7.8. ICH BIN EIN BERLINER – „SUMMER“ @ SO36

Von 7. August um 23:00 bis 8. August um 06:00

SO36
Oranienstr. 190, 10999 Berlin

SO36 & David Maars, Emmanuelle 5, Andreas Schwarz präsentieren: ICH BIN EIN BERLINER – „SUMMER“

Live: Laura Clock, Dear Strange, Katzkab, Suzies Ashes
Performances: Hedoluxe
DJs: Karina Qanir, David Maars, Emmanuelle 5
MC: Andreas Schwarz
Fotoland: Ivooo
Visuals: Tulip Arts Project

Summer ! Vor den Hundstagen präsentieren wir einen hitzigen Clash aus Elektro, NeoPostWave, Indietronix, MinimalPop, Cabaret, Glam & queer Rock ’n‘ Roll. Für uns ist Berliner Musik ein „Transgenre“ – provokativ, anders. Dieses Gefühl in rock- historischem Rahmen, dem berühmten SO36, frisch aufleben zu lassen – das ist die Idee von ICH BIN EIN BERLINER. Auch bei dieser Ausgabe unserer Minifestivals präsentieren wir ausschließlich Neues, d.h. Premieren in jeglicher Hinsicht – neue Konstellationen und Solopfade bekannter Musiker sowie gleich zwei Releases unveröffentlichter Alben; das ganze umgarnt von Performances der charmant- krasseren Art extraterrestrischer Berliner.

Laura Clock klänge wie eine düstere Kylie Minogue direkt aus der Hölle, schrieb „the Guardian“ und legte allen Freunden melancholischen Pops Ihre EP „ Baby Part 1“ insbesondere die Lead Single „Fade“ als eine der besten Veröffentlichungen 2014 ans dunkle Herz – Die faszinierende Klangwelten, der früher als Butterclock unentwegt um die Welt tourenden Solokünstlerin brillieren durch erfrischend eisige Klarheit und wildern dennoch höchst kreativ bei ihren extrem tief gelagerten Elektro Beats bei zunächst fern erscheinenden Popspielarten wie Dance Hall und Reagga. Ihr überirdisch schöner Gesang besticht mit absolut kristalliner Klarheit, die Texte durch dunkle Romantik und eigenwillig fantastisches Liebesgeflüster. https://soundcloud.com/goldenbruise

Dear Strange (record release) Heute feiert das mit Spannung erwartete Debütalbum „Lonely Heroes – Rough Trade ) von Dear Strange seine Release und erweist sich als musikalische Offenbarung. Die kraftvolle Stimme von Sängerin Dorian E. weckt Assoziationen zu Achtziger-Größen, wie Siouxsie Sioux und hüllt den Hörer in wohlige Gänsehaut-Momente, während Klangtüftler Romain Frequency das Wechselbad aus Emotion und Distanz in ein hypnotisches Klanguniversum bettet, welches das Feeling der dunklen Seite der Achtzigerjahre mit minimal-Electro- und Club-Sound-Elementen aus einer Armada an Synthesizern neu erfindet. Dear Strange schaffen einen beeindruckenden Spagat zwischen Atmosphäre und Pop, Retro-Feeling und Moderne, gelebten Gefühlen und auf die Spitze getriebener Coolness. Sei es mit der elektronischen Dark-Wave-Klanggewalt des eingangs erwähnten „The Unicorn“, dem auf deutsch gesungenen „Licht“, in dem NDW und Franco-Popmusik eine moderne, Tanzflächen-kompatible Allianz eingehen oder im luftigen Titelsong: Dear Strange fesseln, reißen mit, überwältigen und sind gleichzeitig immer zugänglich und voller Club-Sensibilität. „Lonely Heroes“ ist der New-Wave-Sound der Zukunft! https://www.facebook.com/DearStrange

Katzkab Sie klingen wie höchst fröhliche Zombies die in den Ruinen aus den berühmten Ruinen des „Cabaret de la gueule de bois“ ein Tänzchen wagen. Elegant und fas bedrohlich energetisch sprengen sie die Grenzen 77- 81 post Punk und WavePop. Das Trio feiert heute die Release mit dem ersten Album seiner EP – Trilogie “ Object n°2, I / III „. WIld barocker Gesang, bilderstürmerische halbverrutschte Texte mit gewaltigem Nuancenreichtum vorgetragen, treffen auf fein arrangierte Synthiekaskaden, hart nach vorne wuchtende Beats und grossartigen Gitarrenimpros. Irgendwie hat das alles etwas viriles, nie so gehörtes und der Hörer bekommt unbändige Lust den Pogo neu zu interpetieren. https://katzkab.bandcamp.com/

Suzies Ashes -Vom Schicksal gebeutelt wandte sich das Berliner Duo bestehend Rutledge und und Fred von Sunesen dem erforschen einer frischen Art von Industrial Wave Pop zu. Sie sind wilde Futuristen, perfekte Waveloops mit Catchiness, dazu herzhaft glückliches Beatgeboller von einem leibhaftigen Synthwerker. Knackige Melodien und splitternder Noise – das potentiert sich zu manchem Knaller! Sie gerade an Irhrm ureigensten neuen Oeuvre. Glockenklar, gleißend, wuchtig und tierisch treibend. https://www.facebook.com/suziesashesband

Christiane Rösinger war Gründerin, Sängerin und Texterin der Berliner Bands Lassie Singers und Britta. In den 90er Jahren war sie eine der Betreiberinnen der legendären Flittchenbar am Berliner Ostbahnhof. Neben ihrer Arbeit als Musikerin schreibt sie Kolumnen und andere Beiträge für verschiedene Zeitungen und Magazine, darunter taz, Tagesspiegel, Berliner Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im Jahr 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, „Das schöne Leben“. Seit 2008 schreibt und spricht sie die wöchentliche Kolumne „Aus dem Leben der Lo-fi-Boheme für den österreichischen Radiosender fm4. Ihr erstes Soloalbum „Songs Of L. And Hate“, ist soeben erschienen. https://www.christiane-roesinger.de/seiten/biographie.htm

Hedoluxe begeistert bei seinen boyischen, burlesque angehauchten Performances zunächst durch opulenteste und wahnsinnige Gewänder, die in Ihrere ausserirdischen und avantgardistischen Anmutung aus einer sehr fernen, wilden Galaxy herbeigebeamt scheinen. Seine körperliche Präsenz und die Art seiner illustren Darbietungen sind stark inspiriert von der überirdischen Stilikone Leigh Bowery. In Hamburg betreibt das kultige Multitalent die Anti Kunst Schule Dr. Sketchy ´s. Schöner als bei Ihren Lektionen kann man wohl nirgendwo Nachsitzen. https://www.hedoluxe.com/

Karina Qanir gilt als eine Meisterin der besonders langen Tanznächten. Wenn diese Charismaschleuder hinter das DJ Pult, geht es um gewaltige Momente und auch ein wenig darum, idiotische. DJaneKlischees ein für alle mal zu zertrümmern. Alles mit einfach mit guter Mucke und einem geschickten Händchen für extremes Tanzentertainement. Ihre Sets sind Bretter, die zwischen housigen WaveBeats und knallhartem Techno kitzelig changieren. Sie ist Resident bei Berlins vielleicht durchgedrehtester Sause, der GEGEN im Kitkat und reist ansonsten mit viel Herz und Können durch die Haupstädte der Nacht. https://www.qanir.de/

IDEE

Ich bin ein Berliner! diesen ins Weltgedächtnis eingebrannten Satz sagte 1963 JFK, eine Ikone der Politik und auch der Pop-Kultur. Die Verheißung dahinter erlangte eine Dekade später eine besondere Bedeutung: David Bowie und Iggy Pop folgten diesem inneren Bekenntnis und nahmen 1976 hier ihre vielleicht besten Alben auf. Depeche Mode, Nick Cave, Crime & the City Solution waren die in den 80ern musikalisch inspirierende Neu-Berliner. Ein gewaltige Welle außerirdisch guter Berliner strandete nach dem Fall der Mauer : Peaches, Gonzalez, Rufus Wainwright und Stereo Total, um nur einige zu nennen. Mit seiner flackernden Präsenz, seiner harten Geschichte und viel freiem Raum ist Berlin bis heute die große Spielwiese für Künstler aus allen Ländern der Erde und Provinzen Deutschlands. „Ich bin ein Berliner“ heißt selbstverständlich seine Identität aufzumischen und neu zu kreieren. Und das zeichnet, wie jedes Kinde summt, immer auch die Musik aus, die in Berlin entsteht: Electro,PostPunk, Inidetronix, Minimal, Cabaret, Glam, Tek, Rock ’n‘ Roll, Queer. Berliner Musik ist ein „Transgenre“ – provokativ, anders. Dieses Gefühl in rock-historischem Rahmen, dem berühmten SO36, frisch aufleben zu lassen, das ist die Idee von Ich Bin Ein Berliner.

Ich Bin Ein Berliner ist ein immer wiederkehrender Musikzirkus im legendären SO 36, organisiert von David Maars, Emmanuelle 5 und Andreas Schwarz in enger Kooperation mit dem Team des SO36. Eine fantastische Elektro-Glam-Punk Oper, berlintypisch struppig und queer durchgebürstet – dramaturgisch Zusammengehalten von dadaistischen Ringmoderationen.

Nach mehr als 130 Live Acts und 70 Djs in sechs Staffeln präsentieren die Gründer Emmanuelle 5, David Maars und Andreas Schwarz das wilde Gesamtkunstwerk mit Unterstützung des Musicboards Berlin in noch radikalerem Gewand. Der Focus liegt auf der eigentliche Begegnung der Künstler, des Clashs unterschiedlichster musikalischer Strömungen aus unserer Gegenwart. Für wahre glückseelig machende Gänsehaut innerhalb der vergangenen nunmehr 28 Live – Musikopern sorgten mit exzessiver Leidenschaft u,.a.: Rummelsnuff, Justus Köhncke, The KVB, Mary Ocher, Chris Imler, Schwefelgelb, Baybjane, N.U. Unruh, I m not a Band, Blitzkids MVT, Aerea Negrot…