Andhim

Es war gerade mal im Frühjahr 2010, als sich die beiden gebürtigen Kölner dazu entschlossen ihre durchtrainierten Hintern aus dem Studiosessel zu bewegen, um ihren Sound in die Welt zu schleudern. Nichtahnend was auf sie zukommen sollte, wurden Andhim noch im selben Jahr unter die Top Ten Newcomer im Deutschen Groove und Raveline Magazin gewählt und fanden sich in den Plattenkisten, wie auch auf der Remixwunschliste vieler kleiner und großer DJʼs wieder.

Ihrem Sound, den sie selbst als „Super-House“ beschreiben und der sich mittlerweile weltweit zu einem feststehenden Genre mausert, wohnt immer ein großes Maß an Soul und Leidenschaft inne. Ihr ganz spezieller Sound, obgleich partyversiert oder reduzierter Natur, ist ein stets organisches und durch Liebe zum Detail kreiertes Klanggebilde. Geprägt von der Hip-Hop Kultur, arbeiten die beiden überwiegend mit Samples und fügen ihren Stücken so ihre unverwechselbare Handschrift zu, für die sie auf Labels, wie Monaberry, Terminal M oder Sunset Handjob eine Heimat gefunden haben. Besonders Live spürt man allerdings die volle Hingabe und Leidenschaft der sympathischen Burschen. Energetisch, kreativ und stets mit einem Augenzwinkern versehen, präsentieren sie ihre ganz eigene Interpretation von elektronischer Tanzmusik und bringen dabei Väter zum strahlen und Mütter zum kreischen. Der Plattenspieler wird hier von ihnen mehr als Instrument verstanden, dessen sie sich bedienen um neue Klangwelten zu kreieren, wodurch sie sich vom meist rein reproduktiven Charakter eines DJ´s abheben. Anhaltspunkte für den versierten und ausgelassenen Umgang mit der Technik hinter dem Pult liefert der musikalische Werdegang der sich schon früh übenden Jungs: Als andere Kids in den Sommerferien mit ihren Freunden Pommes mit Majo im Freibad aßen, scratchte sich Simon bereits als 16-Jähriger mit verschiedenen Jazzmusikern quer durch Europa, bis er mit jungen 20 Jahren unter dem Pseudonym Simon. der elektronischen Musik zulächelte.

Ähnlich, jedoch auf einem ganz anderen Level, war Tobias gegen Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre unterwegs. Als Teil der Turntable-Crew ‚Noisy Stylusʼ wurde er mehrfacher ITFund DMC-Champion und beeinflusste die damalige Turntablism Szene mit eigenen Battlebreak Platten und letztlich dem ersten eigenen Album „Table Manners“ nachhaltig. Als sie sich schließlich bei einem sommerlichen Weißwurst-Wettessen im Finale gegenüber standen und sich mit Naturdarm behangendem Haar in die Augen sahen, wussten sie was es zu tun galt und gründeten die Boyband „Andhim“. Eine nur logische Schlussfolge! Nach missionären Auftritten von Europa bis Asien, arbeiten die Jungs beständig daran ihren Sound kontinuierlich weiter zu entwickeln und neue Klangwelten zu erschließen. Mit einem starken Support von vielen Künstlern und Labels aus der Szene blicken sie voller Optimismus und Vorfreude in die Zukunft und freuen sich darauf die Menschen dieser Welt weiterhin zum tanzen, lachen und durchdrehen zu bringen.

Bild via Think Open Air Presse