Start THE DLY BLN Klassiker.

THE DLY BLN Klassiker.

Heute starten diverse Halloween Parties, aber ich hatte keinen Nerv die jährliche Übersicht zu basteln. An das richtige Datum hält sich eh keine Sau und meistens sind es einfach nur 5 Euro on Top auf den Eintrittspreis, weil der Prakti mal eben los geschickt wurde, nen paar Party Spinnweben zu kaufen. Wer sich gruseln will, einfach mit der U8 fahren. Wahlweise Kotti, Görli oder Teltow nachts um drei. Die Stadt ruft nichtsdestotrotz zum abendlichen Ausflugsgeschäft.

Wer einfach nur wissen will, was junge Menschen so bewegt, und wie sehr sie einen an de Waffel haben können, sollte sich vor die Mercedes-Benz Arena stellen und den BTS Fans zuschauen. Vorher noch zum Thema K-POP schlau machen.

Der perfekte Tag für die Couch. Abends vielleicht sogar ein paar Weinbrandpralinen und dann früh ins Bett. Aaaah welch Hochgenuss.
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Es regnet. Der Himmel ist bleifarben. Der Herbst ist da. Kurz gesagt, es ist Suizidjahreszeit. Wahlweise kannst du auch in eine Art Winterschlaf verfallen oder ein paar Monate an den Äquator fahren. Oder du gehst einfach feiern…
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Wer heute was auf sich hält, isst zumindest ne Kürbissuppe und ergibt sich dann dem totalen Make up Rausch. Das schöne an diesem Tag ist die reine unbeschwerte Spaßkultur ohne pädophilen Propheten, sadomaso Messias oder Sintflut Hoschi. Man huldigt dem Kürbis an sich, schaut als Intro fix ein paar Tim Burton Filme und freut sich über die Absurdität menschlicher Erfindungskraft. Und dann im Nieselregen in irgendwelchen Schlangen stehen, Handy verlieren, BVG Ticket bei der Kontrolle nicht finden, zuviel Geld verballern und einfach Sonntag total verkatert sein… ABER geil war es trotzdem.
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Kann sich eigentlich jemand vorstellen wie das ist, Party Tipps um 8.51 Uhr morgens zu schreiben, während der erste Kaffee durch die Venen zischt, die Fußsohlen kalt am Boden pappen, und man nichts von der Stunde mehr Schlaf spürt? Ich schon. Wer noch irgendwo hängen geblieben ist, und sich ins nächste laute Dunkel retten will, das Golden Gate Berlin ist ab 10 Uhr mit WILD at GATE -GoldenGate Berlin- am Start. Wem der Gedanke, statt Croissant und Earl Grey, gleich morgens auf Kippe und Kaltgetränk umzusteigen noch nicht behagt, kann sich dann ab 16 Uhr im Klunkerkranich einfinden knisterndes Vinyl… dazu passt ganz hervorragend ein Lumumba!

Wer den Samstag verpennt hat, und morgen in der glücklichen Situation ist, nicht dem Bezahlen der Miete hinterher rennen zu müssen, kann dann ab 23 Uhr noch zu Secret Sunday at Suicide Circus.

Da kannst du gleich zu Beginn der Woche das Schritttempo ordentlich hoch halten und dir nebenbei auch die GYM sparen. Oder in meinem Alter den Reha Sport. Lass jedes Schamhandtuch fallen und blamier dich am zweiten Mic vor den New Yorker Gästen bei The SWAG JAM
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Es ist… VERKATERTINDERREDAKTIONSITZTAG und Novemberanfang. Ersteres ist selbstverschuldet. Letzteres schlicht der Lauf der Dinge. Da mir keine raffinierten Wortgebilde aus dem puckernden Schädel tropfen wollen, mache ich es kurz
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Chicago und Acid House sind eh der wahre Shit und bringen deine Tänzerhüfte zum Beben mein Freund. Für alle, die Dancemania lieben, und von Seifenblasenpoptechhouse ne Blasenentzündung bekommen.
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Wer das Gefühl mag, so richtig tief mit der Hand in warmen frischen Käse zu gleiten, kann zur Cheese Berlin in die Markthalle Neun, muss aber damit rechnen mit Käsestangen verdroschen zu werden. Wer einfach nur die passende Begleitung zum Rotwein im Rucksack sucht, der ist hier gut aufgehoben.
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Das beliebte Beate Barfuß im Beate Uwe öffnet um 17 Uhr ihre Pforten für eure sexy Fußsohlen. Sicher ein guter Ort, um selbstgestrickte Strümpfe zu bewerben.

ROY AYERS ist heute im Club GRETCHEN! Sein vielleicht größter Hit „Everybody Loves The Sunshine“ und der Soundtrack zum Blaxploitation-Film Coffy mit Pam Grier dürfte wohl jeder kennen. Für die Nu Jazz Szene war er einer der wichtigsten „Influencer“. Wenn wir über musikalische Legenden reden, dann passt vielleicht ganz gut der Vergleich: Roy Ayers verhält sich zu Paul Kalkbrenner wie das E-Werk zum Sisyphos.
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Um es frei heraus zu sagen: Ich hab keine Lust zu schreiben. (Bitte fügen sie hier selbst einen motivierenden Text ein, der dazu animiert, glutäugigen, kurvigen, rassigen und lasziven Männern mit dürren Beinen und MP3 Sammlung auf USB Sticks in dunkle, nach Rauch und Schweiß riechende, Höhlen zu folgen und sich die Trommelfelle massieren zu lassen. Möglich ist das übrigens heute bei:#BERGFESTMITTWOCH.
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Dieser Donnerstag soll mehr sein. Mehr als schnöder HihatHedonismus, NarzisstenNebel und (die schlechteste aller drei Wortkreationen…) TechnoTranszendenz. Seid aktiv beim kollektiven Transpi und Schilder malen in der Kultstätte KELLER. Morgen ist die Demo und ohne Schild ist irgendwie auch blöde.
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Was zieh ich an? Wer kommt mit? Wo glühen wir vor? Was hab ich noch aufm Konto? Hab ich noch frische Unterwäsche? Ist dieser Fragenkatalog erst abgearbeitet, kann hier die Frage des WOHIN geklärt werden.

Fütter mein Ego ist auf meiner All Time Palylist ganz weit oben, und Berlin ohne Neubauten musikalisch erschließen zu wollen, ist wie nen Burgerladen ohne Bier.

Dienstag ist Kellen Tag! Tischtennis, die kleine heiße Sister aller anderen Sportarten, die sich uncoolerweise nicht in Clubs spielen lassen (wobei ich grad an ein Baskeballfeld aufm Berghain dach denken muss) ist heute der fetzige Mittelpunkt im Humboldthain Club und Griessmuehle. Zückt die Schläger, scheppert den Ball übers Netz und schmiegt die Backe an ein kühles Blondes.
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Guten Tag Berlin, es ist Mittwoch der 21. November im Jahre 2018. Wir berichten von den kulturellen Feierlichkeiten aus der Stadt, die endlich wieder grau und häßlich ist. Dieser Sommer war ja unerträglich, und machte diesen aggressiven vollgekotzten Flecken Erde fast attraktiv.

Samstags weggehen ist wie morgens um zehn zum Späti. Wer das nicht versteht… auch egal. Jedenfalls, der Supermarkt der Party Produkte hat heute sein Full Size Arrangement platziert und wartet auf zahlende Kunden. Wo ihr rumstromern könnt, und eure Jugend verschwenden, wird hier nun ausgerufen

Montag ist der Tag an dem man sich erwachsen fühlt. Also müde. Und man kann mit anderen müden (erwachsenen) Menschen darüber reden wie müde man ist, und sich in kreativen Beschreibungen dieser Müdigkeit übertreffen. „Ich bin so müde, ich hab bestimmt einen Gähndefekt“ . Du kannst natürlich auch einfach deinen Arsch nach draußen bewegen und was unternehmen.

Diese kalte, durchgentrifizierte Beton Bitch kommt pünktlich zum ersten Advent mit ein paar deliziösen Abenden bei Kerzenschein und Kakao daher. Hier nun die Lebkuchen der Nacht
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Montage sind eher Bar Tage. Für Menschen, die ein ruhiges Wochenende hatten, ist der Montag die sanfte Rache an der Couch und dem Unvermögen, den Arsch hoch zu bekommen.

Der Tekknozid – Oldschool Rave startet schon 21 Uhr im Festsaal Kreuzberg. Wer jetzt mit dem Spruch kommt, das ist was „für alte Säcke“… das startete auch schon 1991 um neun, also Klappe halten. DJ Disko, Tanith, WolleXDP, Der Würfler machen Rabatz.

Dienstage sind einfach nur die Vorhölle. Es sei denn… man hat (wie ich) seit exakt 18 Uhr endlich Urlaub. Da ist dann die Erkältung nicht mehr ganz so Scheiße, aber zum Rausgehen reicht es noch lange nicht. Wer der sibirischen, Kälte trotzen will, weil Single, Alkoholiker, Hedonist oder einfach gesund, der kann sich in folgende Locations begeben und Spaß haben.
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Wer keinen Nerv auf die aussterbende Fraktion der Hipster hat und die ganze Sache etwas professioneller und schicker angehen will: Dj Jauche ist heute in der Bar Tausend. Musik für Besserhörende und Preise für Besserverdienende.
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Etwas überrascht hat mich Annéke Laurent heute im Ava Club Berlin. „Me and my son“ war einer der favorisierten Tracks letztes Jahr für mich. Dürfte gut werden. Hätte ich aber eher im OHM erwartet.
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THE DAILY TIP: Egal ob pink, grün oder schwarz… einer der Räume im Salon zur wilden Renate wird dir heute schon zusagen. Die USB Sticks werden abgefeuert von: Charlotte Bendiks, DJ Fett Burger, nthng, PLO Man, Tin Man (live)m, Space Raúl, Luvthang.
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Das Golden Gate Berlin ist sicher einer der Orte in Berlin wo sich die DJs am freiesten fühlen. Man geht zwar lieber zuhause aufs Klo aber dann wird auch gern halbnackig und mit GoriilaMaske im Heino Gabba Mix mal Alarm gemacht. Clubkultür ist heute dort am Start und wärmstens von der Redaktion empfohlen.

Montage sind ja eher so zum Ausnüchtern (Übrigens bin ich mittlerweile bei Tag 28 ohne Suff und finde „Dry January“ zutiefst deprimierend.) und zum #MalwiederbeiderArbeitblickenlassen vorgesehen. Montags schwoofen ist seit dem Ende der Berliner AFTER HOUR Kultur eher ein #AchnölassmasteckenichgehlieberzumYoga und mal ehrlich… die daraus resultierenden beknackten Club Öffnungszeiten könnten auch mal wieder auf 22 Uhr zurückgesetzt werden. Aber wahrscheinlich gäbe es dann den „Zug der Bars“, die ihre Kundschaft sehr lieben und ganz doll vermissen würden. Auf resident Advisor ist sogar totale Event Wüste angesagt: „There are currently no events listed for this date range in this region.“ Montags kann mal ja auch mal miteinander reden oder einfach nur zuhören, wie sich z.B. die Welt innerhalb der Clübkültür verbessern lässt. clubliebe e.V. lädt zum Kiezgespräch: Können Clubs öko sein? um 19 Uhr ins Grün im Kiez-Büro
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Boddinale Opening at Flutgraben. Alle atmen auf. Der Mob checkt was geht. Ende der Woche is erreicht. Es folgt, worum sich alles dreht…Marika Rossa (die übrigens aussieht wie eine Marusha 2.0) und Björn Torwellen (der lustigerweise das Haar trägt wie Plastikman) sind heute im Polygon Club Berlin. Soll noch einer sagen, es gäbe keine Reinkarnationen im Techno.

100% Vintage – 100% Vinyl. Auch im fast schon frühlingshaften Februar versorgt uns die Berlin Vintage Reggae Night mit knisternden Platten aus dem goldenen Zeitalter jamaikanischer Musikgeschichte im YAAM Berlin. Dieser Dienstag kommt mit einigen verrückten Sachen, die, nach dem verantwortungsvollen Genuß einer Flasche Rotwein, sicher für einen vergnüglichen Abend sorgen. Unter die Rubrik: Sollte man mal mitgemacht haben: Square Dance Abend im Clärchens Ballhaus ab 21 Uhr. Ideal zum Fremdschämen, wenn man an der Bar mal das Handyvideo rumzeigt.

Montage zeichnen sich im Allgemeinen eigentlich nur dadurch aus, dass man das Aufwachen wie eine Zangengeburt erlebt und die Katzen zum Zähneputzen schicken möchte, während man den Kopf des Kindes ins Katzenklo drückt. Wer den Start in die Woche schafft, ohne auf der Tastatur wegzunicken, und diese Energie hat, von der Leute im Fernsehen immer reden, wenn sie einem Vitaminpräparate verkaufen wollen, der kann heute all das hier machen: Ins Kino Babylon um 18 Uhr zur Verfilmung von Tschingis Aitmatows „Djamila“. Das ist zwar eigentlich überhaupt nicht relevant für meine Zielgruppe, also euch, ABER ich hab damals in der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule (DDR Bezeichnung) eine 1+ für meine Buchkritik bekommen, was nicht unerheblich dazu beitrug, den Weg des Redakteurs einzuschlagen (laberlaberlaber…)
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Donnerstag sind in Berlin so prallevoll, dass man ernsthaft fragen muss, wie es zu dieser völligen Ignoranz des Freitag als Teil der Arbeitswoche kam, und ob Restkateratemwolken als vollkommen angemessen im Teammetting gelten. Schließlich ist man Teil des „Spirits“ und so. Wo ihr ordentlich den Döner vergären könnt, sagt euch jetzt euer Lieblingsmagazin.