21feb19:0023:00Otto von Bismarck „Hauptstadt der Schmerzen“ Releaseshow0 Berlin19:00 - 23:00(GMT+01:00)

Event Details

21. Februar 2026 19:00 im salon wellenmaschine
Adresse Wassertorstraße 62, 10969 Berlin
Einlass 19:00 Beginn 20:00
Abendkasse 18,00€-19,00€

Otto von Bismarck „Hauptstadt der Schmerzen“ Releaseshow featuring Lail&Lomar, Frederico Corazzini & Saap Don´t Stop

Nach dem herausragenden Debüt-Album „Zu viele Erinnerungen“ (2022) kehrt der Berliner Musiker Otto Von Bismarck 2026 mit einem neuen Album zurück auf die Bretter und Online-Portale, die uns die Welt bedeuten. Mit seinen zärtlichen Soul- und Folk-Songs – irgendwo in einer Welt zwischen Lambchop, Sly Stone, Laura Nyro und Die Regierung – erzählt er uns neue Geschichten aus der Hauptstadt der Schmerzen. Romanzen von früher, Lieben im heute, die Fragen von Morgen.Wieder zusammen aufgenommen und produziert mit Daniel Nentwig (The Whitest Boy Alive) in den legendären Butterama-Studios in Berlin, besteht nun auch der dringende Wunsch, endlich mit dem reichhaltigen Repertoire auf Tour zu gehen.

ALBUMINFO Otto von Bismarck – „Hauptstadt der Schmerzen“
Neues Album am 30.01.2026 (Staatsakt/Bertus/Zebralution)
Formate: LP/CD/Digital

Der ungekrönte König des Berliner Untergrunds mit dem weltberühmten Namen ist zurück: Otto von Bismarck! Nach dem Vorgängeralbum mit den viel zu vielen Erinnerungen liegt nun endlich eine neue Langspielplatte mit Ottos unverkennbarem Soul, Folk & Funk direkt aus den Butterrama-Studios in Neukölln vor!

Eine gute Nachricht vorab: auf dem neuen Album regnet es nur 60% – so verheißt es zumindest der Titel des bereits letzten Sommer vorab veröffentlichten Album-Openers. Wer beim Hören des Stücks mit Regenradar an die Band WAR oder an Stevie Wonder denken muss, der hat vielleicht auch ein Faible für die Mundharmonika im Pop. Wie schön, dass wir kurz drüber sprechen konnten.

Aber noch einmal von vorne: Wie bereits auf „Zu viele Erinnerungen“ hat Otto auch das neue Werk gemeinsam mit Daniel Nentwig von The Whitest Boy Alive produziert und co-komponiert. Dass zwischen Daniel und Otto seit über 20 Jahren so eine produktive Songwriter-Bromance entstanden ist, können wir alle nur als großes Glück begreifen. Wer sonst könnte uns in diesen Zeiten an diesem Ort solche Lieder schreiben? Schön, dass sie nach den aufregenden Zeiten mit Two Chix & A Beer nun seit ein paar Jahren auch deutschsprachige Songs gemeinsam schreiben.

Die Musik klingt dabei wie die besten Rezepte aus Sly Stones „Theres a riot going on“ und den schönsten Blue-Eyed-Soul-Alben der letzten 50 Jahre. Nicht zuletzt Van Morrison kommt einem häufiger in den Sinn. Bei Otto aber gibt es weitaus mehr Sprechgesang, weil es einfach so viel zu sagen gibt. Dabei wirft er seine Worte immer wieder in den Fluss umwerfender Melodien, die sofort ins Herz gehen. Wenn Otto spricht, dann singt er auch immer ein bisschen. So wie gute Rapper das machen!
Ja, wieder hat Otto sich für uns in der abgefucktesten Stadt auf die Suche nach neuen Geschichten gemacht. Und wieder erzählt er uns auch Geschichten von früher, als Berlin im Grunde noch viel abgefuckter war als heute! Die Geschichten von Anna und ihren Katzen etwa. Milieustudien im Sinne Henry Millers. Von den vielen Nächten in den unzähligen Bars. Als Liebling der Herzen in der Hauptstadt der Schmerzen.

Auf dem Coverfoto sehen wir Otto Von Bismarck im Jahre 2025 am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen posieren. Dieser Ort ist erst neulich vom Consumer Choice Center zum „schlechtesten Bahnhof“ in der Liste der meistbenutzten Bahnhöfe Europas gewählt worden. Doch bevor hier irgendwelche Missverständnisse in Richtung Stadtbild und Co. aufkommen: Otto Von Bismarck liebt diesen Bahnhof. Und er liebt diese Stadt. Er liebt dieses unfassbare kreative Durcheinander. Das hohe Tempo. Und all die vielen kleinen Entspannungs-Oasen mittendrin. Sei es das Café, das Antiquariat oder die Döner-Bude. Und er macht sich wirklich keine Sorgen um Morgen. Nicht hier und nicht heute. Dafür hat er auch gar keine Zeit! Alles, was ihn wirklich beschäftigt, ist die Gegenwart. Und die setzt sich bekanntlich nach Omas Geheimrezept aus Vergangenheit und Zukunft zusammen. Und wer könnte sie besser besingen als Otto, der seit über 40 Jahren als teilnehmender Beobachter in dieser Stadt lebt.
Genau so lange ist Otto als Künstler mit seinen Notizbüchern in der Hauptstadt der Schmerzen unterwegs:Man muss das einfach alles aufschreiben. Man muss Karten zeichnen. Sonst ist es unmöglich sich in diesem Biotop zurechtzufinden. Und was heißt das schon, sich zurechtfinden?

Es bleibt für viele Mitmenschen ein Leben in ständiger Angst vor der Eigentumsklage des Vermieters, der tägliche Blick in den (Miet)-Spiegel. Auch wenn den guten alten Spiegel heute kein Mensch mehr braucht. Den gibt es schließlich in „jedem Handy for free“, wie Otto in der Discounter-Pop-Nummer „Alles ist billig“, der zweiten Auskopplung, erzählt, eine Art runtergerappter Einkaufs-Bon aus dem Spätkapitalismus zwischen Nagel-Studios, Mauerpark-Flohmarkt und Black Netto! Aber Otto macht sich keinen Stress. Er bleibt weiter entspannt. Im aller besten Sinne unaufgeregt.

Das ist als Künstler nun Mal seine Aufgabe. Die Musik macht er für seine „Freunde“, die er überall und nirgends findet auf der ganzen Welt. „Keiner stirbt mehr“, verspricht er ihnen im gleichnamigen Song. Ja, wenn man sich in diesen Zeiten von jemanden trösten lassen möchte, dann bitte von jemanden wie Otto Von Bismarck. Selbst, wenn in jedem Trost ein Trug steckt nowadays. Doch darüber sollen doch die anderen weiter aufgeregt in ihren Podcasts und Talkshows sprechen. Worüber nochmal?

Location

0 Berlin

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