens, wie das Bi Nuu, denselben Betreibern. Und, Überraschung: Alle drei stehen in Kreuzberg.

Früher war das einfacher sortiert: Gitarren, Grunge, Emo, Punk, Psychobilly – das war der Westen Kreuzbergs. Der Osten? Elektronisch. Basta. Heute? Kreuzberg hat beides. Und Mitte/Prenzlberg? Ausverkauft, ausgehöhlt, ausgebrannt.

Die Liste der gefallenen Clubs liest sich wie ein Nachruf auf eine Ära:
HELSINKI, BASTARD, St. Kilda’s Trips Deli, Mittwoch Club, Knaack, Schmalzwald, Magnet, Icon, Deep, Dazzle, Bassy, White Trash, Hechtclub, Blow Up, NBI.

Tot. Weg. Abgewickelt.

Und doch: Ganz tot ist die Szene nicht. Noch nicht.
Duncker Club? Hält sich wacker.
Roadrunners? Immer noch da, gitarrenlastig und schweißtreibend.
Das White Trash zog 2013 nach Treptow um – um dort zu sterben.
King Kong Club? Dicht.
Bang Bang Club? 2014 im Ex-Schwuz kurz wiederbelebt – auch wieder dicht.
Comet Club? Lag über dem Magnet, wurde zu Musik & Frieden – alles passé. Die Macher betreiben jetzt das Hole 44 in Neukölln.
Chesters? War, ist nicht mehr.
Imperial Club? Erst Indie, dann Elektro, jetzt nix mehr.

Es ist, als würde eine böse Koalition aus senilen Senatsbeamten und gierigen Immobilienhaien gezielt alles plattmachen, was Subkultur ist. Nur: So leicht machen wir’s ihnen nicht.

Denn: Wenn du dein Haupthaar noch schütteln willst, wenn deine Skinny Jeans sich noch nach verschüttetem Bier sehnen, wenn du bei Songs über brennende Cities und “fires out of control” noch lauter wirst – dann geht das hier immer noch. Aber die Vielfalt? Die ist längst mit der letzten Kippe auf der Tanzfläche zerdrückt worden.

Astra Kulturhaus

  • Adresse: Revaler Straße 99 (RAW-Gelände), 10245 Berlin
  • Bezirk: Friedrichshain
  • Verkehrsanbindung: S/U-Bahnhof Warschauer Straße
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Die Allzweckwaffe für Konzerte und Partys auf dem RAW, Currywurst-Stand im Hof
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte oft ab 19:00, Partys meist ab 23:00 Uhr)

Das Astra Kulturhaus auf dem Friedrichshainer RAW-Gelände ist die absolute Allzweckwaffe im Berliner Nachtleben. Wo sonst oft strikte Genre-Grenzen gezogen werden, gibt es hier die volle Breitseite: vom verschwitzten Indie-Rock-Konzert über ausufernde Electro-Swing-Nächte bis hin zu wilden 80er-Jahre-Partys. Genau deshalb ist das Publikum hier extrem bunt gemischt und angenehm unprätentiös. Das Astra punktet nicht mit elitärem Underground-Vibe, sondern mit verlässlicher Infrastruktur: Die Garderoben-Abfertigung läuft zügig, die Toiletten sind absolut in Ordnung und vor dem großen Konzertsaal gibt es genügend Vorräume mit Sitzgelegenheiten zum Durchatmen. Ein echtes Highlight ist der riesige Außenbereich, auf dem man nicht nur rauchen, sondern sich nachts um halb drei auch stilecht eine Currywurst mit Pommes holen kann. Ein grundsolider, stressfreier Laden für laute Nächte bei sehr fairen Getränkepreisen. READ MORE

–english version–

The Astra Kulturhaus on the RAW compound in Friedrichshain is the absolute all-purpose weapon of Berlin’s nightlife. Where strict genre boundaries are often drawn elsewhere, Astra delivers the full spectrum: from sweaty indie rock concerts and sprawling electro-swing nights to wild 80s parties. That’s exactly why the crowd here is extremely mixed and pleasantly unpretentious. Astra scores less with an elitist underground vibe and more with reliable infrastructure: the coat check is fast, the toilets are perfectly fine, and there are plenty of anterooms with seating in front of the main concert hall to catch your breath. A real highlight is the huge outdoor area, where you can not only smoke but also grab a classic Currywurst with fries at half past two in the morning. A rock-solid, stress-free venue for loud nights with very fair drink prices.

Bi Nuu

  • Adresse: U-Bahnhof Schlesisches Tor, 10997 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Schlesisches Tor (direkt im Bahnhofsgebäude!)
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Club buchstäblich im U-Bahnhof, hohe Bühne für Live-Konzerte, Raucherraum im 1. OG
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte oft ab 19:00 Uhr, Partys ab 23:00 Uhr)

Das Bi Nuu ist der absolute Endgegner für alle, die im Berliner Winter keine Lust auf lange Fußwege haben – der Club liegt nämlich buchstäblich direkt im U-Bahnhof Schlesisches Tor. Wo früher das legendäre Kato zu Hause war, wird heute wieder ordentlich aufgedreht (mittlerweile betrieben von der Crew des Festsaal Kreuzberg). Der Laden ist zwar eher kompakt, macht das aber mit einer extrem klugen Raumaufteilung wett: Die Bühne für Live-Bands ist erfreulich hoch gebaut, sodass man auch aus den hinteren Reihen eine perfekte Sicht hat. Musikalisch gibt es hier eine unprätentiöse Mischung aus Indie, Hip-Hop, Metal und Electro-Partys. Wer zwischendurch mal Luft holen (oder paffen) muss, zieht sich einfach in den Raucherraum im ersten Obergeschoss zurück. Ein grundehrlicher, perfekt angebundener Club mitten im Kreuzberger Trubel. READ MORE

–english version–

Bi Nuu is the absolute final boss for anyone who doesn’t want to deal with long walks in the Berlin winter—the club is literally located inside the Schlesisches Tor U-Bahn station. Where the legendary Kato once resided, things are loud again (now operated by the Festsaal Kreuzberg crew). The venue may be on the smaller side, but it makes up for it with an extremely smart layout: the stage for live bands is built quite high, ensuring perfect visibility even from the back rows. Musically, you’ll find an unpretentious mix of indie, hip-hop, metal, and electro parties here. If you need to catch your breath (or have a smoke), just retreat to the smoking room on the first floor. A completely honest, perfectly connected club right in the middle of the Kreuzberg hustle.

Columbia Theater

  • Adresse: Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg / Tempelhof
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Platz der Luftbrücke
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Ehemaliges US-Airforce-Kino (1951) mit Biergarten im Hof, ideal für mittlere Gigs
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (meist Einlass ab 19:00 oder 20:00 Uhr)

Das Columbia Theater direkt am Flughafen Tempelhof ist ein echtes Stück Berliner Nachkriegsgeschichte. 1951 von der US Airforce als Kino für ihre dort stationierten Soldaten gebaut, funktioniert der Laden heute als grundsolide, schnörkellose Konzerthalle. Sobald man drinnen ist, weiß man sofort, woran man ist: Eine ordentlich große Halle mit richtig guter Soundanlage und direkter Sicht auf die Bühne. Die Infrastruktur ist extrem pragmatisch und kundenfreundlich aufgebaut – gleich links am Eingang findet man die Toiletten, die Bar und den direkten Weg raus in den Hof. Dort gibt es nicht nur genug Platz zum Rauchen, sondern ab und zu auch einen Biergarten mit Essen. Ein absolut ehrlicher, perfekt geschnittener Club für 500 bis 700 Personen, der sich komplett auf die Musik konzentriert und jeden unnötigen Hipster-Schnickschnack weglässt.

–english version–

The Columbia Theater, located right by Tempelhof Airport, is a genuine piece of Berlin’s post-war history. Built in 1951 by the US Airforce as a cinema for their stationed soldiers, the venue functions today as a rock-solid, no-frills concert hall. Once inside, you immediately know what you’re getting: a decently sized room with a really good sound system and a direct view of the stage. The infrastructure is extremely pragmatic and crowd-friendly—right to the left of the entrance, you’ll find the toilets, the bar, and the direct path out to the courtyard. Out there, there’s not only plenty of space to smoke but occasionally a beer garden serving food. An absolutely honest, perfectly laid-out club for 500 to 700 people that focuses entirely on the music and skips all the unnecessary hipster frills.

Duncker Club

  • Adresse: Dunckerstraße 64, 10439 Berlin
  • Bezirk: Prenzlauer Berg
  • Verkehrsanbindung: S-Bahnhof Prenzlauer Allee
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Ehemaliger DDR-Jugendclub (bis 1989), intimer Fokus auf Indie & Gothic, gratis Konzerte am Donnerstag
  • Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa meist ab 22:00 Uhr (Donnerstags oft schon eher für die Konzerte)

Der Duncker Club im Prenzlauer Berg ist für die schwarze Szene und Indie-Fans exakt das, was der Tresor für die Techno-Jünger ist – eine absolute Berliner Institution. Wo sich bis zum Mauerfall 1989 ein Jugendclub der DDR befand, wird heute noch immer in schummriger, intimer Atmosphäre für maximal 200 Gäste gefeiert. Hier gibt es keinen Techno-Einheitsbrei, sondern konsequent Indie, Gothic, Alternative und Pop von Live-Bands und DJs. Der wohl passendste Satz über den Laden (und seine Musikauswahl) lautet: „Die Playlisten haben dringend ein Update verdient, aber irgendwie auch der Duncker.“ Genau das macht den rohen Charme aus: Hier ist nichts glattgebügelt, die Zeit ist ein wenig stehen geblieben und der Club trotzt hartnäckig dem durchgentrifizierten Kiez drumherum. Ein massives Highlight sind die kostenlosen Konzerte jeden Donnerstag mit anschließender Aftershow-Party. READ MORE

–english version–

The Duncker Club in Prenzlauer Berg is to the gothic and indie scene exactly what Tresor is to techno—an absolute Berlin institution. Housed in what was a GDR youth club until the fall of the Berlin Wall in 1989, this intimate space for a maximum of 200 guests still offers a dark, cozy atmosphere. You won’t find standard techno here; instead, the focus is strictly on indie, gothic, alternative, and pop from live bands and DJs. The most fitting sentence to describe the venue (and its music selection) is: „The playlists desperately deserve an update, but somehow so does the Duncker.“ That’s exactly its raw charm: nothing is polished, time seems to have stood still a bit, and the club stubbornly defies the highly gentrified neighborhood around it. A massive highlight are the free concerts every Thursday, followed by an after-show party.

Festsaal Kreuzberg

  • Adresse: Am Flutgraben 2, 12435 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg / Treptow (direkt im Grenzgebiet)
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Schlesisches Tor oder S-Bahnhof Treptower Park
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Große Multifunktionshalle (400 bis 1000 Leute) mit hauseigenem Restaurant und grünem Bambus-Biergarten
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte meist ab 19:00 Uhr, Partys ab 23:00 Uhr)

Der Festsaal Kreuzberg (der nach seinem Brand am Kotti mittlerweile auf der Treptower Seite am Flutgraben residiert) ist ein echtes Schwergewicht für Live-Musik und Clubnächte. Der große Mainfloor fasst zwischen 400 und 1000 Leute und hat den unaufgeregten, rohen Charme einer industriellen Multifunktionshalle. Hier gibt es keine strengen Genre-Grenzen: Das Booking liefert regelmäßig richtig starke Konzerte und reicht nachts nahtlos an diverse Partys von treibendem Techno bis hin zu Funk weiter. Das absolute Highlight der Location ist aber der Außenbereich. Der dazugehörige Biergarten ist ein unfassbar schöner, grüner Bambus-Dschungel, in dem man im Sommer vor dem Gig oder mitten in der Nacht perfekt durchatmen kann. Zusammen mit dem hauseigenen Restaurant ist der Festsaal ein extrem runder, perfekt organisierter Laden ohne aufgesetztes Szene-Gehabe. READ MORE

–english version–

Festsaal Kreuzberg (which, following the fire at Kotti, now actually resides on the Treptow side at the Flutgraben) is a true heavyweight for live music and club nights. The large main room holds between 400 and 1000 people and possesses the calm, raw charm of an industrial multifunctional hall. There are no strict genre boundaries here: the booking regularly delivers really strong concerts and seamlessly transitions into various parties ranging from driving techno to funk at night. The absolute highlight of the venue, however, is the outdoor area. The accompanying beer garden is an incredibly beautiful, green bamboo jungle, perfect for catching your breath before a gig or in the middle of the night during the summer. Together with the in-house restaurant, Festsaal is an extremely well-rounded, perfectly organized venue without any artificial scene posturing.

Lido Berlin

  • Adresse: Cuvrystraße 7, 10997 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Schlesisches Tor
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Kreuzbergs Rock-Wohnzimmer im ehemaligen 50er-Jahre-Kino, Fokus auf Indie bis Grindcore
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte meist Einlass ab 19:00 oder 20:00 Uhr, Partys ab 23:30 Uhr)

Das Lido mitten im Kreuzberger Wrangelkiez (direkt an der Ecke Cuvry- und Schlesische Straße) ist sowas wie die alte, gut durchgesessene Rock-Wohnzimmercouch der Stadt. Wer hier reinkommt, weiß genau, was ihn erwartet: Das Lido ist eine der verlässlichsten und besten Adressen Berlins für ehrliche Gitarrenmusik – von Indie und Pop über Alternative und Rock bis hin zu extremen Nischen wie Death Metal und Grindcore. Der Club, der in einem charmant abgerockten Kino aus den 50er Jahren beheimatet ist, pflegt sein underground-affines Image völlig unaufgeregt und ohne aufgesetztes Szene-Gehabe. Das schlägt sich glücklicherweise auch in den erfreulich moderaten Ticketpreisen nieder. Hier schwitzt man vor einer gut einsehbaren Bühne gemeinsam für die Musik, trinkt sein Bier im Innenhof und vergisst den ganzen durchgestylten Berliner Techno-Zirkus einfach mal für einen Abend komplett. READ MORE

–english version–

The Lido, right in the middle of Kreuzberg’s Wrangelkiez (at the corner of Cuvry and Schlesische Straße), is like the city’s old, well-worn rock living room couch. Anyone who walks in here knows exactly what to expect: Lido is one of the most reliable and best spots in Berlin for honest guitar music—from indie and pop to alternative, rock, and even extreme niches like death metal and grindcore. Housed in a charmingly run-down former 1950s cinema, the club maintains its underground-affiliated image completely effortlessly and without any artificial scene posturing. Fortunately, this is also reflected in the very moderate ticket prices. Here, you sweat together for the music in front of a stage with great visibility, drink your beer in the courtyard, and completely forget about the highly stylized Berlin techno circus for an entire evening.

Little Stage

  • Adresse: Jonasstraße 1, 12053 Berlin
  • Bezirk: Neukölln
  • Verkehrsanbindung: S/U-Bahnhof Neukölln
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Intimes Wohnzimmer mit offener Bühne für Jam-Sessions und Comedy
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Programm (meist abends zu den jeweiligen Shows)

Das Little Stage in der Neuköllner Jonasstraße trägt seinen Namen völlig zu Recht. Wer hier einen klassischen Club mit treibenden Bässen und Türsteher-Drama erwartet, ist definitiv falsch abgebogen. Die Location ist vielmehr ein extrem gemütliches, intimes Wohnzimmer mit einer kleinen Bühne, auf der sich die echte lokale Subkultur austobt. Statt stundenlangen DJ-Sets stehen hier kleine, handgemachte Live-Konzerte, offene Jam-Sessions, Open-Mic-Abende und Stand-up-Comedy auf dem Programm. Es ist der perfekte, unprätentiöse Kiez-Spot, um abseits des großen Szene-Trubels neue Talente zu entdecken oder einfach bei einem entspannten Bier der Live-Musik zuzuhören. Eine ehrliche, kleine Bühne für richtig gute Geschichten. READ MORE

–english version–

The Little Stage on Neukölln’s Jonasstraße absolutely lives up to its name. If you’re expecting a classic club with driving bass and bouncer drama, you’ve definitely taken a wrong turn. Instead, the venue is a highly cozy, intimate living room with a small stage where genuine local subculture runs wild. Instead of hours-long DJ sets, the program features small, handmade live concerts, open jam sessions, open mic nights, and stand-up comedy. It’s the perfect, unpretentious neighborhood spot to discover new talent away from the big scene hustle, or to simply listen to live music over a relaxed beer. An honest, small stage for really good stories.

L.U.X.

  • Adresse: Schlesische Straße 41, 10997 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Schlesisches Tor
  • Social: Instagram
  • Besonderheit: Perfekter Bar-Club-Hybrid in einer ehemaligen Industriehalle
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (meist ab 22:00 oder 23:00 Uhr)

Das L.U.X. – was ironischerweise für „leiseste Unterhaltung Xberg“ steht – ist ein extrem gelungener Crossover aus entspannter Bar und intimem Club. Direkt am Schlesischen Tor gelegen, punktet der Laden vor allem durch seine rohe Architektur in einer ehemaligen Industriehalle. Wer keine Lust auf massive Mega-Clubs hat, findet hier genau die richtige Zwischengröße. Man kann völlig entspannt an der Bar in den Abend starten und später nahtlos auf den Dancefloor wechseln. Die direkte Nachbarschaft zu anderen Institutionen wie dem Lido oder dem Bi Nuu macht das L.U.X. zum perfekten Ankerpunkt für eine ausgedehnte Kreuzberg-Nacht ohne elitäres Szene-Drama und künstlichen Hype. READ MORE

–english version–

L.U.X.—which ironically stands for „quietest entertainment Xberg“ (leiseste Unterhaltung Xberg)—is an extremely successful crossover between a relaxed bar and an intimate club. Located right at Schlesisches Tor, the venue scores heavily with its raw architecture inside a former industrial hall. If you’re not in the mood for massive mega-clubs, you’ll find exactly the right intermediate size here. You can start off completely relaxed at the bar and seamlessly transition to the dance floor later on. Its direct proximity to other institutions like Lido or Bi Nuu makes L.U.X. the perfect anchor point for an extended Kreuzberg night out without any elitist scene drama or artificial hype.

PRIVATCLUB

  • Adresse: Skalitzer Straße 85-86, 10997 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Kompakter Club in einem alten Postamt, Sprungbrett für Indie-Newcomer
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte meist ab 19:00 oder 20:00 Uhr, Partys ab 23:00 Uhr)

Der Privatclub an der Skalitzer Straße (direkt am Görlitzer Bahnhof) ist einer dieser extrem sympathischen, unaufgeregten Läden in Kreuzberg. Untergebracht in den Räumen eines alten Postamts, ist der Club eigentlich nur ein kompakter, quadratischer Raum – aber genau das macht die ehrliche, intime Atmosphäre aus. Hier gibt es keine gigantische Lightshow, keine elitäre Türpolitik und kein Szene-Gehabe. Stattdessen punktet der Laden mit absolut fairen Preisen, freundlichem Barpersonal und einem klaren Fokus auf die Musik. Die kleine Bühne ist ein wichtiges Sprungbrett für Newcomer, unentdeckte Indie-Bands und kleine Pop-Acts, die hier oft ihre allerersten Berlin-Gigs spielen. Ein grundsolider, entspannter Konzert-Club ohne Schnickschnack, perfekt für musikalische Entdeckungen abseits des Mainstreams. READ MORE

–english version–

The Privatclub on Skalitzer Straße (right by Görlitzer Bahnhof) is one of those extremely likable, laid-back spots in Kreuzberg. Housed in the rooms of an old post office, the club is essentially just a compact, square room—but that is exactly what creates its honest, intimate atmosphere. There are no massive light shows, no elitist door policies, and no scene posturing here. Instead, the venue scores with absolutely fair prices, friendly bar staff, and a clear focus on the music. The small stage serves as an important stepping stone for newcomers, undiscovered indie bands, and small pop acts who often play their very first Berlin gigs here. A rock-solid, relaxed concert venue with no frills, perfect for musical discoveries far from the mainstream.

Roadrunner’s Rock & Motor Club

  • Adresse: Saarbrücker Straße 24, 10405 Berlin
  • Bezirk: Prenzlauer Berg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Senefelder Platz
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Absolutes Rockabilly-Unikat im alten Kesselhaus mit Motorrad- und Vintage-Deko
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte und Partys meist an den Wochenenden)

Der Roadrunner’s Rock & Motor Club am Senefelder Platz ist ein absolutes Unikat in der Berliner Clublandschaft. Wo der Rest der Stadt im Techno-Takt wummert, regiert auf dem denkmalgeschützten Gelände der ehemaligen Königstadtbrauerei der pure Rock’n’Roll. Seit März 2005 hat sich der Club im alten Kesselhaus eingerichtet und liefert ein Setting, das man so in Berlin kein zweites Mal findet: massive Motorrad- und Vintage-Deko treffen auf charmant abgerocktes Industrie-Flair. Auf der kleinen Bühne stehen regelmäßig echte Live-Bands, und musikalisch dreht sich alles kompromisslos um Rockabilly, Garage, Punk und dreckigen Rock. Wer keine Lust auf durchgestylte Hipster-Läden hat, sondern ehrliche Gitarren, Lederjacken und kühles Bier schätzt, ist hier exakt an der richtigen Adresse. READ MORE

–english version–

Roadrunner’s Rock & Motor Club at Senefelder Platz is an absolute one-of-a-kind in the Berlin club landscape. While the rest of the city pounds to a techno beat, pure rock ’n‘ roll rules on the heritage-listed grounds of the former Königstadtbrauerei. The club set up shop in the old boiler house in March 2005 and delivers a setting you won’t find anywhere else in Berlin: massive motorcycle and vintage decor meets charmingly worn industrial flair. Genuine live bands regularly take the small stage, and musically, everything revolves uncompromisingly around rockabilly, garage, punk, and dirty rock. If you’re tired of highly stylized hipster venues and appreciate honest guitars, leather jackets, and cold beer, this is exactly the right place for you.

Schokoladen

  • Adresse: Ackerstraße 169, 10115 Berlin
  • Bezirk: Mitte
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Rosenthaler Platz (U8)
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Letztes alternatives Kulturprojekt im gentrifizierten Kiez, Konzerte in alter Schokoladenfabrik
  • Öffnungszeiten: Täglich ab 19:00 Uhr (Konzerte und Events meist etwas später)

Der Schokoladen an der Ackerstraße (direkt ums Eck vom Rosenthaler Platz) ist ein absolutes Phänomen. In einem der am stärksten durchgentrifizierten Szeneviertel Berlins hält sich dieses alternative Kulturprojekt extrem hartnäckig. Wer auf der Suche nach durchgestyltem Mitte-Glamour und teuren Cocktails ist, kann an der Tür direkt wieder umdrehen. Hier drinnen regiert der ehrliche, rohe Charme einer ehemaligen Schokoladenfabrik: tief hängende Lampen, alte Neonschilder, massive Holztische und ein verlässlich bespielter Kickertisch im Hintergrund. Der Laden ist der letzte echte Rückzugsort im Kiez für großartige Indie-Rock-Konzerte, Lesungen und Theater. Neben der entspannten Atmosphäre und der handgemachten Musik punktet der Schokoladen mit unschlagbar preiswerten Getränken und einer überraschend hochwertigen Schnaps-Auswahl. Ein grundehrlicher Laden – egal, ob man nur auf ein Bier an der Bar vorbeischaut oder direkt die ganze Nacht vor der Bühne versackt. READ MORE

–english version–

Schokoladen on Ackerstraße (just around the corner from Rosenthaler Platz) is an absolute phenomenon. In one of Berlin’s most heavily gentrified neighborhoods, this alternative cultural project stubbornly holds its ground. If you’re looking for highly stylized Mitte glamour and expensive cocktails, you can turn right back around at the door. Inside, the honest, raw charm of a former chocolate factory rules: low-hanging lights, old neon signs, massive wooden tables, and a reliably occupied foosball table in the back. The venue is the last genuine retreat in the area for diverse indie rock concerts, readings, and theater. Besides the relaxed atmosphere and handmade music, Schokoladen scores with unbeatably cheap drinks and a surprisingly high-quality schnapps selection. A thoroughly honest spot—whether you just drop by for a quick beer at the bar or end up spending the whole night in front of the stage.

SilverWings

  • Adresse: Columbiadamm 10, 12101 Berlin
  • Bezirk: Tempelhof
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Platz der Luftbrücke
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Einer der ältesten Berliner Clubs, ehemaliger US-Air-Force-Offiziersclub im roten Vintage-Look
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Partys meist an den Wochenenden ab 22:00 oder 23:00 Uhr)

Das SilverWings, direkt im historischen Gebäude des Flughafens Tempelhof gelegen, ist eine absolute Institution und zählt zu den ältesten noch durchgehend betriebenen Clubs Berlins. Wo einst die Offiziere der US Air Force feierten, dominiert heute noch immer ein tiefrotes Vintage-Interieur, das den perfekten Rahmen für die musikalische Ausrichtung liefert. Wer hier nach aktuellem Chart-Pop oder Berliner Standard-Techno sucht, wird gnadenlos enttäuscht. Das SilverWings hat sich komplett den dunkleren, nostalgischen Klängen verschrieben: Hier laufen konsequent Gothic, Darkwave, New Wave, 80s und New Romantic. Es ist ein herrlich unprätentiöser, ehrlicher Laden für die schwarze Szene und 80er-Jahre-Liebhaber, weit abseits des gehypten, durchkommerzialisierten Mainstreams. READ MORE

–english version–

SilverWings, located directly in the historic Tempelhof Airport building, is an absolute institution and one of the oldest clubs still in continuous operation in Berlin. Where US Air Force officers once partied, a deep red vintage interior still dominates today, providing the perfect setting for its musical direction. Anyone looking for current chart pop or standard Berlin techno here will be mercilessly disappointed. SilverWings is completely dedicated to darker, nostalgic sounds: Gothic, Darkwave, New Wave, 80s, and New Romantic are strictly played here. It is a wonderfully unpretentious, honest venue for the goth scene and 80s lovers, far removed from the hyped, commercialized mainstream.

SLAUGHTERHOUSE

  • Adresse: Lehrter Straße 35 (in der Kulturfabrik), 10557 Berlin
  • Bezirk: Moabit
  • Verkehrsanbindung: S/U-Bahnhof Hauptbahnhof oder S-Bahnhof Westhafen
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Raue Subkultur-Location im alten Schlachthof der Kulturfabrik
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte oft ab 19:30 oder 20:00 Uhr)

Das Slaughterhouse in der Lehrter Straße ist exakt das, was der Name verspricht: Ein kompromissloser, rauer Club in den historischen Gemäuern eines ehemaligen Schlachthofs (als Teil der altehrwürdigen Kulturfabrik Moabit). Wer auf der Suche nach glattgebügeltem Indie-Pop oder dem nächsten hippen Techno-Hype ist, wird hier direkt an der Tür scheitern. Hier regiert die absolute musikalische Härte: Von Dark und Heavy Metal über Punk bis hin zu Death und Thrash wird alles aufgefahren, was Nackenmuskeln fordert. Trotz des unpolierten Underground-Vibes punktet die Location mit einer überraschend gut ausgestatteten Licht- und Soundanlage, die den alten Industrie-Wänden ordentlich Druck macht. Dazu kommt eine herrlich unaufgeregte, schnelle Bar-Crew und diese seltene, immer noch intakte Berliner Subkultur-Atmosphäre. Ein grundehrlicher, lauter Laden ohne elitäres Szene-Drama. READ MORE

–english version–

Slaughterhouse on Lehrter Straße is exactly what the name promises: an uncompromising, raw club within the historic walls of a former slaughterhouse (as part of the venerable Kulturfabrik Moabit). Anyone looking for polished indie pop or the next hip techno hype will fail right at the door here. Absolute musical heaviness rules this place: from dark and heavy metal to punk, death, and thrash, everything that demands serious neck muscles is unleashed. Despite the unpolished underground vibe, the venue scores with a surprisingly well-equipped light and sound system that puts serious pressure on the old industrial walls. Add to that a wonderfully unpretentious, fast bar crew and that rare, still intact Berlin subculture atmosphere. A thoroughly honest, loud spot without any elitist scene drama.

SO36

  • Adresse: Oranienstraße 190, 10999 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof (oder Kottbusser Tor)
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Die historische Definition des wilden West-Berlins, Zentrum für Punk, New Wave und queere Subkultur
  • Öffnungszeiten: Abhängig vom Event (Konzerte oft ab 19:00 oder 20:00 Uhr, Partys ab 23:00 Uhr)

Das SO36 auf der Kreuzberger Oranienstraße ist nicht einfach nur ein Club – es ist die absolute Definition des wilden West-Berlins der 70er und 80er Jahre. Benannt nach dem historischen Postzustellbezirk Kreuzberg SO 36, nahm der Laden im August 1978 mit dem legendären „Mauerbaufestival“ seinen Betrieb auf und mauserte sich sofort zum unangefochtenen Epizentrum für Punk und New Wave. Wo damals Bands wie Fehlfarben oder die Dead Kennedys die Wände zum Schwitzen brachten, pocht heute noch immer das Herz der Kreuzberger Subkultur. Wer einen durchgestylten Hipster-Laden sucht, ist hier völlig falsch. Das SO36 (liebevoll „Esso“ genannt) ist roh, ehrlich, laut und bunt. Von wilden Punk-Konzerten über die berüchtigte Roller-Skate-Disco bis hin zu legendären queeren Partys wird hier konsequent alles gefeiert, was sich dem elitären Mainstream widersetzt. Ein historisches Schwergewicht, das aus der Berliner Clublandschaft nicht wegzudenken ist. READ MORE

–english version–

SO36 on Kreuzberg’s Oranienstraße isn’t just a club—it is the absolute definition of wild West Berlin in the 70s and 80s. Named after the historic postal delivery district SO 36, the venue began operating in August 1978 with the legendary „Mauerbaufestival“ and immediately evolved into the undisputed epicenter for punk and new wave. Where bands like Fehlfarben or the Dead Kennedys once made the walls sweat, the heart of Kreuzberg’s subculture still beats today. If you’re looking for a highly stylized hipster spot, you’re completely in the wrong place. SO36 (affectionately called „Esso“) is raw, honest, loud, and colorful. From wild punk concerts and the notorious roller skate disco to legendary queer parties, everything that defies the elitist mainstream is consistently celebrated here. A historical heavyweight that is an indispensable part of Berlin’s club landscape.

Wild at Heart

  • Adresse: Wiener Straße 20, 10999 Berlin
  • Bezirk: Kreuzberg
  • Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof
  • Social: Instagram | Webpage
  • Besonderheit: Unprätentiöse Rock’n’Roll-Bar mit Live-Bühne, komplett handgemachte Musik
  • Öffnungszeiten: Täglich ab 20:00 Uhr (Live-Konzerte meist später am Abend)

Das Wild at Heart an der Wiener Straße in Kreuzberg ist genau genommen gar kein Club, sondern eine astreine, grundehrliche Rock’n’Roll-Bar mit Live-Bühne. Wer durchgestylte Techno-Nächte und teure Longdrinks sucht, ist hier an der völlig falschen Adresse. Hier riecht es nach Bier, Schweiß und handgemachter Musik. Musikalisch gibt es konsequent auf die Ohren: Rockabilly, Psychobilly, Punkrock und Glamrock stehen hier auf dem Programm. Der Laden besticht durch eine herrlich unprätentiöse Kiez-Atmosphäre, faire Eintrittspreise und absolut moderate Getränkekosten am Tresen. Ein echter, lauter Zufluchtsort für alle, die kreischende Gitarren dem digitalen Bass-Gewitter vorziehen und einfach einen guten, unkomplizierten Abend verbringen wollen. READ MORE

–english version–

Wild at Heart on Wiener Straße in Kreuzberg isn’t exactly a club, but rather a pure, thoroughly honest rock ’n‘ roll bar with a live stage. If you’re looking for highly stylized techno nights and expensive long drinks, you’ve come to the completely wrong place. It smells like beer, sweat, and handmade music here. Musically, it consistently delivers: rockabilly, psychobilly, punk rock, and glam rock are on the agenda. The venue captivates with a wonderfully unpretentious neighborhood atmosphere, fair admission prices, and absolutely moderate drink costs at the bar. A true, loud refuge for anyone who prefers screaming guitars over a digital bass storm and just wants to spend a good, uncomplicated evening.