12.01.2016 „Plattenspieler“ mit Thomas Meinecke und Rabih Beaini im HAU

Di 12.01.2016, 20:00 / HAU2

HAU Hebbel am Ufer
Stresemannstr 29, Hallesches Ufer 32, Tempelhofer Ufer 10, 109

Zwei Turntables, eine Kamera mit Beamer, zwei Mikros, eine Leinwand. So lautet die Bühnenanweisung für die Reihe “Plattenspieler“. Thomas Meinecke lädt wechselnde Partner zum Gespräch über Musik, ihre kulturellen Voraussetzungen, ihre visuellen Ausgestaltungen und die Geschichten, die man im Umgang mit ihr erleben kann. Gast in dieser Ausgabe ist der im Libanon geborene, heute in Berlin lebende Musiker Rabih Beaini aka Morphosis, der in diesem Jahr einer der Gastkurator*innen des CTM Festivals ist. Bekannt für seine fantasievollen Techno-Produktionen hat sich Beainis künstlerisches Interesse zunehmend in Richtung vielfältiger experimenteller und improvisierter Musikformen verlagert. Auf den Veröffentlichungen seines Labels Morphine Records erkundet er unerwartete Verbindungslinien zwischen den Rändern aktueller Clubmusik und der elektronischen Avantgarde.

In den 1980er Jahren schrieb Thomas Meinecke zeitweilig Kolumnen für „Die Zeit“ und war kurzzeitig Redakteur zur Thematik „Popkultur“ für das Lifestylemagazins „Wiener“. Seit 1985 bis heute ist Thomas Meinecke Radio-DJ im Zündfunk und moderiert den Nachtmix auf Bayern 2. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er mehrfach als postmoderner Literat hervorgetreten, und setzt sich mit verschiedenen Themen aus den vergangenen hundert Jahren Kulturgeschichte auseinander, unter anderem mit Popkultur und -musik, der deutschen, jüdischen und afrikanischen Diaspora in den USA, und den Geschlechterrollen. Seit 2008 führt Meinecke auch unter dem Titel „Plattenspieler“ im Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU) durch eine lose Veranstaltungsreihe, in deren Mittelpunkt eine beliebige Mischung mitgebrachter Musikaufnahmen steht. So sitzt Meinecke jeweils mit einem anderen Gast für einen Abend auf der Bühne und beide Gesprächspartner spielen sich gegenseitig und dem Publikum im Wechsel Musik aus ihren privaten Sammlungen vor.