Diese Stadt versteht wirklich, wie man Spaß hat – und die jährlichen Veranstaltungen in Berlin spiegeln das wider. Von kitschigen Karnevalen bis hin zu internationalen Filmfestivals gibt es in dieser verrückten Stadt immer etwas Großes, Helles und Lautstarkes zu erleben. Die Festivals, die eine lange Geschichte haben, wie Berlinale oder das Schollenfest, ziehen begeisterte Menschenmengen aus Europa und darüber hinaus an.

Wenn das Trinken in der Sonne inmitten übermäßig aufgeregter Menschenmengen nicht Ihr Ding ist, sollten Sie die Stadt vielleicht zwischen Mai und August meiden, wenn es anscheinend jedes Wochenende irgendein Straßenfest gibt. Stattdessen können Sie sich neue Online Casinos Österreich anschauen und ein paar Runden dort spielen. Aber wenn Sie doch große Festivals genießen, dann, neben der endlosen Abfolge von ausgezeichneten Bars, Restaurants und Attraktionen, wird diese Stadt Sie verwöhnen. Planen Sie Ihre Reise passend zu einer dieser brillanten Veranstaltungen… und kommen Sie dann gleich wieder für die nächste.

Die Christopher Street Day Parade

Diese Parade wird zum Gedenken an die Stonewall Riots abgehalten, den ersten großen Aufstand von Homosexuellen gegen Polizeiübergriffe in New York City am 27. Juni 1969. Die Riots fanden in einer Bar namens Stonewall Inn in der Christopher Street statt. Die erste Christopher Street Day Parade in Berlin gab es am 30. Juni 1979 – „Gay Pride“ war das Motto, unter dem 450 Demonstranten durch die Straßen von West-Berlin zogen. Die Stimmung während der Proteste war ausgelassen und fröhlich – es wurden keine Feindseligkeiten oder sogar Gewalt gegen die Teilnehmer verzeichnet, ein deutlicher Unterschied zu früheren Ereignissen. Heutzutage ist die CSD-Parade eine Feier des queeren Lebens in Berlin, die für ihre Partyatmosphäre bekannt ist.

Berlinale

Seit mehr als 60 Jahren ist die Berlinale (oder Internationale Filmfestspiele Berlin) das größte Kulturereignis der Stadt und eines der drei weltweit bedeutendsten Filmfestivals. Obwohl der Potsdamer Platz im Fokus des Festivals steht, finden Vorführungen in der gesamten Stadt statt: Am Alexanderplatz, im Zoo Palast und in einem renovierten Krematorium in Wedding. Die Berlinale bietet nicht nur die Möglichkeit, unentdeckte Filme anzusehen und sich mit anderen Filmfans und Branchenführern zu treffen, sondern auch das einzigartige architektonische und kulturelle Erbe Berlins zu erleben.

Transmediale

Im Jahr 1988 wurde das Festival unter dem Namen VideoFilmFest im Rahmen des Internationalen Forums des Jungen Films als Nebenprogramm der Berlinale gegründet. Die Initiatoren, Micky Kwella und Hartmut Horst, wollten eine Plattform für elektronische Medienproduktionen schaffen, die von herkömmlichen Filmfestivals wie der Berlinale ausgeschlossen waren.

Über die nächsten 30 Jahre hinweg hat sich das Festival stetig weiterentwickelt. Ursprünglich auf die Videokultur fokussiert, trat es früh in einen Dialog mit Fernsehen und Multimedia, um sich als eine internationale Plattform für Medienkunst zu etablieren. Im Jahr 1997 erfolgte die Umbenennung in „Transmedia“, gefolgt von einer weiteren Namensänderung im Jahr 1998 zu „Transmediale“. Diese Änderungen spiegeln die programmatische Erweiterung des Festivals wider, das mittlerweile ein breites Spektrum multimedialer Kunstformen wie Internet und Software Art umfasst.

Lange Nacht der Museen

Die Konzeption für die Lange Nacht der Museen entstand im Sommer 1996 während eines regelmäßigen Treffens von Partner für Berlin, der Berliner Agentur für Stadtmarketing, mit Museumsvertretern sowie Mitarbeitern der Besucherdienste der Staatlichen Museen zu Berlin und des Museumspädagogischen Dienstes, einer Einrichtung des Berliner Kultursenats. Anfangs stießen die ersten Gespräche auf Seiten der Museumsdirektoren auf erhebliche Skepsis. Aber mit der Zeit haben sie verstanden, dass Menschen doch das Interesse daran haben.

Etwa 100 Museen, Sammlungen, Archive und Ausstellungshallen bleiben bis in die späten Stunden geöffnet und bieten spezielle Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Vorträge und Aufführungen an. Mit einer Eintrittskarte erhalten Sie kostenfreie Nutzung von Shuttlebussen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Lange Nacht der Museen bildet den Abschluss von Berlins MuseumsSommer, bei dem Museen in der gesamten Stadt im Juli und August spezielle Open-Air-Veranstaltungen ausrichten.

Japanische Kirschblütenwochen

Die Geschichte hinter den Kirschbäumen in Berlin reicht bis ins Jahr 1990 zurück, kurz nach dem Fall der Berliner Mauer, als das japanische Fernsehnetzwerk TV Asahi die Sakura-Kampagne startete, um Gelder für die Spende von Kirschbäumen an Berlin zu sammeln. Als Geste des großen Interesses des japanischen Volkes an den Ereignissen der deutschen Wiedervereinigung und der Freundschaft zwischen Japan und Deutschland wurden etwa 1 Million Euro an Spenden für die Pflanzung japanischer Kirschbäume in Deutschland gesammelt. In Japan symbolisiert die Kirschblüte Erneuerung und Vitalität, und diese Bäume sollen „Frieden und Gelassenheit in die Herzen der Menschen“ bringen.

Die Spenden ermöglichten die Pflanzung von über 9.000 Bäumen in Berlin und Brandenburg, insbesondere an Orten, die während der deutschen Teilung eine besondere Rolle spielten. Die ersten Bäume wurden im November 1990 an der Glienicker Brücke gepflanzt, einem Ort, der die Teilung Deutschlands symbolisierte. Heutzutage finden sich dort zwei Alleen von Kirschbäumen, die den Verlauf der ehemaligen Mauer ersetzen und uns an diesen geschichtsträchtigen Ort erinnern.

Jazzfest

Gegründet im Jahr 1964, ist das Berliner Jazzfestival eines der ältesten und renommiertesten europäischen Festivals. Bis 1980 als Berliner Jazztage bekannt, wurde es von Joachim-Ernst Berendt, George Gruntz, Albert Mangelsdorff, Nils Landgren, John Corbett, Peter Schulze und Bert Noglik geleitet und wird seit 2015 vom britischen Musikpublizisten Richard Williams kuratiert.

Während in den ersten Jahrzehnten berühmte US-Jazzstars den Ton angaben, präsentiert das Berliner Jazzfestival zunehmend Künstler aus der ganzen Welt, wobei ein verstärkter Fokus auf zeitgenössischem europäischem Jazz liegt.

Derzeit im Haus der Berliner Festspiele beheimatet, einem 1000-Sitz-Theater, das von den Berliner Festspielen betrieben wird, zieht das Festival größtenteils das Publikum in voller Kapazität an. Die Medienpartner ÖRR (öffentlich-rechtlicher Rundfunk) und Deutschlandradio dokumentieren das musikalische Spektrum durch Simulcasts und Live Aufnahmen.

Das Schollenfest

Das letzte und das älteste Festival auf unserer Liste ist das Schollenfest, das bereits seit über 100 Jahren stattfindet. In den Gründungsjahren der „Freien Scholle“ wurde es als Erntedankfest gefeiert. Heutzutage ist es ein Familienfest und der Höhepunkt der jährlichen Veranstaltungen der Baugenossenschaft „Freie Scholle“. Über zwei Tage erstreckt sich ein umfangreiches Programm, das vom Kinderfest über Platzkonzerte, Fest- und Fackelzug bis hin zu verschiedenen weiteren Aktivitäten in allen Siedlungen reicht.

Sämtliche Veranstaltungen werden von den Baugenossen und Beiratsmitgliedern eigenständig organisiert. Zusätzlich schmücken an diesem Wochenende alle Straßen und Häuser ihre Fassaden mit Girlanden in den charakteristischen Schollenfarben Rot, Weiß und Grün.

Bei einer Spielsucht sind Beratungsstellen häufig erste Anlaufstellen für Hilfesuchende. Hier findest du Hilfe.