Do 25.04.2013 / 23.30 / APPETITE @ Gretchen

THE GASLAMP KILLER (Brainfeeder/USA)
SOULMIND (Joint Breaks)
HAZEEM (Beatgeeks)
THE GASLAMP KILLER: „Instrumental psych dirty beats“.

Der ewige Hippie „The Gaslamp Killer“ ist nicht nur für seine ausgefallenen Frisuren, sondern vor allem für seine experimentelle Musik bekannt, denn er klebt atemberaubende Soundcollagen. Der Resident der Maßstäbe setzenden Low End Theory-Partys in Los Angeles kommt aus dem Dunstkreis der Neuen Schule in Sachen Beats um Flying Lotus, Samiyam und Ras G. Während Flying Lotus verworrene Collagen ersinnt, schielt der Gaslamp Killer auf kulturelle Referenzen. Sitar-Samples, Funk-Breaks und scheppernder, beunruhigender Gesang sind mitunter die Zutaten, aus denen er schöpft. Das ergibt dann Hip Hop, Instrumental, Horrorcore, Trip Hop oder irgendwas dazwischen.

SciFi-Jazz oder einfach nur Psychedelic – die Style-Begriffe, die William Benjamin Bensussen aka The Gaslamp Killer anhaften, sind vielfältig. Er selbst schert sich um derlei Überlegungen wenig. „Instrumental psych dirty beats“ nennt er die obskure Mischung aus Alt und Neu, Bekannt und Unbekannt, die er seit 2006 zusammenschraubt. Im Jahre 2009 landete er auf Flying Lotus’ Label Brainfeeder und releaste dort die limitierte 10“ „My Troubled Mind“, die 5-Track-EP „Death Gate“, die MP3-Single „Flange Face / Seven Years Of Bad Luck for Fun“ sowie die Mix-CD „A Decade Of Flying Lotus“. Sein Debüt-Album „Breakthrough“ führt durch den…

Sa 27.04.2013 / 23.30 / NINJA TUNE NIGHT @ Gretchen

BOX1
DAEDELUS (Ninja Tune/USA)
SALVA (FOF Music/Frite Night/USA)
SOULMIND (Joint Breaks)
BARBNERDY
BOX2
„DRUM“ feat. NGOMA SOUNDSYSTEM & ZHAO
DAEDELUS: Nerd zwischen Electronica, Dubstep, Psychedelic, HipHop und House.

Die unendlichen Weiten des HipHop sind sein Zuhause und dessen gegensätzlichste Ecken abzuschreiten seine liebste Freizeitbeschäftigung. Der via Ninja Tune in der Welt gelandete Soundtüftler Daedelus aus L.A. ist zwar erst seit Beginn des neuen Jahrtausends im Musik-Business aktiv, hat aber im Jahre 2011 mit „Bespoke“ bereits sein zwölftes Album abgeliefert. Seit seinem Debüt von 2002 wirft er quasi im Jahrestakt auf den unterschiedlichsten Labels Platten auf den Markt. Ob Mush, Ninja Tune, Epitaph, Warp, Def Jux oder Plug Research, irgendwie hat(te) er überall seine Finger im Spiel.

Seinen Künsternamen hat sich Alfred Darlington beim verrückten Genie Nikola Tesla geborgt. Der Wissenschaftler wollte Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr mit seinem Namen, sondern mit eben dem mythologisch inspirierten „Daedalus“ angesprochen werden, weil er sich nach einem physikalischen Experiment als neuer Mensch verstand. Neben der griechischen Mythologie liegen Alfreds Interessen trotz seiner Begeisterung für den Schmelztiegel L.A. in der Landschaft und Geschichte Großbritanniens.

Anfang der 90er ist er in England, der Technosound ist gerade im Umbruch begriffen, und er lernt durch einen der vielen Piratensender in der britischen Hauptstadt UK Rave und Hardcore kennen. Wieder zurück in den Staaten, kreiert er am PC Musik unter dem Label Drum’n’Bass, die aber irgendwie doch anders als der Rest der Szene klingt. Bereits 2005 unterschreibt Daedelus bei Ninja Tune für Europa und das Vereinigte Königreich, 2008…

Gretchen
Obentrautstraße 19-21, 10963 Berlin