09.12: 3 IN A ROW | PORTICO ft. JONO MC CLEERY & ROBOT KOCH @ GRETCHEN

Mi 09.12.2015 / Doors 19.30 | Show 20.30 im Club Gretchen

PORTICO ft. JONO MC CLEERY (Ninja Tune/UK)
ROBOT KOCH (Record Release „Hypermoment“/ AV-Set)
JOHANNES BRECHT & ENSEMBLE (D)

GRETCHEN UND KOFFÄIN PROUDLY PRESENT: 3 IN A ROW

Hinter 3 IN A ROW verbirgt sich eine – für uns naheliegende – Berliner Kooperation von Gretchen und Koffäin. Das Gretchen als Institution für diverseste (elekronische) Musikstile abseits vom Mainstream – und Koffäin als Hotspot für guten Kaffee und Daytime-Treffpunkt von Musikern und musikinteressierten Szeneleuten.

Beim Kaffeetrinken im Koffäin und Musikhören im Gretchen entstand die gemeinsame Idee, regelmäßig immer drei unterschiedliche (Live-)Künstler zusammen auf eine Bühne zu bringen. Alte Bekannte und Neu-Entdeckungen. Hier entsteht die Möglichkeit zum Austausch, Synergien zu entwickeln oder einfach nur gute Musik zu hören.

3 IN A ROW: ab Dezember regelmäßig im Gretchen.

PORTICO ft. JONO MC CLEERY

Das Ding, mit dem Portico seinen typischen Sound formt, nennt sich Hang und wurde im Jahr 2000 im Schweizerischen entwickelt. Seither verzaubern die klangliche Schönheit des Hang und seine musikalischen Möglichkeiten ein weltweites Publikum.Portico schafft es, den sonst eher akademischen Jazz aus Europa am Leben zu halten. Dabei verleugnen die jungen Musiker ihre Herkunft nicht. Als eine ihrer bedeutendsten Inspirationsquellen, nennen sie übrigens Steve Reichs „Music For 18 Musicians“. Und so ergibt sich ein Klangbild, das sofort zu identifizieren ist. Ihre als „Post-Jazz“ bezeichnete Musik klingt frisch und tanzbar, dabei sind E-Musik- und Minimal-Referenzen in die Kompositionen verwoben – und das ist ebenso unortodox wie interessant. Das ständige Changieren ihrer Musik – irgendwo zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik sorgt für Freiräume zwischen den Stilen, in die die Solisten mit Bravour vorstoßen. So entstehen Momente von fast schon entrückender Schönheit. Es ist die einzigartige Mischung aus Loops, ätherischem Saxophon, überirdischem Hang, ratterndem Schlagzeug und erdigem Kontrabass, die ihrer Musik einen unnachahmlichen, schönen Klang verleiht. Inzwischen sind die Jungs beim renommierten Label Ninja Tune gelandet. „Living Fields“ ist ihr Debüt als Trio und bewegt sich elegant zwischen Electro, Pop, jazzigen Elementen und Ambient. In Hall getränkte Klaviere verknüpfen sich mit aufgezeichneten Studiogeräuschen, während der Gesang darüber wie in einer anderen Atmosphäre mit schimmernden Arpeggios verschmilzt.

Porticos Live-Set wird durch die wunderbare Stimme des englischen Singer/Songwriter Jono McCleery gleich nochmal schöner. Jono’s Lyrics sind zeitlos und unvergänglich und spiegeln die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Augenblick wider.

ROBOT KOCH

Robot Kochs einzigartiger Sound aus organischer Elektronica wurde von John Peel wie folgt beschrieben: „Wonderful and Strange – pop music from the future“. Und so wundert es auch nicht, dass diverse TV- oder Filmmusiken aus seiner Feder kommen – z.B. NBC’s „the Blacklist“ oder Fox’s „Rake“. Robot Koch ist ein fleißiger Produzent und die Liste seiner Veröffentlichungen (z.B. auf Bpitch Control und Project: Mooncircle) ist schier endlos lang. Wenn er nicht gerade auf internationalen Festivals spielt, tourt er durch Europa, Asien, die USA oder in Russland. Robot Koch steht auch als Produzent hinter der grandiosen Band Jahcoozi und zeichnet sich verantwortlich für Remixe von Norah Jones, Bassnectar und viele mehr. In 2014 gewann er im Rahmen des Deutschen Musikautorenpeises die Auszeichnung als „Bester Komponist Elektro“.

Seit 2015 ist er auf Monkeytown zu Hause, also dem Label von Modeselektor, auf dem u.a. auch Moderat veröffentlichen. Hier erscheint auch sein neues Album „Hypermoment“, dessen Release wir im Rahmen der ersten 3 IN A ROW gebührend feiern werden. Robot Koch live mit einem AV-Set.

JOHANNES BRECHT & ENSEMBLE

Johannes Brecht ist einerseits ein sehr umtriebiges Talent, andererseits ein eher zurückgezogen lebender Virtuose. Klingt schräg, passt aber irgendwie. Er gilt als einer der talentiertesten Newcomer-Musiker und hat als Studio- und Live-Künstler bereits mit vielen großen Acts gearbeitet. Er ist eine Art Senkrechtstarter, den man nicht in eine Genre-Schublade stecken kann. Man könnte ihn als klassisch ausgebildeten und professionellen Musiker bezeichneten, der gleichzeitig die elektronische Musikszene aufmischt. Seine bisherige Entwicklung zeigt ein buntes Kaleidoskop seiner vielen Talente: Mit fünf Jahren Ausbildung am klassischen Klavier, später die Leidenschaft zum Jazz, Studium des Jazz-Pop, Kontrabass und E-Gitarre, Arbeit als Toningenieur, Orchestertourneen durch Europa und Asien und plötzliches Interesse an populären Musik-Studio-Technologien – und schon sind wir bei elektronischer Musik. Seine Produktionen sind niemals stumpf, sondern haben immer einen melodischen Anspruch, sind tief und teils von hymnischem Charakter. Johannes Brecht ist auch für alle Orchesterarrangements des Henrik Schwarz Instruments Album verantwortlich. Als Henrik Schwarz die erste Produktion seines Band-Kollegen hörte, entschloss er sich, sein Label „Sunday Music“ im Frühjahr 2013 zu reaktivieren, um Brecht eine Plattform zu bieten und dessen EP „Holla“ zu veröffentlichen.

Johannes Brecht ist also wirklich vieles: ein Talent, ein Vollblut-Musiker, ein Multi-Instrumentalist, ein aufregender Produzent und ein potenter Newcomer mit einer Art musikalischer Wohlfühl-Vision. Bei 3 IN A ROW präsentiert sich Johannes Brecht live mit einem Ensemble aus Cello und Drums.

Einlass: 19.30
Beginn: 20.30

*VVK 20 EUR zzgl. Gebühr, AK 24 EUR*