PARANOIA @ GRIESSMÜHLE
Start: Fr, 26.6. 23:00
Ende: Sa, 27.6. 23:00

/////////////////////////////////////////////////////

ROBERT GÖRL (DAF) presents „Glücksritter“ – live
CHRISTOPH DE BABALON (tigerbeat6, zhark) – live
GONER (kreislauf, gone) – live
I/Y (dynamic reflection, fracture)
DJ FLUSH (killekill)
ALIENATA (killekill, snuff trax)
SEBASTIAN KOEKOW (the29nov films)
RENkEN (submarines in heaven)
3.14 (modal analysis)

/////////////////////////////////////////////////////

Nach einer ersten Ausgabe im letzten Jahr mit Gesloten Cirkel und I-F tun sich Killekill und Moments zum zweiten Mal zusammen, um ihre Paranoia gemeinsam auszuleben. Die Grießmühle ist diesmal der Ort der Wahl.
Highlight des Abends wird sicherlich der Live-Auftritt von ROBERT GÖRL, den man auch als Drummer und Chef-Elektroniker von DAF kennt. Mit ihrem rohen, minimalistischen Sound und dem experimentellen Umgang mit der Elektronik schrieben er und Gabi Delgado Musikgeschichte und werden von vielen Musikkritikern neben Kraftwerk und Can zu den weltweit einflussreichsten Gruppen im Bereich der elektronischen Musik gezählt.

ROBERT GÖRL hat allerdings auch als Solo-Künstler einiges vorzuweisen. Es würde den Rahmen sprengen, all dies hier aufzuzählen. Tatsache ist, dass er ein Freigeist geblieben ist und sich seine Punk-Attitüde bis heute erhalten hat: Sein aktuelles Album „Glücksritter“, das er heute live bei uns präsentiert, gibt es aus Protest gegen die zunehmende Ausbeutung der Musiker in der Musikindustrie weder irgendwo zu kaufen noch zu hören. Man kann es nur live erleben. Das ist die bisher konsequenteste Haltung eines Künstlers in der überkapitalisierten Musikindustrie, in der große musikferne Konzerne wie Youtube, Google etc. Milliarden verdienen, während es heißt, es gäbe kein Geld für die Künstler, bzw. diese dazu genötigt werden, sich mit endlosen Live-Auftritten über Wasser zu halten.

Mit Live-Sets von Noise-/Breakcore-Künstler CHRISTOPH DE BABALON und dem Noise/Dub-Experten GONER, (aka Martin Maischein, auch bekannt als Heinrich at Hart durch seine Releases auf Position Chrome oder als eine Hälfte von Sandbenders), und Dj-Sets von I/Y, DJ FLUSH und vielen musikalischen Freunden ist außerdem für ein vielfältig-fettes Programm drum herum gesorgt.
Abgerundet wird die Sache durch eine thematisch passende interaktive Video-Installation vom Neuköllner Künstler THE WHITE RABBIT und Visuals vom Kollektiv THE29NOV FILMS, die uns auf dem Mainfloor ihre Paranoia auf die Linsen projizieren werden. Sie verschneiden thematisch passendes Filmmaterial, zum Teil in Abstimmung mit den Musikern. So wird auf Christoph de Babalons Wunsch Roman Polanskis „Repulsion“ während seines Auftrittes verschnitten.